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Yu-Gi-Oh!

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Yu-Gi-Oh! (jap. 遊☆戯☆王 yū☆gi☆ō; dt. „König der Spiele“) ist eine erstmals 1996 veröffentlichte Manga-Serie des japanischen Zeichners Kazuki Takahashi, die auch als Anime umgesetzt wurde und zu dem etliche Merchandising-Produkte, darunter ein sehr erfolgreiches Sammelkartenspiel, vertrieben werden.

Die Geschichte, die sich der Shōnen-Gattung zuordnen lässt, handelt von dem sechzehnjährigen Schüler Yugi, der mit dem Zusammenbau eines ägyptischen Puzzels den Geist eines Pharaos freisetzt. Gemeinsam mit diesem muss er in verschiedenen Kämpfen die Welt vor dem Untergang bewahren. Zur Seite stehen ihm dabei seine Freunde Joey, Tristan und Tea.

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlichungen

Der Manga wurde in Japan von September 1996 bis März 2004 in Einzelkapiteln im auflagenstarken Manga-Magazin Shōnen Jump veröffentlicht, in dem zur selben Zeit unter anderem auch Eiichiro Odas One Piece und Masashi Kishimotos Naruto veröffentlicht wurden. Der Shūeisha-Verlag brachte diese Einzelkapitel ab März 1997 auch in Sammelbänden heraus, von denen insgesamt 38 Bände erschienen sind. Unter dem Titel Yu-Gi-Oh R (遊☆戯☆王R) erscheint seit Juni 2004 im V Jump, einem Schwestermagazin des Shōnen Jump, eine Nachfolgeserie des Mangas. Diese hat einen anderen Handlungsverlauf und wird nicht von Takahashi gezeichnet, sondern von Akira Itō.

Der Yu-Gi-Oh!-Manga wurde auch in Nordamerika, Finnland, Norwegen, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Portugal und Schweden veröffentlicht. Auf Deutsch erschien der Comic ab September 2002 im Manga-Magazin Banzai!, einer deutschen Fassung des Shōnen Jump, bei Carlsen Comics. Carlsen brachte gleichzeitig die Sammelbände heraus. Im Januar 2005 nahm man Yu-Gi-Oh! aus dem Banzai!-Magazin heraus, um die Sammelbände schneller publizieren zu können, ohne auf die langsamere Veröffentlichung im Banzai! zu warten. Bislang sind 26 der 38 Bände erschienen.


Handlung

Der sechzehnjährige, japanische Schüler Yugi Muto erhält ein altes ägyptisches Puzzle, das niemand zusammensetzen kann und versucht es zu lösen. Das verändert sein ganzes Leben, denn als er das Millieniumspuzzle zusammensetzt, weckt er den Geist des alten Pharaos Yami Yugi, der daraufhin von ihm Besitz ergreift und Yugi mit seinem Geist erfüllt. Mit Hilfe des Kartenspiels Duel Monsters versuchen Yugi und Yami Yugi, das verlorene Gedächtnis des Pharaos wiederherzustellen.

Viele böse Mächte sind hinter dem Millenniumspuzzle und seiner Macht her. Gemeinsam mit seinen Freunden Katsuya Jonouchi, Anzu Mazaki und Hiroto Honda tritt er gegen diese in Duel Monsters an.

Charaktere

Zuerst werden die Namen laut deutschen Manga angegeben, der sich nach den japanischen Originalnamen richtet, aber in westlicher Namensreihenfolge (Rufname vor Familienname). Hinter dem Schrägstrich werden die Namen in der deutschen Animefassung angeführt, die sich nach den US-amerikanischen richten.

  • Yugi Mutô (武藤 遊戯 Mutō Yūgi) / Yugi Muto ist für sein Alter (16 Jahre) sehr klein und wird deshalb sehr oft von anderen gehänselt. Er ist immer freundlich und hilfsbereit und er kann mit Yami Yugi durch das Millenniumspuzzle Verbindung aufnehmen. Sein Vater ist immer auf der Suche nach Abenteuern.

Synchronsprecher:Konrad Bösherz


  • Yami Yugi (闇遊戯 Yami Yūgi) / Yami Yugi ist ein ca. 3000 Jahre alter Pharao der 18. Dynastie (4Kids und deren Lizenznehmer geben das Alter mit 5000 Jahren wieder). Er ist sehr geheimnisvoll und sein Geist lebt im Inneren von Yugis Millenniumspuzzle. In der ersten in Deutschland veröffentlichten Staffel wird am Ende sein Name, Yami (zu Deutsch: "Finsternis/Dunkelheit"), preisgegeben. In der "Doom"-Staffel wird er schlicht Pharao genannt. Im späteren Verlauf des Animes wird sein wahrer Name, Atemu (Atem ausgesprochen), enthüllt.

Synchronsprecher:Sebastian Schulz


  • Sugoroku Mutô (武藤 双六 Mutō Sugoroku) / Solomon Muto ist Yugis Großvater und Besitzer eines Spieleladens. Ihm gehörte der vierte „Weiße Drache mit eiskaltem Blick“ bis Seto Kaiba ihn nach einem Duell zerriss.

Synchronsprecher:Peter Groeger


  • Seto Kaiba (海馬 瀬人 Kaiba Seto) ist der Besitzer einer ganzen Spielefirma, der Kaiba Corporation, und einer von Yugis Erzfeinden. Sein Bruder Mokuba hält immer zu ihm. Er war der ungeschlagene Meister in Duel Monsters, bis Yugi ihn besiegte. Seto und Mokuba haben einen Autounfall überlebt, wobei ihre Eltern starben. Der große Besitz ihrer Eltern, den sie erben sollten, wurde ihnen von ihren Verwandten weggenommen. Sie wurden als Waisenkinder von Gozaburo Kaiba, dem weltbesten Schachspieler, adoptiert, weil dieser von Seto geschlagen wurde. Seitdem trägt Seto Kaiba auch den Titel "Schachweltmeister". Seto hat unter anderem die drei legendären "Weißen Drachen mit eiskaltem Blick" in seinem Deck. In der ersten Serie hat er versucht Yugi und seine Freunde mit dem Projekt Death T zu töten.

