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Xenomorph (Alien)
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Als Xenomorph (griech. xénos: fremdartig; morphé: Gestalt) ist landläufig die fiktive außerirdische Spezies bekannt, die im Mittelpunkt der von Ridley Scott gestarteten Alien-Filmreihe (1979-1997) sowie der dazugehörigen Spin Offs (Computerspiele, Bücher, Comics, sowie das Crossover mit der Predator-Filmreihe Alien vs. Predator, 2004) steht. Da das englische Wort 'Alien' (von lat.: alienus (fremd)) - inzwischen auch zunehmend im deutschen Sprachgebrauch - allgemein für 'Außerirdische Lebensform' gebraucht wird, wird insbesondere innerhalb der Alien-Fangemeinde in Ermangelung eines eigentlichen Gattungsbegriffes der Begriff 'Xenomorph' quasi als solcher verwendet. Tatsächlich sind beide Begriffe allerdings synonym. Innerhalb des Alien-Universums fällt der Begriff zum ersten Mal im zweiten Teil der Kinofilm-Quadrilogie (Aliens – Die Rückkehr, 1986, Regie: James Cameron): Vor der Landung auf dem Zielplaneten LV 426 wird die Mannschaft um Ellen Ripley, die (menschliche) Hauptfigur der vier Filme (gespielt von Sigourney Weaver), mit den Missionsparametern instruiert. Auf die Frage, um was für eine Art von Wesen es denn eigentlich ginge, antwortet Ripley, dass man es mit einem 'Xenomorph', d.h. mit einer unbekannten Lebensform zu tun hätte. Designed wurde das Wesen von dem Schweizer Künstler H. R. Giger. Für Giger standen dabei in erster Linie ästhetische Kriterien im Vordergrund. Die Entstehung des Xenomorphen ist sehr schön in dem Bildband Giger's Alien (ISBN-10: 3890825281) nachzuvollziehen. Erst im Nachhinein wurden in den Filmen etc. sukzessive detailliertere Einblicke in die Lebensumstände der sehr fremdartig wirkenden Spezies gegeben. Man darf allerdings aufgrund des Franchise-Charakters der Filme und der Spin Offs nicht - wie etwa im Falle von Herr der Ringe - von einem homogenen Universum ausgehen, das bereits vor der Umsetzung mehr oder weniger genau durchdacht war. So sind die gegebenen Informationen mitunter sehr widersprüchlich.
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Der Lebenszyklus eines Xenomorphs
Ein Xenomorph durchläuft einen Lebenszyklus, der entfernt dem von Bienen oder Ameisen ähnelt, sich von ihnen jedoch durch parasitäre Zyklen stark unterscheidet.
Die Königin
An der Spitze steht die Königin, welche mit der Königin von Insektenstämmen verglichen werden kann. Sie ist überproportional groß und dient in erster Linie dazu, Eier zu legen. Dazu hat sie einen Eisack, der in etwa dem Doppelten ihrer Eigenlänge entspricht. Sie ist es auch, die ihre Umgebung mit den organisch scheinenden Strukturen versieht, in welche später Wirte oder Eier eingeflochten werden - das Nest (der Hive, von engl. hive = Haufen, Bienenstock). Sollte das Nest gefährdet sein, kann sie den Eisack abwerfen und dann durchaus agil werden. Die Königin ist höchst intelligent und kann jede ihrer Drohnen persönlich einsetzen. Darüber hinaus ist sie fähig den Stamm in seiner Gesamtheit und die Individuen im Einzelnen über eine Art Pheromon zu steuern und ihnen Aufgaben zuzuweisen.
Das Ei
Das Ei selbst ist in etwa kniehoch und besteht aus einer organischen Masse, die von einer lederartigen Hülle umgeben ist. Der in dem Ei lebende und voll entwickelte Facehugger (von engl. face „Gesicht“ und hug „umarmen“) bleibt vorerst inaktiv. Erst wenn ein geeigneter Wirt in der Nähe ist, öffnet sich das Ei an seiner Spitze, und der Facehugger wird aktiv. Entweder kommt der Wirt von selbst zum Hive, aus welchen Gründen auch immer, oder ein geeigneter Wirt wird von den Drohnen herbeigebracht und eingesponnen. Dazu benutzen sie eine zähflüssige Substanz, die nach kurzer Zeit stark verhärtet und den Wirt so bewegungsunfähig macht.
Der Facehugger
Rein optisch gesehen ist er mit einer Hand mit langen knochigen Fingern zu vergleichen, die in der Mitte der Handinnenfläche einen relativ kurzen Schlauch sowie einen Schwanz besitzt. Sobald ein Wirt in der Nähe eines Eies ist, schlüpft aus diesem ein Facehugger. Dieser versucht dann, auf das Gesicht des Wirtes zu gelangen. Dies geschieht meistens durch Anschleichen und anschließendes gezieltes Springen in das Gesicht, wobei ihm hierbei sein Schwanz zu balancieren und zu steuern hilft. Mit seinen langen Beinen, mit denen er sich auch fortbewegt, klammert er sich dann am Wirt fest und schnürt seinen Schwanz um den Hals des Wirtes. Anschließend versetzt der Facehugger den Wirt in einen tiefen Schlaf, wobei er ihn u.U. mit Sauerstoff versorgt. Sollte es versucht werden, den Facehugger zu entfernen, so bedeutet dies höchstwahrscheinlich den Tod für den Wirt, da der Facehugger ihn zu erwürgen droht. In den nächsten Stunden legt der Facehugger einen Embryo, welchen er in seinem hinteren Beutel trägt, über den Hals in die Brust des Wirtes. Nach wenigen weiteren Stunden verstirbt der Facehugger und fällt tot vom Wirt ab.
