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Züli Aladağ

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Züli Aladağ (* 1968 in Van, Türkei) ist ein deutsch-türkisch-kurdischer Drehbuchautor, Filmregisseur, Filmproduzent und Cutter.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Züli Aladağ kam 1973 nach Deutschland und wuchs in Stuttgart auf. Nach einem kurzen Studium der Theaterwissenschaften in München absolvierte er ein sechsmonatiges Praktikum bei Roland Emmerichs Moon 44 in Stuttgart. Es folgten zahlreiche Mitarbeiten bei Kurz-, Werbe-, Spiel- und Dokumentarfilmen als Produktionsassistent, Aufnahmeleiter und Regieassistent. Später arbeitete er als Redakteur und Co-Regisseur für semidokumentarische TV-Reihen. Seit 1993 ist er als Produzent tätig und arbeitet seit 1995 als freier Filmschaffender an Dokumentarfilmen und Spielfilmen. Vielfach ist er auch Autor ihrer Drehbücher. An der Kunsthochschule für Medien Köln machte er im Sommer 1999 seinen Abschluss.

Aladağ ist Gründer der Initiative junges europäisches kino (j e k).

Um seinen im Jahre 2005 gedrehten Fernsehfilm, dem deutsch-türkischen Integrationsdrama Wut, gab es 2006 Auseinandersetzungen in der ARD und Fragen nach dem Integrationswillen von Migrantenjugendlichen. In seiner Dankesrede auf der späteren Verleihung der goldenen Kamera an den Film wies Aladağ in diesem Zusammenhang darauf hin, dass seine eigenen Elten keinesfalls die einzigen Zuwanderer in Deutschland seien, denen in erster Linie die Integration ihrer Kinder am Herzen liegen würde - es gäbe „in Deutschland Hunderttausende“ mit der gleichen Einstellung. Der Regisseur schloss unter großem Beifall der Anwesenden in der Ullstein-Halle im Verlagshaus der Axel Springer AG mit den Worten „Ich bin Kurde, ich bin Türke, aber in erster Linie bin ich Deutscher.“[1]

Züli Aladağ ist mit der Schauspielerin und Drehbuchautorin Feo Aladağ (* 1972) verheiratet.

Auszeichnungen

  • FFA-Kurzfilmpreis „Short Tiger 2000”,
  • Wilhelm-Bitter-Preis (2001)
  • „besondere Anerkennung“ durch die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste auf dem Fernsehfilm-Festival Baden-Baden 2006 für das gesamte Produktionsteam seines Fernsehfilmes Wut
  • Goldene Kamera der Zeitschrift Hörzu für seinen Fernsehfilm Wut

Filmografie

  • 2005: Wut - Regie
  • 2004: Erfroren - Regie
  • 2001/2002: Elefantenherz - Regie, Drehbuch
  • 1999: Bevor der Tag anbricht - Regie, Drehbuch
  • 1999: Der Ausbruch - Regie, Drehbuch
  • 1999: Enter - Produzent
  • 1997: Hör dein Leben - Regie, Producer, Drehbuch, Schnitt
  • 1997: Zoran - Regie, Drehbuch
  • 1992: Der Papagei - Aufnahmeleitung
  • 1991/1992: Freispiel - Darsteller, Aufnahmeleitung

Quellen


Weblinks

Persönliche Werkzeuge