Synchronsprecher:Gerrit Schmidt-Foß


  • Katsuya Jonouchi (城之内 克也 Jōnouchi Katsuya) / Joey Wheeler ist Yugis bester Freund und inzwischen ein sehr guter Duellant. Er sorgt sich vor allem um seine Schwester Shizuka Kawai (Serenity Wheeler) – Kawai ist der Mädchenname ihrer Mutter, bei der sie getrennt lebt –, die an einer Augenkrankheit leidet.

Synchronsprecher:Robin Kahnmeyer


  • Anzu Mazaki (真崎 杏子 Mazaki Anzu) / Téa Gardner ist die beste Freundin von Yugi. Nach der Schule möchte sie nach New York um dort tanzen zu lernen.

Synchronsprecher:Rubina Kuraoka


  • Hiroto Honda (本田 ヒロト Honda Hiroto) / Tristan Taylor ist ein Freund von Yugi. Früher hat er mit Joey Yugi gehänselt. Das änderte sich, als dieser die beiden in einer Schlägerei mit dem Hausmeister ihrer Schule unter Einsatz seines Lebens gerettet hat.

Synchronsprecher:Kim Hasper


  • Marik Ishtar (マリク・イシュタール) ist eigentlich ein Grabwächter des Pharaos. Jedoch brachte der Wunsch danach, die Außenwelt anstatt seiner unterirdischen Heimat zu sehen, und der Zorn seines Vaters darüber seine dunkle Seite hervor, bekannt als Yami Marik. Yami Marik schickte seinen Vater mit dem Millenniumsstab ins Reich der Schatten, jedoch konnte Rishid (Odion) ihn davon abhalten, noch mehr dorthin zu schicken. Da der Junge am selben Tage Shadi begegnete, glaubt er, der Pharao hätte seinen Vater getötet und seitdem sinnt er auf Rache. Er will die Götterkarten in seinen Besitz bringen, um so den Pharao töten zu können und so selbst Pharao, also Weltherrscher zu werden. Seine ältere Schwester Isis Ishtar (Ishizu Ishtar) ist im Besitz der Millenniumskette. Yami Marik wird dann zum Vorschein kommen, wenn Odion einmal nicht mehr ist. Da aber Marik mittlerweile nicht mehr von ihm unterdrückt wird ist das sehr, sehr unwahrscheinlich.

Synchronsprecher:Charles Rettinghaus / Hannes Maurer (Kind)


  • Ryou Bakura (獏良 了 Bakura Ryō) / Ryou selbst ist ein Freund von Yugi. Allerdings ist er im Besitz des Millenniumrings, dessen böser Geist (Yami Bakura), ein ca. 3000 (5000 in der 4Kids Fassung) Jahre alter Grabräuber, immer wieder von ihm Besitz ergreift. Dieser Geist will alle Millenniumsgegenstände an sich reißen, um die Weltherrschaft zu erlangen. Aus seiner Familie ist nur bekannt, dass er eine Schwester namens Amane hatte, die bei einem Autounfall ums leben kam. Ryou schreibt ihr dennoch regelmäßig Briefe als wäre sie noch am leben. Sein Vater ist Archäologe. Er hat den Millenniumsring auf einem ägyptischen Basar erstanden und später seinem Sohn geschenkt.

Synchronsprecher:Constantin von Jascheroff


  • Noah Kaiba (海馬 乃亜 Kaiba Noa) kommt nicht im Manga vor. Noah ist der böse Stiefbruder von Seto Kaiba und Mokuba und somit der richtige Sohn von Gozaburo Kaiba. Er hilft den Big 5 von der Kaiba Corp. aus der virtuellen Welt zu entkommen, in der Kaiba sie eingesperrt hatte, nachdem sie die Übernahme der Firma geplant hatten. Die Kaiba-Brüder kennen ihn anfangs nicht, da er noch vor ihrer Adoption bei einem Unfall verstorben ist. Gozaburo rettete seinen Geist nach dem Unfall in die virtuelle Welt, wo sein Vater ihn aber mehr und mehr vergessen und vernachlässigt hat.

Synchronsprecher:Marek Harloff


  • Mokuba Kaiba (海馬 モクバ Kaiba Mokuba) ist der kleine Bruder von Seto Kaiba. Mokuba versteht sich im Gegensatz zu seinem Bruder gut mit Yugi und hilft ihm auch manchmal. Er ist auch der Vizepräsident der Kaiba Corporation.

Synchronsprecher:Ricardo Richter / Diana Borgwardt


  • Mai Kujaku (孔雀 舞 Kujaku Mai) / Mai Valentine eine sehr starke und intelligente Duellantin mit ihrem Harpyien- und Amazonen-Deck. Es hat jedoch meistens den Anschein, dass Mai in Joey verliebt ist, dies aber nicht zugeben will. Sie ist immer der Meinung, dass sie alleine klar kommt und nicht auf die Hilfe ihrer Freunde angewiesen ist. In der 4. Staffel stellt sie sich sogar auf die Seite von Dartz, um wirkliche Macht zu besitzen und unschlagbar zu sein, und will Joey seine Seele nehmen.

Synchronsprecher:Irina von Bentheim


  • Shadi - Shadi ist der Wächter der Millenniumsgegenstände. Der Name Shadi wird im deutschen Manga verwendet. Er ist ein Geist, da Bakura seinerzeit Shadis Körper zerstört hat.

Synchronsprecher:Bernd Vollbrecht


  • Pegasus J. Crawford / Maximillion Pegasus ist der Erfinder von Duel Monsters. Er veranstaltete das Turnier im Königreich der Duellanten, weil er alle Millenniumsgegenstände haben wollte um seine geliebte Verlobte Cecelia wieder zu beleben. Sein Millenniumsauge ist sein wertvollster Besitz. Durch diesen Gegenstand kann er die Gedanken anderer lesen und Seelen in Karten einsperren. Er verliert das Millenniumsauge in einem Spiel der Schatten gegen den Geist des Millenniumsrings (Bakura in der Serie).

