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Yale-Romanisierung
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Yale-Romanisierung bezeichnet vier während des Zweiten Weltkriegs zum Gebrauch durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten entwickelte Umschrift-Systeme für die ostasiatischen Sprachen Hochchinesisch, Kantonesisch, Koreanisch und Japanisch. Die vier Lautumschriften sind jedoch separate sprachbezogene Systeme. Ein Buchstabe kann je nach der transkribierten Sprache für unterschiedliche Laute stehen.
Die Yale-Umschriftsysteme wurden in den Vereinigten Staaten zum Teil auch im Unterricht ostasiatischer Sprachen an Schulen und Universitäten genutzt, finden für Chinesisch und Koreanisch heute jedoch kaum noch Verwendung. Für den Chinesisch-Unterricht hat sich beispielsweise die in der Volksrepublik China verwendete standardisierte Umschrift Hanyu Pinyin durchgesetzt. Im Bereich der Koreanisch-Umschriften dominiert die im Jahr 2000 eingeführte revidierte Romanisierung, die offizielle Umschrift in Südkorea, welche auch im Sprachunterricht die auf McCune-Reischauer basierende Umschrift abgelöst hat.
Hochchinesisch
Mandarin Yale wurde mit der Absicht entwickelt, die Kommunikation von US-amerikanischem Militärpersonal mit verbündeten chinesischen Streitkräften zu erleichtern. Anstatt das damals gebräuchliche Umschrift-System Wade-Giles zu übernehmen, zog man es vor, ein neues System einzuführen, welches den Bedürfnissen englischsprachiger Leser weiter entgegenkommt. Hierbei sollten Probleme, welche bei der Verwendung des Wade-Giles-Systems auftraten, vermieden werden. Beispielsweise wurde auf das „Behauchungszeichen“ (in Form eines Apostrophs) verzichtet, mit welchem u. a. zwischen den Lauten [tɕ] und [tɕʰ] unterschieden wird. In Wade-Giles wird der erste Laut mit chi, der zweite mit ch'i wiedergegeben. In der Yale-Umschrift wird dagegen ji und chi geschrieben. Gegenüber der Verwendung von Pinyin hat das Yale-System den Vorteil, dass es lateinische Buchstaben und Buchstabenkombinationen in einer Weise verwendet, die der von einem englischsprachigen Leser angenommenen Aussprache näher kommen. Beispielsweise steht für [tʂʰ] in Yale ch, in Pinyin jedoch q. Für xi in Pinyin wird in Yale syi geschrieben und für zh in Pinyin steht jr in Yale.
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