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Xanthippe

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die Frau des Sokrates. Für weitere Bedeutungen siehe Xanthippe (Begriffsklärung).
Bild:Socrates and Xanthippe.jpg
Xanthippe leert den Nachttopf über Socrates' Kopf - aus: Emblemata Horatiana, Imaginibus In Aes Incisis Atque Latino, Germanico, Gallico Et Belgico Carmine Illustrata von Otho Vaenius, 1607.

Xanthippe (griechisch Ξανθίππη, blondes Pferd) war die Ehefrau des Philosophen Sokrates, die als Inbegriff des zänkischen Weibes in die europäische Literatur eingegangen ist.

Ihr Name wird oft sprichwörtlich gebraucht und steht dann für ein zänkisches, streitsüchtiges Frauenzimmer, häufig auf den partnerschaftlichen Lebensraum bezogen (Freundin, Ehefrau, Lebensabschnittsgefährtin etc.).

Über die historische Person der Xanthippe ist nahezu nichts bekannt. Auch von Sokrates selbst ist nichts bekannt da er keine Schriften anfertigte. Bis heute erhalten und bekannt ist eine Quelle aus dem Werk des Xenophon, welches das Bild der zänkischen und unverträglichen Ehefrau vermittelt.

In den letzten Jahrzehnten wurde vereinzelt versucht, den Begriff der Xanthippe von feministischer Seite einer Neubewertung zu unterziehen. Dabei wurde in der Regel versucht, das Verhalten der Xanthippe aus einer Opferrolle heraus zu begründen, in der sie von Seiten der Feministinnen gesehen wird. Nach dieser Neudeutung hat der Täter Sokrates durch verschiedenste Fehlverhalten, z. B. materielle Armut, Vernachlässigung usw., seine Frau sozusagen in dieses Verhalten gedrängt. Diesen Interpretationen fehlt allerdings eine historische Fundierung und sie steht im Widerspruch zu den spärlichen Quellen, die zur Verfügung stehen.

Zitate

Sokrates sagte, nachdem ihn die schimpfende Xanthippe mit dem Nachtopf übergossen hatte:

„Seht ihr, wenn meine Frau donnert, spendet sie auch Regen!“

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Der deutsche Theologe und Philosoph Eduard Zeller schreibt 1875 in seinem Buch Vorträge und Abhandlungen geschichtlichen Inhalts einen Beitrag Zur Ehrenrettung der Xantippe, in dem es heißt:

„Hätte Xantippe keinen Sokrates zum Manne gehabt, so wäre uns ihr Name wohl kaum überliefert; und finge dieser Name nicht mit dem leidigen X an, so läsen wir schwerlich in den Fibeln:
Xantippe war ein böses Weib,
Der Zank war ihr ein Zeitvertreib.“

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Literatur

  • Michael Weithmann: Xanthippe und Sokrates. Ein Beitrag zu höherem historischem Klatsch. 2003. ISBN 3-423-34052-5

Siehe auch

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Xanthippe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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