Synchronsprecher:Till Hagen


  • Dartz ist einer von Yugis mächtigsten Feinden. Er ist der Anführer einer dunklen Bande, der Doom Organisation (zu der unter anderem Alister, Rafael und Valon gehören). Er möchte mit Hilfe von einem Supermonster (deutsch: Leviathan) die Bevölkerung auslöschen und eine zivilisiertere Welt erschaffen. Seine Macht bezieht er aus dem Siegel von Orichalcos und raubt starken Duellanten ihre Seelen. Dartz braucht die Seele von Yami Yugi, um seinen Plan in die Tat umzusetzen, doch dort scheitert er. Vor etwa 10 000 Jahren war er der König von Atlantis. Eines Tages tauchten dort Fragmente des Orichalcos-Meteors auf und verwandelten die Bewohner von Atlantis in Monster. Daran sollte man angeblich sehen, welcher Mensch gut und welcher böse ist. Auch die Frau von Dartz verwandelte sich, und Orichalcos übernahm die Kontrolle über den König von Atlantis, wodurch dieser böse wurde.
    Vater: Eisenherz; Tochter: Chris; Ehefrau: Iona. (Dartz kommt, wie Noah Kaiba, nicht im Manga vor)

Synchronsprecher:Björn Schalla


  • Pharao Atem/Atemu ist derjenige, der die Welt immer und immer wieder rettet. Er ist der König der Spiele, seitdem er das Königreich der Duellanten gewonnen hat. Bevor er seine ewige Ruhe finden kann, muss er in einem Duell geschlagen werden. Eine Aufgabe die Yugi übernimmt um zu beweisen, dass er stark genug ist um auf eigenen Beinen zu stehen.

Synchronsprecher:Sebastian Schulz


  • Hasan ist der Beschützer des Pharao Atemu und besitzt einen Schutzumhang. In Wirklichkeit ist Hasan aber Shadi.

Die Millenniumsartefakte

Es gibt insgesamt sieben Millenniumsartefakte – das Puzzle, den Stab, die Kette, den Ring, das Auge, den Schlüssel (Ankh) und die Waage – alle mit verschiedenen Eigenschaften. Im Kinofilm taucht ein achter Gegenstand auf, die Pyramide des Lichts. Sie gehört Anubis, dem Totengott. Als das Millenniumspuzzle zusammengesetzt wurde, wurde sie aktiviert. Sie wird allerdings am Ende des Films zerstört.

  • Das Millenniumspuzzle muss, bevor es seine Macht entfalten kann, erst zusammengebaut werden. Es hat die Form einer umgedrehten Pyramide. Es gehört Yugi Muto, der es von seinem Großvater bekam. Wer das Puzzle besitzt, hat die Macht, einen Geist von bösen Gedanken zu befreien und jemandem die Wahrheit vor Augen zu führen. Früher zu Zeiten von Atem hatte der Pharao die Macht die Ägyptischen Götter zu rufen.
  • Mit dem Millenniumstab kann man den Geist von Menschen kontrollieren, soweit der Besessene sich nicht unglaublich stark gegen den Einfluss wehrt. Der Stab gehört Marik Ishtar, der ihn seinem Vater gestohlen hat, als er zum ersten Mal vom Bösen besessen war. Er überlässt ihn am Ende des Turniers Yugi. Im alten Ägypten war der Priester Seto sein Besitzer.
  • Mit der Millenniumskette hat ihr Besitzer die Macht in die Zukunft und Vergangenheit zu blicken. Am Anfang gehört sie Isis Ishtar / Ishizu Ishtar, Mariks Schwester, doch später überlässt sie sie Yugi. Im alten Ägypten besaß sie als Priesterin Isis die Kette.
  • Der Besitzer des Millenniumsrings kann in die Seele eines beliebigen Menschen sehen und dort sogar die geheimsten Wünsche und Ängste aufspüren. Er besitzt die Fähigkeit andere Millenniumsgegenstände zu finden. Im Ring wohnt ein mächtiger Geist, der über seinen Besitzer die Kontrolle ergreifen und auch mit der Kraft des Rings Seelen in Dinge bannen kann. Der Ring gehört Bakura. Im alten Ägypten war der mächtige Magier/Priester Mahad(o) sein Besitzer.
  • Mit dem Millenniumsauge hat man die Macht, die Gedanken von Leuten in seiner Nähe zu lesen. Außerdem kann man mit ihm Seelen von Menschen in Duel-Monsters-Karten und Steintafeln einsperren. Der Besitzer des Auges muss es an Stelle seines eigenen Auges einsetzen, um es benutzen zu können. Das Auge gehört Pegasus J. Crawford / Maximilian Pegasus, bis der Geist des Millenniumsrings es bei einem Schattenduell gewinnt. Im alten Ägypten war Priester Akunadin der Besitzer des Auges.
  • Der Millenniumsschlüssel (oder Ankh) lässt seinen Besitzer in den "Raum im Herzen" von Menschen eindringen und kann diesen beliebig verändern und so den Menschen kontrollieren. Er gehört Schah Dee (Shadi), dem Wächter der Millenniumsartefakte. Im alten Ägypten war Priester Shada sein Besitzer.
  • Die Millenniumswaage kann das Böse und Gute in Menschen aufspüren. Sie gehört ebenfalls Shadi. Im Manga richtet Shadi mit ihr über Personen folgendermaßen: auf die eine Seite der Waage kommt das (unsichtbare) Herz der bösen Person, auf die andere Seite die "Feder der Wahrheit". Dann stellt Shadi (Schah Dee) drei Fragen. Die Person, über die gerichtet wird, muss alle Fragen wahr beantworten, da ihre Seele sonst vom krokodilähnlichen Seelenfresser Ammit verspeist wird. Im alten Ägypten war Priester Karim sein Besitzer und konnte Monster damit fusionieren (miteinander verschmelzen).
    Hier treten wieder Parallelen mit der ägyptischen Mythologie hervor, denn auch dort glaubte man daran, dass nach dem Tode, bevor man ins Jenseits einkehren durfte, das Herz des Verstorbenen gegen die Feder der Maat aufgewogen wurde (vgl. auch mit dem Ägyptischen Totenbuch).

