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Yamasee

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Die Yamasee waren ein Indianer-Stamm im südlichen Küstenland von Georgia (USA), dessen Überlebende nach dem Yamasee-Krieg (1715) nach Florida flohen und im Volk der Seminolen aufgingen.

Die Engländer, welche die nördlichen Teile der Ostküste kolonisiert hatten, brandschatzten marodierend entlang der Carolina-Florida-Grenze auf der Suche nach Sklaven. Als sie sich entschieden hatten, in South Carolina eine Bevölkerungszählung der Indianer durchzuführen, glaubten diese, dies sei ein Versuch, sie zu versklaven. Deshalb erhoben sie sich. Der folgende Krieg wurde als Yamasee-Krieg bezeichnet, obwohl noch eine Anzahl anderer Indianervölker des Südostens daran beteiligt waren.

Die britischen Soldaten machten kurzen Prozess mit den Aufständischen und so floh eine große Anzahl von Yamasee und anderen Indianern nach Florida. Britische Überfälle und allgemeine Verfolgung bewegten die Yamasee dazu, ein Bündnis mit den Spaniern zu suchen. Bartram (1958:118) bezieht sich auf die Yamasee als Sklaven bei den Seminolen im Jahre 1774. Doch dem hält W.S. Garbarino (1986:9) entgegen, dass die Seminolen (und auch andere Völker des Südostens) ihre Sklaven heirateten und deren Kinder frei geboren wurden.

Von der Sprache der Yamasee existieren keine Zeugnisse. Vermutlich waren die Yamasee Sprecher einer Muskogee-Sprache. Um 1715 existierten noch etwa 1'200 echte Yamasee; nachdem sie ins spanische Florida flohen, verschwanden sie bereits 1763.

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