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Rangun
Aus Kefk.
| Rangun | |
|---|---|
| Bild:Yangon View South.jpg | |
| Basisdaten | |
| Division: | Rangun |
| Geographische Lage: | Koordinaten: 16° 47' N 96° 09' O16° 47' N 96° 09' O |
| Höhe: | 15 m ü. NN |
| Fläche: | 576 km² |
| Einwohner: | 4.477.638 (Stand 1. Januar 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 7.774 Einwohner/km² |
| Telefonvorwahl: | 0095 (Land), 1 (Stadt) |
| Stadtgliederung: | 4 Bezirke, 32 Stadtteile |
| Webseite: | www.yangoncity.com.mm/ |
| Politik | |
| Bürgermeister | Aung Thein Lynn |
Rangun (offiziell Yangon [jaŋˈgʊn], englisch Rangoon) war die Hauptstadt von Myanmar (Birma) und ist mit 4.477.638 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 5.990.318 in der Agglomeration (Stand 1. Januar 2005) die größte Stadt des Landes, um die sich auch die meiste Industrie konzentriert. Seit November 2005 ist Pyinmana Naypyidaw Regierungssitz und Hauptstadt Myanmars.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Geographische Lage
Rangun liegt im Süden des Landes am Ostrand des Irrawaddydeltas in der Nähe des Golfes von Martaban, einem Meeresarm des Andamanischen Meeres, durchschnittlich 15 Meter über dem Meeresspiegel. Die geografischen Koordinaten sind 16,47 Grad nördlicher Breite und 96,09 Grad östlicher Länge.
Stadtgliederung
Rangun gliedert sich in vier Bezirke und 32 Stadtteile:
- Western District (Innenstadt): Ahlone Township, Bahan Township, Dagon Township, Kyauktada Township, Kyeemyintdine Township, Lanmadaw Township, Latha Township, Pabedan Township, Sanchaung Township und Seikkan Township
- Eastern District: Dagon Seikkan Township, East Dagon Township, North Dagon Township, North Okkalapa Township, South Dagon Township, South Okkalapa Township, Thingangyun Township und Botahtaung Township
- Northern District: Hlaing Township, Hlaingthaya Township, Insein Township, Kamayut Township, Mayangone Township, Mingaladone Township, Pazundaung Township und Shwepyitha Township
- Southern District: Dala Township, Dawbon Township, Mingalataungnyunt Township, Thaketa Township, Tamwe Township, Yankin Township und Seikkyi Kanaungto Township
Klima
Die Stadt befindet sich in der tropischen Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 27,5 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge im Mittel 2617 Millimeter.
Die durchschnittliche Temperatur liegt das ganze Jahr über bei 25,0 bis 30,3 Grad Celsius. Der wärmste Monat ist der April mit 30,3 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 25,0 Grad Celsisus.
Hauptregenzeit ist zwischen Mai und Oktober. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit 582 Millimetern, der wenigste im Januar mit drei Millimetern.
Geschichte
Historischer Überblick
Bis 1755 hieß die Stadt Dagon und gehörte zum Reich der Mon. Ihre Ursprünge gehen auf das 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Nach der Unterwerfung aller Städte der Mon durch den birmanischen König Alaungphaya erhob dieser das Städtchen im Jahre 1755 zur Hauptstadt des birmanischen Reichs. Er benannte es um in Yangon, was übersetzt 'Ende des Streits' bedeutet.
Im Jahre 1824 wurde Rangun von Großbritannien erobert, das zwei Jahre später seinen Herrschaftsanspruch wieder abtrat. Die Stadt entwickelte sich ab Ende des 19. Jahrhunderts zu einer modernen Gemeinde, nachdem sie nach dem zweiten britisch-birmanischen Krieg 1852 erneut unter britische Herrschaft gekommen war.
Im Jahre 1930 wurde Rangun durch ein Erdbeben und die nachfolgende Flutwelle weitgehend zerstört. Am 8. März 1942 wurde die Stadt im Verlauf des Zweiten Weltkrieges von japanischen Truppen besetzt. Als Birma 1948 die Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte, wurde Rangun Hauptstadt des Landes.
Am 7. November 2005 gab Informationsminister General Kyaw Hsan bekannt, dass am Vortag damit begonnen wurde, alle Ministerien und sonstigen Regierungsbehörden aus Rangun nach Pyinmana zu verlegen, und Pyinmana somit ab Dezember 2005 der neue Regierungssitz des Landes sein würde.
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
In der Stadt befinden sich das Nationalmuseum für Kunst und Archäologie, die Nationalbibliothek und die Weltfriedens-Pagode, die 1952 zu Ehren des 2500-sten Todestages Buddhas erbaut wurde.
Das wohl bemerkenswerteste Denkmal der Stadt ist die große Shwedagon-Pagode, ein alter buddhistischer Schrein, der 98 Meter hoch und mit Blattgold überzogen ist. Die ältesten Teile der Pagode stammen, gemäß der Überlieferung, aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Seit 1564 wurde die Pagode durch acht Erdbeben immer wieder beschädigt. Während eines Bebens im Jahr 1786 stürzte der gesamte obere Teil ab. Die heutige Höhe und Form gehen auf die darauf folgenden Renovierungen zurück. Zuletzt verursachte ein Brand im Jahr 1931 schwere Schäden.
Die gut 40 Meter hohe Sule-Pagode, die auch Kyaik Athok heißt, soll bereits seit 253 v. Chr. existieren, als die Mönche Sona und Uttara unter anderem zehn Haare Buddhas vom dritten buddhistischen Konzil mitbrachten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Rangun ist der wichtigste Seehafen Myanmars. Um die Stadt ist der größte Teil der Industrie angesiedelt. Haupterzeugnisse sind Nahrungsmittel, pharmazeutische Artikel und bedruckte Stoffe. Vor allem der Tourismus, aber auch der Schiffbau und die Schiffsreparaturindustrie sowie die Erdölraffinerien, sind von großer Bedeutung für die Wirtschaft.
Flughafen
Rangun verfügt über einen internationalen Flughafen. Der Yangon International Airport (IATA-Code RGN) befindet sich rund 19 km nördlich des Stadtzentrums im Vorort Mingaladon. Da der Flughafen international üblichen Standards nur bedingt gerecht wurde, begannen im Jahr 2003 umfangreiche Arbeiten zur Erweiterung des Airports und seiner Infrastruktur. Hierzu zählen die Verlängerung der bisher einzigen Landebahn sowie ein großzügig bemessenes neues Terminalgebäude. Nach Abschluss der Maßnahme im Jahr 2006 kann Yangon International auch von Großraumjets wie der Boeing 747 angeflogen werden und wird über eine geschätzte Kapazität von etwa 2,7 Millionen Fluggästen pro Jahr verfügen.
Bildung
In Rangun befinden sich eine im Jahre 1920 eröffnete Universität, die staatlichen Hochschulen der Schönen Künste, der Musik und des Schauspiels.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Nick Drake, englischer Folkmusiker
- Abraham Sofaer, britischer Schauspieler
- James Wilby, englischer Schauspieler
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