Verfilmungen

Von April bis Oktober 1998 lief auf dem japanischen Fernsehsender TV Asahi eine von Toei Animation produzierte, 27 Episoden umfassende Anime-Serie auf Basis des Mangas. Diese handelt, wie auch der Beginn der Manga-Serie, vom Leben von Yugi und seinen Freunden an der Schule. Das Kartenspiel Duel Monsters nahm hier noch keine wichtige Stellung ein. Diese Serie wurde bisher nur in Japan ausgestrahlt.

Unter dem Titel Yu-Gi-Oh Duel Monsters (遊戯王 デュエルモンスターズ) strahlte TV Tokyo von April 2000 bis September 2004 eine Nachfolge-Serie aus, die von anderen Sprechern synchronisiert wurde. Während Megumi Ogata die Rollen von Yami Yugi und Yugi Muto in der ersten Serie sprach, übernahm diese Rolle ab der zweiten Serie Shunsuke Kazama. Yu-Gi-Oh Duel Monsters beschäftigt sich in ihren 224 Episoden, die oft in sechs Staffeln unterteilt werden, hauptsächlich mit Duel Monsters. 4Kids Entertainment importierte sie als Yu-Gi-Oh! in die USA und nahm einige Änderungen vor, um sie für ein amerikanisches Publikum zugänglicher zu machen. So amerikanisierte man die Namen, entfernte religiöse Symbole und Gewaltszenen sowie sexuelle Anspielungen. Auch Dialoge wurden verändert. RTL 2 strahlte die US-amerikanische Version ab März 2003 in Deutschland aus. Yami Yugi und Yugi Muto wurden in der deutschen Version von zwei unterschiedlichen Personen synchronisiert, Yugi Muto von Konrad Bösherz und Yami Yugi von Sebastian Schulz.

Ab März 2006 erschien die zwölfteilige Serie Yu-Gi-Oh Capsule Monsters (遊戯王カプセルモンスターズ). RTL II strahlte sie als siebte Staffel der zweiten Serie aus. Seit Oktober 2004 wird auf TV Tokyo Yu-Gi-Oh! GX ausgestrahlt, eine Nachfolgeserie von Yu-Gi-Oh Duel Monsters, die seit Februar 2006 auch im deutschen Fernsehen zu sehen ist. Yu-Gi-Oh! GX spielt zehn Jahre nach der Handlung von Yu-Gi-Oh Duel Monsters und führt einen neuen Hauptcharakter ein, Jaden Yuki. Die Handlung dieser Serie spielt sich fast ausschließlich an einer von Seto Kaiba gegründeten Duellakademie ab.

Handlung von Yu-Gi-Oh Duel Monsters

1. Staffel: Duelist Kingdom

Die 1. Staffel der 2. Serie handelt vom Königreich der Duellanten, ein von Maximilian Pegasus veranstaltetes Turnier. Indem er mit seinem Millenniumsauge die Seele von Yugis Großvater stiehlt, zwingt er Yugi, daran teilzunehmen; gewinnt Yugi, gibt Pegasus die Seele wieder frei. Das Turnier ist ein Vorwand, um an Yugis Millenniumspuzzle heranzukommen. Denn der, der alle Millenniumsgegenstände besitzt, soll große Macht erlangen; später erfährt man jedoch, dass Pegasus mit den Gegenständen nur seine verstorbene Frau (US:Cecilia Pegasus) wiederbeleben will. Im Endspiel gegen Pegasus ist letztendlich Yugi siegreich und wird zum König der Spiele ernannt. Gegen Ende der Staffel wird Pegasus von Yami Bakura noch seines Millenniumsauges beraubt. Die erste Staffel hat noch drei kurze Anhänge: Im ersten Anhang wird Rebecca Hawkins (jap.: Rebecca Hopkins) vorgestellt. Im zweiten Anhang, "Virtuelle Welten", wird Kaiba vom Vorstand seiner eigenen Firma in eine virtuelle Welt entführt. Yugi, Joey und Mokuba können ihn befreien und die "Fünf Götterdrachen" des Vorstands besiegen. Dadurch werden die 5 Mitglieder des Vorstands ihrerseits in die virtuelle Welt verbannt. Schließlich dreht sich der dritte Anhang um das Würfelspiel "Dungeon Dice Monsters".

2. Staffel: The Battles of Battle City

In der 2. Staffel veranstaltet Seto Kaiba ein Turnier, das Battle City Turnier, mit dem er die „3 Ägyptischen Götterkarten” bekommen will, die Karten der drei mächtigsten ägyptischen Götter. Er selbst bekommt von Ishizu Ishtar die Karte „Obelisk, der Peiniger” (jap.: "God of Obelisk"). Die anderen 2 Karten besitzt ihr Bruder Marik, der sie aus ihren Verstecken gestohlen hat. Die 3 Karten sind die Stärksten im ganzen Spiel, sie sind sogar stärker als die „Exodia”. Später gewinnt Yugi „Slifer, den Himmelsdrachen” (jap.: "God of Osiris") von Marik. Doch Marik besitzt noch die 3. ägyptische Götterkarte "Geflügelter Drache des Ra" (jap.: "God of Ra"). Marik will mit allen Mitteln das Millenniumspuzzle von Yugi bekommen, weil er dadurch Herrscher der Welt werden will. (Zumindest in der 4Kids-Version. Im japanischen Original will Marik den namenlosen Pharao besiegen, um sich zu rächen, da er seine gesamte Kindheit unsinnig als Grabwächter verschwenden und leiden musste.) In der Endrunde wird Mai von Marik ins „Reich der Schatten” verbannt, da sie ihren Kampf mit ihm verloren hat.

