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Xavante
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Die Xavante (auch Shavante, Chavante, Akuen, A'uwe, Akwe, Awen oder Akwen) sind ein in Brasilien ansässiges indigenes Volk. Sie leben im Osten des Bundesstaates Mato Grosso haben im Jahr 2000 ungefähr 9600 Mitglieder. Sie sprechen die Xavante-Sprache, die zur Familie der Gé oder Jé Sprachen gehört.
Sie wurden im 17. Jahrhundert versklavt, nachdem sie versuchten, die Kontaktaufnahme zu den Weißen zu verhindern. Nach einer temporären Koexistenz zogen sie sich im 19. Jahrhundert von Goiás nach Mato Grosso hinter die Rio das Mortes zurück. Dort wurden sie in den 1930ern wiederentdeckt. Von 1946 bis 1957 wurden sie unter Diktator Getúlio Vargas in das „Nationale Integrationsprogramm“ gezwungen und dort durch Massaker und Krankheiten stark dezimiert. Wegen ihrer Geschichte sind sie Weißen gegenüber sehr misstrauisch. Noch heute sind sie äußerst vorsichtig im Umgang mit nicht-Xavante, die sie „waradzu“ nennen.
Die Xavante haben den Ruf, sehr aggressiv und stolz zu sein. Doch ihr berühmtestes Attribut ist ihre dualistische Sozialstruktur. Es existieren zwei Clans, die Âwawẽ und die Po'reza'õno. Heirat innerhalb eines Clans ist verboten. Ein Beispiel für die Beziehungen der beiden Clans sind die traditionellen Baumstammrennen, in denen es darum geht, 80 Kilogramm schwere Palmen-Stümpfe an einen bestimmten Ort zu befördern.
Die Xavante sind auch für ihre komplizierten Initiationsriten für junge Männer bekannt. Den angehenden Männern werden im Alter von 14 Jahren kleine Holzstöcke durch die Ohrläppchen gestochen. Diese Stöckchen werden bis zu Lebensende immer größer.
Siehe auch
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