Der Chestburster
Das Aussehen des Chestbursters (von engl. chest „Brust“ und burst „sprengen, explodieren“) kann vom Wirt abhängig sehr stark variieren. Der Chestburster nimmt während der Zeit in seinem Wirt dessen DNA auf und vervollständigt damit seine eigene. Wenn der Wirt ein Mensch ist, hat der Chestburster eine wurmartige Form mit voll ausgebildeten Zähnen zur Nahrungsaufnahme. Auf der DVD der Alien³-Special-Edition sieht man auch einen sich auf allen Vieren fortbewegenden Chestburster, welcher durch einen Hund als Wirt entstanden ist, dieser Wirt ist in der Originalfassung allerdings eine Kuh. In den letzten Minuten des Films Alien vs. Predator kann man die "Geburt" eines Chestbuster aus einem (bereits toten) Predator erleben. Dieser trägt die charakteristischen Fänge des Predators, ähnelt jedoch ansonsten dem "menschlichen" Chestbuster. Sobald der Chestburster im Wirt voll herangereift ist, beißt er sich durch die Brustdecke des Wirtes hindurch und bricht aus ihm heraus. In weiterer Folge hält sich der Chestburster im Dunkeln versteckt und ernährt sich von Kleintieren, bis er innerhalb weniger Tage zu einer Drohne oder Königin herangewachsen ist. Ob aus ihm eine Drohne oder Königin wird, hängt alleine von der Art des Facehuggers ab.
Die Drohne
Die Drohne entsteht aus dem Chestburster und kann daher unterschiedlich aussehen. Generell bekannt ist jedoch die Drohne, die aus einem Menschenwirt entsteht. Sie ist vollständig von einem schwarzbraunen Exoskelett umgeben, hat einen langen, gebogenen Schädel und einen langen, segmentiertierten, lanzenartigen Schwanz mit einer scharfen, speerartigen Spitze. Eine weitere Besonderheit stellt das Blut dar, das in allen Zyklen stark säurehaltig ist. Eine Besonderheit bei den Drohnen (und der Königin) ist, dass sie als Zunge ein weiteres kleines Maul besitzen. Die Aufgabe der Drohnen beschränkt sich auf das Bewachen des Hives und Herbeischaffen von Wirten und Nahrung.
Besonderheiten
- Die meisten Drohnen haben eine Zunge im Maul, die zum Angriff geeignet ist. Diese Zunge ist äußerst hart, kann mit einer sehr hohen Geschwindigkeit hervorschnellen und besitzt wiederum einen eigenständigen Kiefer. Die Zunge wird bevorzugt dazu benutzt, den Schädel des Opfers zu brechen, wenn eine Tötungsabsicht besteht. Bei gewissen Wirten, zum Beispiel einem Yautja, ist die Zunge allerdings nicht in dieser Form vorhanden.
- In allen Stadien haben die Xenomorphen stark säurehaltiges, gelbes Blut. Dieses frisst sich mühelos durch alle Materialien. Dies ist ein wirkungsvoller Verteidigungsmechanismus, da jeder Nahkampfangriff auf den Xenomorph dadurch schwere Verletzungen für den Angreifer nach sich zieht.
- In Alien 4 wird aus dem gefundenen Blut von Leutnant Ripley sowohl sie selbst als auch eine Königin geklont. Da es aber zu einer Vermischung des Gencodes gekommen ist, ist eine Kreuzung aus Mensch und Xenomorph entstanden. Äußerst offensichtlich wird dies, als die Königin plötzlich einen neuen Zyklus hinzufügt und eine Art Mensch-Xenomorph gebiert.
- Die meisten Drohnen sind kräftig und geschickt genug, sich an der Decke entlang forzubewegen. Dadurch können sie ihre Beute von oben überraschen.
- Es ist wenig darüber bekannt, wie genau die Xenomorphen ihren Hive bauen. Es entsteht der Eindruck, als wäre man in einem riesigen abgestorbenen Herzen (Zitat aus Aliens – Die Rückkehr), wenn man ihn betritt. Auf jeden Fall bietet er den Xenomorphen eine perfekte Tarnung.
- Xenomorphe wittern, wenn ein Organismus mit einem Chestbursterembryo schwanger ist und greifen diesen nur in Ausnahmesituationen an.
- Da die Xenomorphe keine Augen besitzen, müssen sie sich auf andere, sehr ausgeprägte Sinne, wie den Geruchssinn verlassen. Welche anderen Sinne es noch gibt, ist unbekannt. So ist die Tarnfähigkeit der Yautja nutzlos gegen Xenomorphe.
Siehe auch
- Yautja, der Gegner des Alien in diversen Spielen, Comics und im Film Alien vs. Predator
Weblinks
- komplette Xenomorphologie (deutsch)
- Der Lebenszyklus des Xenomorph (deutsch)
- Xenomorph Informationen (englisch)
- Xenomorph Informationen (deutsch)
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979) · Aliens – Die Rückkehr (1986) · Alien³ (1992) · Alien – Die Wiedergeburt (1997) · Alien vs. Predator (2004) · AVP 2: Alien vs. Predator 2 (für 2007 angekündigt)
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