3. Staffel: Enter the Shadow Realm

Die 3. Staffel setzt inmitten des Finales des Battle City Turniers ein. Das Luftschiff, mit dem die Finalisten reisen, wird auf einer schwimmenden Festung durch Noah Kaiba zum Landen gebracht. Yugi, Kaiba sowie Yugis Freunde werden von den Big 5, dem ehemaligen Vorstand der Kaiba Corp., in eine virtuelle Welt verbannt. Dort müssen sie alle einzeln gegen die Big 5 in Duel Monsters antreten, weil diese deren Körper haben wollen um, wieder in die reale Welt zu gelangen. Es stellt sich heraus, dass Noah der lange verstorbene Stiefbruder von Kaiba ist, der sich an diesem rächen will. Später erscheint auch noch Gozaburo Kaiba, der Stiefvater von Seto und leibliche Vater von Noah. Am Ende können alle dank Noahs Hilfe entkommen und mit dem Luftschiff fliehen. Nun beginnt erst das Finale des Battle City Turniers, in dem auch Joeys Seele von Marik ins "Reich der Schatten" verbannt wird. Doch im finalen Duell kann der Pharao Mariks böse Seite besiegen und seine gute Seite retten, wodurch alle gefangenen Seelen wieder frei sind.

4. Staffel: Waking the Dragons

Die 4. Staffel setzt nach dem Ende der dritten Staffel ein. In dieser Staffel geht es um einen mysteriösen Bösewicht namens Dartz, der durch die Seelen starker Duellanten, die er mithilfe einer mächtigen Duel-Monsters-Karte (Siegel von Orichalcos) "sammelt", die große Bestie Leviathan wieder auferstehen lassen und mit ihr die Welt zerstören will. Dazu übernimmt er sogar die Kaiba Corporation. Um seinen Plan zu verwirklichen, will er Yami Yugi in einem Duell die Seele rauben. Nach vielen Duellen, in denen viele, darunter auch der kleine Yugi, der Seele beraubt werden, ist der große Leviathan fast auferstanden, nur noch die Seelen von Kaiba und Yami Yugi fehlen. In einem letzten Duell will Dartz, der Anführer der Doom (jap.: Doma) Organisation, die Seelen beider stehlen. Kaiba scheitert im Duell und verliert seine Seele. Doch schließlich kann Yami Yugi Dartz besiegen und alle gefangenen Seelen wieder freisetzen.

5. Staffel: Grand Championship

Die 5. Staffel („Grand Championship") handelt von einem kurzen Turnier, das Kaiba ausrichtet, um den Ruf seiner Firma wieder zu verbessern. Der Sieger des Turniers hat am Ende die Ehre, gegen Yugi anzutreten. Insgesamt treten die besten Duellanten aus aller Welt an; dazu gehören abgesehen von einigen unbedeutenden Duellanten auch Rebecca Hawkins, Joey und Yugis Großvater. Allerdings schleicht sich einer von Kaibas deutschen Konkurrenten, Siegfried von Schroider, ein und infiziert Kaibas Computersystem mit einem Virus. Ein Junge, den alle für nett hielten, stellt sich als dessen Bruder Leonhart heraus, der das Turnier knapp verliert, Yugi aber helfen kann, den Virus zu stoppen.

6. Staffel: Dawn of the Duel

Die 6. Staffel dreht sich um Yami Yugis Vergangenheit. In Ägypten wird er von Yami Bakura zu einem ultimativen Spiel der Schatten aufgefordert, in dem sich die Ereignisse des alten Ägyptens wiederholen. Nachdem er sein Gedächtnis wiedergefunden hat, erfährt er unter anderem, dass sein richtiger Name Atem(u) lautet. Er zerstört mit Hilfe einer Fusion der drei Göttermonster die Personifizierung des Bösen: Zorc/Yami Bakura. Nach Rückkehr in die Gegenwart muss Atemu in einem letzten Kampf beweisen, dass er und Yugi bereit sind, getrennte Wege zu gehen. In einem zeremoniellen Duell muss Yugi es schaffen, ihn zu besiegen. Durch die Erfahrung, die er dem Pharao zu verdanken hat, gelingt dies Yugi auch. Er erhält den Titel „König der Spiele" und Atemu kehrt in die Ahnenwelt ein. Nach dem Abschied stürzt das Grabmal ein, in dem das Duell stattfand. Die Millenniumsgegenstände fallen in eine Felsspalte. In einem kurzen Epilog beginnt für Yugi das normale Leben. Hier endet Yu-Gi-Oh! (Yu-Gi-Oh! Duel Monsters).

7. Staffel: Capsule Monsters

Die 7. Staffel wurde nach Yu-Gi-Oh! GX im Auftrag von 4Kids Entertainment für die USA produziert und weicht etwas der ursprünglichen Handlung ab. Die Duellanten kämpfen nicht mit Karten sondern mit Monstern, welche in Kapseln eingesperrt sind. In dieser Staffel bekommen auch Tristan und Tea, die sich eigentlich nur im Hintergrund aufhalten, eine tragende Rolle.

Yu-Gi-Oh!: Der Film

"Yu-Gi-Oh! Der Film" geht zurück in das antike Ägypten. Nach dem Ende des Battle City Turniers erwacht tief unter der Sandwüste Ägyptens eine alte Macht. Anubis, vor Jahrhunderten von Yugis mysteriösem zweitem Ich – dem alten Pharao – besiegt, kommt zurück, um Rache zu nehmen. Anubis beschließt Yugi zu vernichten, und die Herrschaft der Welt an sich zu reißen. Mit jedem Duell das Yugi verliert, wird Anubis' Macht gestärkt. Jetzt ist Yugis ganzes Können als Meister des „Duel Monster“ gefordert – schließlich hängt das Schicksal der Erde davon ab.

