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Yongzheng

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Yongzheng, chinesisch 雍正, (* 13. Dezember 1678; † 8. Oktober 1735), Kaiser seit 5. Februar 1723, war der vierte Sohn von Kaiser Kangxi. Gleichwohl rückte er infolge einer Palastintrige zu seinem Nachfolger auf. Seine Amtszeit wurde durch auf extremem Misstrauen gegen seine Umgebung begründete Despotie geprägt. Insbesondere jeden Hinweis auf eine mögliche Usurpation des Drachenthrons ahndete Yongzheng mit unnachsichtiger Härte.

Andererseits gelang es dem Kaiser, durch rigide Sparsamkeit den zerrütteten Staatshaushalt zu sanieren. 1727 schloss er den Vertrag von Kiachta mit Russland, in dem diesem weitreichende Handelsprivilegien zugestanden wurden. 1729 erließ er ein erstes Gesetz zur Eindämmung des Opiumhandels und -verbrauchs.

Obwohl aufrechter Konfuzianer, beschäftigte er sich auch mit verschiedenen Schulen des Buddhismus, insbesondere dem Zen-Buddhismus und dem (tibetisch-mongolischen) Vajrayana. Das seit dem 16. Jahrhundert in China von Missionaren gepredigte Christentum wurde von ihm infolge des Ritenstreits zunehmend bekämpft. Unter seiner Herrschaft entstand auch die berühmte Enzyklopädie "Vollständige Sammlung von Schriften und Bildwerken aus alter und neuer Zeit" (Gujin tushu jicheng).

Verweise

Literatur

  • Wolfram Eberhardt, Geschichte Chinas, Stuttgart 1971
  • Jacques Gernet, Die chinesische Welt, Frankfurt 1997, ISBN 3-518-38005-2
  • Gisela Gottschalk, Chinas große Kaiser, Herrsching 1985, ISBN 3-88199-229-4
  • Jonathan D. Spence, Chinas Weg in die Moderne, München 2001, ISBN 3-446-16284-4


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