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Yves Bonnefoy

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Yves Bonnefoy (* 24. Juni 1923 in Tours) ist ein französischer Lyriker. Bonnefoy ist Vater von Mathilde Bonnefoy.

Leben

Bonnefoy studierte Mathematik und Philosophie in Tours, Poitiers und Paris. 1944 schloss er sich zunächst den Surrealisten an. Aus der Anfangszeit seines Schaffens stammen die Gedichtbände Douve in Bewegung und reglos, Herrschaft des Gestern: Wüste und Beschriebener Stein, die in Frankreich zwischen 1953 und 1965 veröffentlicht wurden. Sie liegen in deutscher Übersetzung von Friedhelm Kemp vor, ebenso wie sein neuester Gedichtband Die gebogenen Planken.

Bonnefoys Lyrik ist häufig schwer zugänglich, jedes einzelne Gedicht erschließt sich nur in Beziehung zum Gesamtwerk. »Ich schreibe keine Gedichte, insofern das Wort Gedicht ein abgeschlossenes, selbständiges Gebilde bezeichnet«, äußerte Bonnefoy 1972. »Was ich schreibe, sind vielmehr Gesamtheiten, Versammlungen, Zusammenhänge, innerhalb deren jeder einzelne Text nur ein Fragment ist.«

Bonnefoy gilt heute als einer der bedeutendsten französischen Lyriker der Gegenwart.

Er erhielt den »Premio internazionale di poesia ›Gabriele d'Annunzio‹«. 2007 wurde er mit dem Franz-Kafka-Preis der Prager Franz-Kafka-Gesellschaft ausgezeichnet.

Werke (Auswahl)

  • L'encore aveugle – Der noch Blinde, Gedichte (französisch/deutsch), 1999. ISBN 3-89086-793-6
  • Les planches courbes - Die gebogenen Planken, Gedichte (französisch/deutsch, 2004. ISBN 978-3-608-93657-5

Weblinks

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