Computer- und Videospiele

Seit 1999 sind eine ganze Reihe auf Yu-Gi-Oh basierender Videospiele für diverse Plattformen erschienen. Der Hersteller der Spiele ist Konami: (Auswahl)

  • Capsuel Monster JP (Game Boy)
  • Forbidden Memories (PlayStation) 1999
  • Duelists of the Roses (PS2) 2001
  • The Falsebound Kingdom (GC) 2002
  • Worldwide Edition (Game Boy Advance)
  • Dungeon Dice Monsters (Game Boy Advance)
  • Power of Chaos: Yugi The Destiny (PC) 2003
  • Power of Chaos: Kaiba The Revenge (PC) (Fortsetzung von Yugi The Destiny) 2004
  • Power of Chaos: Joey The Passion (PC) (Dritter Teil der Power of Chaos-Reihe) 2004
  • Das dunkle Duell (GBC)
  • Die heiligen Karten (Game Boy Advance)
  • World Championship Tournament (Game Boy Advance) 2004
  • The Dawn of Destiny (XBox)
  • Reshef of Destruction (GBA) (Fortsetzung von Die heiligen Karten)
  • Yu-Gi-Oh! Online (PC) (Online-Variante des Spiels, spieltechnisch wie die Chaos-Reihe)
  • 7 Trials to Glory - World Championship Tournament 2005 (GBA)
  • Yu-Gi-Oh! Nightmare Troubadour (NDS)
  • Yu-Gi-Oh! Destiny Board Traveler (Game Boy Advance)
  • World Championship Tournament 2006 Ultimate Master Edition (Game Boy Advance)
  • Yu-Gi-Oh! GX - Spirit Caller (NDS) (23. März 2007)
  • Yu-Gi-Oh! GX - Tagforce (PSP) (1. März 2006)

Kartenspiel

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Kartenspieler beim Monsterduell. Hier ein eher ungewöhnliches Mehrspielerspiel.

Eine wichtige Rolle in der Serie spielt ein Sammelkartenspiel, auch Duel Monsters genannte, dass zwar nicht vollkommen identisch ist aber doch in der Realtität existiert.

Das Kartenspiel umfasst mehr als 3000 Karten, die regelmäßig durch sogenannte „Booster-Editions“ (wie Legend Of Blue Eyes White Dragon) (Zusatzpackungen) erweitert werden. Zudem benutzen viele Firmen Yu-Gi-Oh! als Werbemittel, indem sie strenglimitierte Karten drucken lassen, die nur als Beigabe von Spielen oder Zeitschriften erworben werden können.

Die Karten erreichen teilweise hohe Sammlerpreise. Als teuerste Karte gilt „Black Luster Soldier“; sie wurde nur einmal gedruckt und war der Preis für den ersten Platz bei dem Duel Monster I Game Boy Turnier 1999 in Japan. Unter Sammlern kursiert das Gerücht, die Karte hätte in einer Auktion einen Preis von 20.000$ erzielt.

Die Regeln

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Duel zu gewinnen:

  • Man zieht dem Gegner alle Lebenspunkte (Lifepoints) ab
  • Man zwingt den Gegner zum aufgeben
  • Man gewinnt durch einen speziellen Effekt, der auf den entsprechenden Karten aufgedruckt ist, wie zum Beispiel der Effekt der Exodia
  • Der Gegner hat keine Karten mehr im Deck (Kartenstapel)
Das Spielfeld

Das Spielfeld des Yu-Gi-Oh! Trading Card Game besteht aus mehreren Zonen.

  • Die Deckzone: Die Deckzone befindet sich am unteren rechten Rand des Spielfelds. Hier wird das Spieldeck (also der Kartenstapel) verdeckt abgelegt. Er muss mindestens 40 Karten enthalten.
  • Der Friedhof: Der Friedhof befindet sich über der Deckzone am rechten Rand des Spielfelds. Hier werden besiegte oder geopferte Monsterkarten sowie benutzte Zauber- und Fallenkarten offen abgelegt. Er ist für beide Spieler frei einsehbar.
  • Die Zone "Aus dem Spiel entfernt*: Sie befindet sich rechts neben dem Friedhof. Wenn Karten durch Effekte von Zauber-, Fallen- oder Monsterkarten gänzlich aus dem Spiel entfernt werden, werden sie hierhin gelegt. Monster, die aus dem Spiel entfernt wurden, können durch Karten wie "Rückkehr aus einer anderen Dimension" zurückgeholt werden.
  • Die Monsterkartenzone: Sie befindet sich links neben dem Friedhof und kann höchstens fünf Monsterkarten beinhalten. Hier werden ausgespielte Monsterkarten abgelegt. Befinden sich Monster im Angriffsmodus, liegen sie senkrecht zum Spieler, liegen die Monster im Verteidigungsmodus werden sie waagrecht zum Spieler abgelegt. Sind bereits alle 5 Felder der Monsterkartenzone belegt, können keine weiteren Monster mehr ausgespielt werden.
  • Die Zauber- bzw. Fallenkartenzone: Sie befindet sich unter der Monsterkartenzone und links neben der Deckzone und umfasst ebenfalls fünf Karten. Hier werden Zauber- und Fallenkarten verdeckt gespielt und aufgedeckt bzw. aktiviert. Sind bereits alle Felder der Zauberkartenzone belegt, können keine weiteren Zauber- bzw. Fallenkarten mehr aktiviert oder gesetzt werden.
  • Die Fusionsdeckzone: Die Fusionsdeckzone befindet sich am linken Spielfeldrand neben der Zauberkartenzone. Hier wird das Fusionsdeck verdeckt abgelegt. Es umfasst alle Fusionsmonsterkarten und kann beliebig viele Karten enthalten. Das Fusionsdeck wird bei der Anzahl der Karten des Decks NICHT mitgerechnet. Bei einer Fusionsbeschwörung wählt der betreffende Spieler die entsprechende Fusionsmonsterkarte gezielt aus dem Fusionsdeck aus.
  • Die Feldzauberkartenzone: Diese Zone befindet sich am linken Spielfeldrand über der Fusionsdeckzone. Hier wird eine Feldzauberkarte aktiviert oder gesetzt. Dabei kann immer nur eine Feldzauberkarte auf dem Spielfeld aktiv sein. Hat der Gegner schon eine Feldzauberkarte in seiner Zone und man aktiviert ebenfalls eine solche, so wird die Karte des Gegners vernichtet und auf den Friedhof gelegt.
  • Das Sidedeck: Es befindet sich nicht auf dem Spielfeld und muss (wenn vorhanden) 15 Karten umfassen. Bei einem Matchduell (3 Einzelduelle) kann man zwischen den Duellen Karten zwischen dem Sidedeck und dem eigentlichen Deck austauschen. Nach dem Austausch muss die Anzahl der Karten im Deck und im Sidedeck dieselbe sein wie vor dem Austausch.

