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Yuri Manin

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Yuri Manin (russisch Юрий Иванович Манин/ Juri Iwanowitsch Manin; * 16. Februar 1937 in Simferopol, heute Ukraine) ist Mathematiker und emeritiertes wissenschaftliches Mitglied und Direktor am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Zahlentheorie, Diophantische Geometrie, Mathematische Physik und Algebraische Geometrie.

1960 promovierte er bei Igor Shafarevich am Steklow-Institut für Mathematik in Moskau.

In den 1960er Jahren bewies er die Mordell-Vermutung für Funktionenkörper. Er schrieb ein Buch über kubische Flächen und Formen ("Cubic Forms") und zeigte die Rolle der Brauergruppe in Abweichungen von Helmut Hasses Lokal-Global-Prinzip auf. Er arbeitete auch über Modulformen in der Zahlentheorie (p-adische Modulformen).

Von ihm stammt das Wort "Motiv" in der algebraischen Geometrie, das aus Unterhaltungen mit Alexander Grothendieck entstand.

Der Gauss-Manin-Zusammenhang (Gauss-Manin-connection) ist nach ihm benannt, und beschreibt einen Vektorbündel auf Familien von algebraischen Varietäten, mit dem Parameterraum, der diese Familien klassifiziert, als Basis. Im Fall elliptischer Kurven ist der Basisraum ein Gerade, die Kohomologiegruppen sind durch die Perioden der elliptischen Funktion gegeben und die Gauss-Manin connection wird zu einer Differentialgleichung 2.Ordnung (Picard-Fuchs Differentialgleichung) für die Perioden.

Ab den 1980er Jahren beschäftigte er sich zunehmend mit Mathematischer Physik, und ihrer Verbindungen zur algebraischen Geometrie (Eichtheorien, Instantonen, Mirror-Symmetrie, Supersymmetrie, nicht-kommutative Geometrie, string Theorie u.a.). Er arbeitete auch über Quanteninformationstheorie.

Zu seinen Schülern zählen Vladimir Drinfeld, Victor Kolyvagin, Alexander Beilinson.

Preise und Auszeichnungen

Literatur

  • Manin Selected works with commentary, world scientific 1996 (Kommentar von Manin)
  • Manin Rational points of algebraic curves over function fields, AMS translations 1966 (Mordell Vermutung Funktionenkörper)
  • Manin Algebraic topology of algebraic varieties, Russian Mathematical Surveys 1965
  • Manin Modular forms and Number Theory, International Congress of Mathematicians, Helsinki 1978
  • Manin Frobenius manifolds, quantum cohomology and moduli spaces, AMS 1999
  • Manin Topics in non commutative geometry, 1991
  • Manin Gauge field theory and complex geometry, Springer 1988 (Grundlehren)
  • Israel Gelfand, Manin Homological algebra 1994
  • Manin Cubic forms 1986
  • Manin Mathematics and physics, Birkhäuser 1981
  • Manin New dimensions in geometry, in Arbeitstagung Bonn 1984, Lectures Notes in Mathematics Bd.1111, Springer Verlag

Weblinks

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