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Jamal (Schiff)

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Russischer Atom-Eisbrecher Yamal auf einer Expedition, 1994

Die Yamal (russisch: Яма́л) ist ein russischer Atom-Eisbrecher der Arktika-Klasse. Benannt wurde das Schiff nach der Jamal-Halbinsel im Nordwesten Sibiriens, deren Name in der Sprache ihrer Ureinwohner, dem Nenzischen, so viel wie "Ende der Welt" bedeutet. Die Yamal ist mit 75.000 PS Maximalleistung (wie die übrigen fünf Eisbrecher der Arktika-Klasse) einer der derzeit (2006) stärksten Eisbrecher der Welt und eines der stärksten Passagierschiffe.

Die Kiellegung fand 1986 in Leningrad statt. Die Yamal wurde erst nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1992 fertiggestellt. Ursprünglich sollte sie Schifffahrtswege im Polarmeer freihalten, allerdings wurde sie bedingt durch den politischen Umbruch anders genutzt als geplant. Sie dient nunmehr als Expeditionsschiff im Polarmeer.

Die Yamal hat eine doppelte Außenhülle. Die äußere Hülle ist an den Stellen, die regelmäßig mit Eis in Kontakt kommen bis zu 48 mm, ansonsten 25 mm dick. Zwischen der äußeren und der inneren Hülle befindet sich Wasserballast. Das Vorschiff, mit dem das Eis gebrochen wird, ist sogar 48 cm dick.

Die Yamal und ihre Schwesterschiffe benötigen zwingend kaltes Meerwasser zur Kühlung ihrer Reaktoren, daher könnte sie niemals in die Antarktis laufen, da dazu tropische Gewässer durchquert werden müssten.

Mit frischen Brennstäben kann die Yamal theoretisch bis zu 5 Jahre operieren, ohne einen Hafen anlaufen zu müssen. 86 Sensoren, die über das ganze Schiff verteilt sind, überwachen ständig die Radioaktivität an Bord.

Die Yamal war das zwölfte Schiff (außer diversen militärischen U-Booten) überhaupt, das den Nordpol erreichte.

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Jamal auf dem Weg zum Nordpol, 2001

Technische Daten

  • Länge: 150 m (136 m an der Wasserlinie)
  • Breite: 30 m (28 m an der Wasserlinie)
  • Höhe: 55 m vom Kiel zur Mastspitze
  • Tonnage: 23.455 t
  • Höchstgeschwindigkeit: 22 Knoten (44 km/h)
  • Reisegeschwindigkeit: 19,5 Knoten (36 km/h)
  • Besatzung: 150
  • Passagiere: 100
  • Reaktor: zwei OK-900A Reaktoren mit 171 MWt
  • Antrieb: zwei nuklear angetriebene Dampfturbinen für 6 Generatoren, insg. 55.3 MW (75.000 PS)
  • bis zu 5 m dickes Eis kann gebrochen werden, vereinzelt wurden schon 9 m dicke Eisschollen gebrochen.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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