Ab Cyberdark Impact (CDIP) wird es von Wichtigkeit sein wo man welches Monster hinlegt (in welche Zone), da einige Monster, Zauber und Fallen ihre Effekte darauf abzielen wo sie liegen. Als Beispiel lässt sich die Fallenkarte "Trapwire (CDIP)" nur aktivieren wenn alle Zonen der Spalte in der die Falle sich befindet, belegt sind. (Quelle: Boosterpack Cyberdark Impact)

Kartentypen

Die verschiedenen Kartentypen haben unterschiedliche Wirkungen und Farben.

Monsterkarten (Monstercards)

  • Normale (gelb)
  • Effekt (orange)
  • Fusion (violett)
  • Ritual (blau)
  • Spirit (orange)1
  • Union (orange)1
  • Toon (orange)1

1 Streng genommen sind diese Monstertypen nur spezielle Effektmonster mit besonderen Regeln.

Zauberkarten (Spellcards)

  • Normale (grün)
  • Dauerhafte (grün, mit "Unendlich"-Symbol am rechten oberen Kartenrand)
  • Ausrüstung (grün, mit "Kreuz"-Symbol am rechten oberen Kartenrand)
  • Ritual (grün, mit "Flamme"-Symbol am rechten oberen Kartenrand)
  • Feld (grün, mit "Stern" bzw. "Windrose"-Symbol am rechten oberen Kartenrand)
  • Schnellzauber (grün, mit "Blitz"-Symbol am rechten oberen Kartenrand)

Fallenkarten (Trapcards)

  • Normale (purpur)
  • Dauerhafte (purpur, mit "Unendlich"-Symbol am rechten oberen Kartenrand)
  • Konter (purpur, mit "Pfeil"-Symbol am rechten oberen Kartenrand)

Das Deck sollte eine ausgewogene Mischung verschiedener Kartentypen enthalten. Dabei darf deren Anzahl minimal 40 Karten betragen. Jede Karte darf höchstens 3-mal im Deck enthalten sein. Dabei muss die Liste der "verbotenen" Karten und "eingeschränkten" Karten beachtet werden, die jedoch nur für Turnieranlässe gilt (privat ist alles erlaubt). Zum Beispiel darf man die Karte "Pot of Greed" (Topf der Gier) aufgrund ihres übermächtigen Effektes nicht mehr in seinem Deck haben, während man die Karte "Exiled Force" (Truppen im Exil) nur einmal, andere zwei- oder dreimal im Deck haben darf. Diese Listen ändern sich aber jedes halbe Jahr (in der Regel). Es gibt auch die mächtigen Götter-Karten, die aber sehr schwierig zu kriegen sind und meist nur dem Tournament Game Boy Advance Spiel (nur beim Amerikanischen World Championship erhältlich!) beigelegt werden - da sie nur als Sammlerstücke gedacht sind, sind sie keine richtigen Yu-Gi-Oh! Karten; die Rückseite hat zum Beispiel eine andere Farbe und die Effekte sind nicht klar auf der Karte festgehalten, weswegen sie auch nicht auf Turnieren zugelassen sind. Sie werden bedauerlicherweise sehr oft gefälscht, weswegen man beim Kauf sehr vorsichtig sein sollte. Echte Götter-Karten sind nur noch daran zu erkennen, dass die Farbe weder zu dunkel noch zu hell ist und dass ihre Schrift scharf und unpixelig ist. Es gibt keine 1.Auflage dieser Karten und sie sind nicht in deutscher Sprache erhältlich (nur in Englisch oder Japanisch). Ihre Namen sind: "Obelisk the Tormentor", "Slifer the Sky Dragon" und "The Winged Dragon of Ra". (deutsch: "Obelisk der Peiniger", "Slifer der Himmelsdrache" und "Der geflügelte Drache des Ra"). Die Rückseiten der Karten sind in den jeweiligen Farben der Monster (Obelisk=Blau; Slifer=Rot; Ra=Gelb) gefärbt. Alle 3 Original Karten haben auf der Rückseite kein KONAMI und kein Yu-Gi-Oh! Logo.

Beschwörungstypen

Es gibt 5 Arten von Monsterbeschwörungen:

  • Normalbeschwörung: Dies ist die gängigste Art der Beschwörung. Man kann genau eine Normalbeschwörung pro Zug ausführen. Als Normalbeschwörung gilt das Rufen eines Monsters in der Main Phase mit 4 oder weniger Sternen, oder das Opfern von einem oder zwei Monstern, um ein Monster mit 5 oder mehr Sternen zu rufen. Dabei gilt: 5 oder 6 Sterne ein Opfer, 7 oder mehr Sterne zwei. Man kann ein Monster entweder aufgedeckt im Angriffsmodus oder verdeckt im Verteidigungsmodus beschwören.
  • Flippbeschwörung: Als Flippbeschwörung bezeichnet man das Umdrehen eines verdeckt, im Verteidigungsmodus liegenden Monsters in den offenen Angriffsmodus. Durch eine Flippbeschwörung werden bei manchen Effektmonstern sogenannte "Flipp-Effekte" ausgelöst. Eine Flippbeschwörung gilt nicht als Normalbeschwörung.
  • Spezialbeschwörung: Die zweithäufigste Beschwörung. Als Spezialbeschwörung gilt das Rufen eines Monsters durch den Effekt einer Zauber-, Fallen- oder Monsterkarte aus der Hand, dem Friedhof oder dem Deck. Man kann beliebig viele Spezialbeschwörungen pro Zug durchführen.
  • Ritualbeschwörung: Als Ritualbeschwörung gilt das Rufen eines Ritualmonsters aus der Hand durch Aktivieren der entsprechenden Ritualzauberkarte. Eine Ritualbeschwörung gilt als Spezialbeschwörung.
  • Fusionsbeschwörung: Als Fusionsbeschwörung gilt das Rufen eines Fusionsmonsters aus dem Fusionsdeck durch Aktivierung der Zauberkarte Polymerisation und anschließendem Opfern der benötigten Fusionsmaterialmonster vom Feld oder aus der Hand. Eine Fusionsbeschwörung gilt als Spezialbeschwörung.
Duellverlauf

