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Zülpich

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Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen
Koordinaten: Koordinaten: 50° 42′ N, 6° 39′ O50° 42′ N, 6° 39′ O
Höhe: 180 m ü. NN
Fläche: 101 km²
Einwohner: 20.155 (30. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53909
Vorwahl: 02252
Kfz-Kennzeichen: EU
Gemeindeschlüssel: 05 3 66 044
Stadtgliederung: Kernstadt u. 20 Dörfer
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 21
53909 Zülpich
Webpräsenz:
Bürgermeister: Albert Bergmann (CDU)

Zülpich ist eine Stadt zwischen Aachen und Bonn. Sie gehört zum Kreis Euskirchen. Der lateinische Name ist Tolbiacum.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Zülpich liegt in der Zülpich-Jülicher Börde und ist ehemaliges Braunkohlerevier (Braunkohleförderung von 1953 bis 1967). Dies spiegelt sich noch heute in den beiden Baggerseen wieder, dem „Wassersportsee Zülpich“ und dem „Naturschutzsee Füssenich“.

Geschichte

Im 1. Jahrhundert v. Chr. bestand Zülpich vermutlich schon als kleine Siedlung. Um die Zeitenwende wurde Zülpich, das damals noch Tolbiacum heißt, zu einer römischen Kleinstadt (vicus). Durch die Stadt verlaufen zwei wichtige römische Fernstraßen von Reims nach Köln und von Trier nach Xanten.

Im 2. Jahrhundert wurde eine römische Thermenanlage erbaut und im 4. Jahrhundert ein Mauerring um die Kernstadt errichtet. 496 wurden in der Schlacht von Zülpich die Alemannen vom Frankenkönig Chlodwig I. bei Zülpich geschlagen. Nach der Schlacht tritt Chlodwig zum christlichen Glauben über und begründet ein Großreich, auf dem das christlich-mittelalterliche Abendland fußt.

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Sonderzug im Bf Zülpich - 2007

Die Kirche „St. Peter“ findet 848 ihre erste urkundliche Erwähnung. Anfang des 15. Jahrhunderts kam es zur Vollendung der Burg, der Stadtmauer und der Toranlangen in deren heutiger Erscheinung.

1864 erreichte die Bördebahn die Stadt. Am 24. Dezember 1944 wurde Zülpich von den Alliierten bombardiert und große Teile der Kernstadt getroffen, die Kirche „St. Peter“ vollständig zerstört. 1952 erfolgte die Grundsteinlegung der neuen Kirche St. Peter. Von 1953 bis 1967 wurde in Zülpich Braunkohle gefördert. Als willkommene Bereicherung der Landschaft gelten heute die beiden dadurch entstandenen Baggerseen, der Wassersportsee Zülpich und der Naturschutzsee Füssenich-Geich.


Politik

Stadtrat

CDU SPD JA FDP UWV GRÜNE Gesamt
2004 15 10 4 2 2 1 34

Zülpich wurde lange Zeit mit absoluter Mehrheit von der CDU regiert. Seit 2004 hat die CDU lediglich eine relative Mehrheit.

Städtepartnerschaften

Zülpich unterhält Städtepartnerschaften mit Blaye (Frankreich), Kangasala (Finnland) und Elst (Gemeinde Overbetuwe) (Niederlande).

Stadtgliederung

inkl. Einwohnerzahlen (Stand 30. Juni 2006)

  • Bessenich (475)
  • Bürvenich (941)
  • Dürscheven (556)
  • Enzen (579)
  • Eppenich (141)
  • Floren ( 4-10 )
  • Füssenich (826)
  • Geich (873)
  • Hoven (1121)
  • Juntersdorf (206)
  • Langendorf (299)
  • Linzenich (355)
  • Lövenich (226)
  • Lüssem ( )
  • Merzenich (148)
  • Mülheim (409)
  • Wichterich (902)
  • Nemmenich (682)
  • Niederelvenich (595)
  • Oberelvenich (240)
  • Rövenich (443)
  • Schwerfen (1511)
  • Sinzenich (1331)
  • Ülpenich (995)
  • Weiler in der Ebene (474)

Entwicklung des Stadtgebiets

Einwohnerentwicklung

Kernstadt

(Stand 30. Juni 2006)

  • Männlich: 2.787
  • Weiblich: 3.002
  • Insgesamt: 5.789

Großgemeinde

(Stand 30. Juni 2006)

  • Männlich: 9.814
  • Weiblich: 10.283
  • Insgesamt: 20.097

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Kirche „St. Peter“
  • Burg aus dem 15. Jh.
  • Stadtmauer
  • 4 Stadttore (Kölntor, Bachtor, Weiertor und Münstertor)
  • Thermen aus dem 2. Jh., gelten als besterhaltene Ruinen nördlich der Alpen, z.Zt. wird dort ein Museum für Badekultur neu erbaut.

Wissenswertes

Nach Zülpich (franz.: Tolbiac) sind in Paris eine Straße sowie eine Brücke benannt Rue de Tolbiac, Pont de Tolbiac.

Literatur

  • Dieter Geuenich, Thomas Grünewald, Reinhold Weitz: (Hg.): Chlodwig und die Schlacht bei Zülpich. Geschichte und Mythos 496 -1996. (Begleitbuch zur Ausstellung in Zülpich 30.08. - 26.10.1996), Euskirchen 1996
  • Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e.V. (Hg.): Nationalsozialismus im Kreis Euskirchen - Die braune Vergangenheit einer Region. Euskirchen 2006, 2 Bände. ISBN 3-935221-72-X

Weblinks

Wikipedia
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