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Wylich und Lottum

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Wylich und Lottum ist der Name eines alten Adelsgeschlechts aus der Grafschaft Kleve.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Adolf von Steinhaus, Sohn des Ritters Gottfried von Steinhaus, heiratete 1317 Beatrix von Wylack und führte seit dem den Namen Wylack (Gut Wylack bei Wassenberg an der Rur). Er behielt jedoch sein angestammtes Wappen. Später änderte sich der Name durch Diphtongierung in Wylich.

Im 16. Jahrhundert erwarb das Geschlecht die Herrschaft Lottum (heute ein Ortsteil der Gemeinde Horst aan de Maas in Belgien). Johann Christoph von Wylich heiratete eine Lottumsche Erbtochter und wurde 1608 von Herzog Albrecht von Österreich, dem früheren Kardinal und Erzbischof von Toledo und seit 1598 Souverän der spanischen Niederlande, zum Freiherren von Lottum erhoben. Sein Enkel Philipp Karl von Wylich und Lottum starb 1719 als preußischer Generalfeldmarschall. Er wurde 1701 von Kaiser Leopold I. in den Reichsgrafenstand erhoben. Sein Urenkel Karl Friedrich Heinrich (* 1767 – † 1864) war ein preußischer General der Infanterie, Wirklicher Geheimer Staatsrat und Finanzminister. Dessen Sohn Friedrich (* 1796 – † 1841) trat jung in preußische Kriegsdienste, nahm 1822 seinen Abschied als Major und wurde später außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister des Königs von Preußen in Holland.

Graf Friedrich von Wylich und Lottum († 1847) heiratete 1828 Klothilde, Tochter des letzten Fürsten von Putbus. Aus dieser Ehe entstammten Moritz Graf von Wylich und Lottum, Herr des 1837 gestifteten gräflichen Majorats Lissa in Schlesien und Wilhelm von Wylich und Lottum, der seiner Großmutter als Fürst von Putbus folgte, hervor.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Silber einen roten Sparren, der einen roten Ring einschließt. Auf dem gekrönten Helm ist ein silberner Drachenrumpf mit rotem Kiefer. Er trägt um den Hals ein rotes Band mit Ring, von dem der verkleinerte Wappenschild herabhängt. Die Helmdecke ist rot-silbern.

Namensträger

Literatur

  • Otto Hupp: Münchener Kalender 1905. Buch u. Kunstdruckerei AG, München / Regensburg 1905.

Weblinks

Wikipedia
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