Das Duell läuft in mehreren Phasen ab:

  1. Draw Phase: In dieser Phase zieht man eine Karte von seinem Deck.
  2. Standby Phase: In dieser Phase werden manche Effekte von Monstern aktiviert oder Kosten gezahlt (z.B. 100 LP pro Standbyphase).
  3. Main Phase 1: In dieser Phase werden Monster beschworen, Zauberkarten aktiviert und Fallenkarten gesetzt (verdeckt gespielt), außerdem kann man die Position schon liegender Monster verändern. Jeder Spieler kann eine Normalbeschwörung pro Zug durchführen. Fallen- bzw. Zauberkarten können beliebig viele pro Zug aktiviert werden, solange in der Zauberkartenzone genug Platz vorhanden ist.
  4. Battle Phase: In der Battle Phase darf man mit jedem Monster einmal angreifen. Man kann jedes Monster seines Gegners angreifen. Die Schadensberechnung sieht wie folgt aus: In einem Kampf, in dem sich beide Monster im Angriffsmodus befinden, werden die Angriffspunkte des verteidigenden von denen des angreifenden subtrahiert und die Differenz den Lebenspunkten des verteidigenden Spielers abgezogen. Bei einem Angriff auf ein Monster in Verteidigungsposition werden im Normalfall dem verteidigenden Spieler keine Lebenspunkte abgezoge.
  5. Main Phase 2: Diese Phase ist eine Wiederholung der Main Phase, jedoch darf man danach nicht mehr wieder in die Battlephase gehen.Wenn ihr noch kein Monster beschworen habt, könnt ihr dies nun tun.Es können weiterhin Zauberkarten gesetzt oder aktiviert werden und Fallenkarten gesetzt werden.
  6. End Phase: Diese Phase ist der Ende des Zuges. Beide Spieler haben noch einmal die Möglichkeit Schnellzauberkarten oder Fallenkarten zu aktivieren.

Turniere

Es werden auch Turniere und Meisterschaften ausgetragen, zu den sogenannten Premier Events gehören:

  • Deutsche Yu-Gi-Oh!-Meisterschaft
  • Yu-Gi-Oh! Europameisterschaft
  • Pharao Tour
  • Summer Cup
  • Winter Cup

Spezielle Master Collections:

  1. Master Collection 1
  2. Master Collection 2 (aktuell)

In diesen sind zumeist teure und seltene Karten früherer Boosterserien enthalten, so dass auch für wenig Geld spielstarke Karten erworben werden können. Das Erscheinen dieser "Billigversionen" löste starke Kontroversen unter den Yu-Gi-Oh-Spielern aus, da mit einem Schlag einige Karten dramatisch an Wert verloren.

Außerdem konnte man auf den Turnieren die Turnierpacks 1-8 gewinnen. Nach dem 8. Turnierpack wird es keine Turnierpacks mehr geben. Stattdessen werden sogenannte Championpacks (Für Europa noch nicht bestätigt) an Turnieren verteilt. Die Ultra Rares (UR) werden aber nicht mehr so selten sein wie die in den Turnierpacks. Zudem gibt es noch, die nur auf dem asiatischen Markt erschienenen, Premium Packs 1-9. Lediglich Premium Pack 7 wurde unter dem Titel Exclusive Pack 1 in Deutschland veröffentlicht.

Seltenheitsstufen

Man beschreibt die Seltenheit der Karten mit den Stufen Common bis Parallel Rare. Die Abkürzungen für einzelne Seltenheitsstufen sind nicht einheitlich, aber meistens werden sie wie folgt genannt: C = Common, R = Rare, SR = Super Rare, UR = Ultra Rare, UMR = Ultimate Rare, SCR = Secret Rare, PR = Parallel Rare

Zusätzlich haben Karten, die gerade neu erschienen sind, die Aufschrift "LIMITIERTE AUFLAGE" bzw. "LIMITED EDITION" bei Promotions-Karten (ansonsten "1. Auflage" bzw. "1st Edition") und statt eines silbernen Authentizitäts-Hologramms in der Ecke ein goldenes. Dies steigert den Wert einer Karte nochmals, da solche Karten nur begrenzt hergestellt werden und schnell vergriffen sein können.

Sonstiges

Ein nicht unwesentlicher Punkt bei dem Kartenspiel ist der Wert einer Karte: Spielstarke Karten sind häufig als "Super-Rare" oder seltener gestaltet (wobei viele bereits als Commons erschienen sind) und entsprechend wenige existieren davon. Um bei einem Turnier möglichst weit vorne mitzuspielen, werden diese Karten benötigt. Dies führt bei manchen Karten zu Preisen bis zu 50 €, in Extremfällen auch darüber hinaus.

Neben dem Spielen hat auch das Tauschen von Karten einen wesentlichen Anteil im Leben eines Spielers. Um an neue Karten zu gelangen, gibt es 2 Möglichkeiten: Tauschen oder in einem Laden bzw. im Internet kaufen. Der Tauschwert einer Karte richtet sich nach ihrer aktuellen Spielstärke und ihrer Seltenheit, in wenigen Ausnahmen auch nur nach ihrer Seltenheit.

Mit Erscheinen der Starter- und Structure-Decks verloren viele Karten Ihren hohen Tauschwert. Wer diese Karten schon vorher teuer erstanden hatte, lehnte das Erscheinen der billigeren Ausgabe ab; wer sie noch nicht besaß, begrüßte es. Viele YGO-Spieler regen sich darüber auf, dass es jetzt sehr gute Karten in der Seltenheitsstufe "Common" (ohne Merkmale) gab. Einige Karten, die zur Empörung der Profis "commonisiert" wurden: "Ruf der Gejagten", "Schnappstahl", "Verräterische Schwerter" "Brecher, magischer Krieger" und "Kraft der Magie".

Anderes

Am 26. August 2004 lief ein Film im Kino und wurde bald darauf auf DVD veröffentlicht.

Weblinks

Wikipedia
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