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Zähmung
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Als Zähmung wird die weitgehende Annäherung eines Lebewesens an eine Person bezeichnet. Der Begriff wird auch als Synonym für Beruhigung genutzt und als Gegenteil von Wildheit – beispielsweise bei Flüssen. Bei Tieren bedeutet sie die Gewöhnung an den Menschen und eventuell an die Verrichtung von Aufgaben und Einfügung in den menschlichen Lebensrhythmus. Bei Tieren ist die Zähmung die Voraussetzung zur Domestikation.
Zumeist werden Wildtiere zunächst gefangen. Für eine Zähmung muss Vertrauen aufgebaut werden. Zur Einpassung in die menschliche Lebensweise gehört die Anerkennung des Menschen als Autoritätsperson. Pferde werden hierzu zugeritten. Auch Hundearten benötigen für eine erfolgreiche Erziehung in die Lebensweise des Menschen hinein die Anerkennung des Menschen als Autorität.
Erfolg versprechender oder einfacher als die Zähmung von Wildtieren ist die Aufzucht von jungen Tieren, die gar nicht oder kaum mit der arteigenen Lebensweise in Berührung gekommen sind. Verschiedene Tierarten lassen sich unterschiedlich gut zähmen. Bei Haustieren ist eine Zähmung der Art gelungen, sodass die Tiere bei ihren Eltern in menschlicher Umgebung aufwachsen. Auch Haustiere können durch weitere Annäherung näher an die Person des Menschen heran gebracht werden.
Gelegentlich wird der Begriff auch auf menschliche Beziehungen angewandt, wie beispielsweise von William Shakespeare in seinem Stück „Der Widerspenstigen Zähmung“ (um 1594). Auch hier geht es unter anderem um die Annäherung an Lebensumstände und -rhythmus einer Person. In der Fabel „Der kleine Prinz“ (1943) von Antoine de Saint-Exupery fordert der Fuchs den Prinzen auf ihn zu bezähmen, um ihn lieben zu lernen.
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