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Wustrau-Altfriesack

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Basisdaten
Geografische Lage: Koordinaten: 52° 51' N, 12° 52' O52° 51' N, 12° 52' O
Höhe: 38 m ü. NN
Postleitzahl: 16818
Vorwahl: 033925
Adresse der Verwaltung: J.-Sebastian-Bach-Str. 6
16833 Fehrbellin
Website: www.wustrau.de

Wustrau-Altfriesack ist ein Teilort der Gemeinde Fehrbellin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg (Deutschland). Die Ortsteile Wustrau und Altfriesack liegen am Seeufer des Ruppiner Sees. Bereits im 13. Jahrhundert siedelten dort Slawen.

Inhaltsverzeichnis

Wustrau

Das Angerdorf Wustrau hat einige kulturhistorisch interessante Gebäude, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen. Das am Seeufer gelegene Schloss mit Landschaftspark und Kavaliershaus gehörte ursprünglich der Gutsherrenfamilie von Zieten. Heutzutage beherbergt es eine Richterakademie.

  • 1418 wird eine Walkmühle erwähnt. Das heutige Mühlengebäude (seines Innenlebens beraut) stammt von 1918.
  • 1462 erste urkundliche Erwähnung Wustraus.
  • Im Dreißigjährigen Krieg wird Wustrau niedergebrannt.
  • 1590 gehört Wustrau zu einem Viertel einem Jacob von Zieten; 1766 wird es vollständig Zietenscher Besitz.
  • 1690 Bau des Kavaliershauses
  • 1699 wird Hans Joachim von Zieten im alten Gutshaus geboren.
  • Im 18. Jahrhundert wurde auf dem Weinberg Wein angebaut. Die Gewölbe des Weinmeisterhauses sind erhalten.
  • 1740 Bau des Pfarrhauses.
  • 1747-50 wird das Schloss in ländlich-barockem Stil errichtet; seine jetzige Gestalt erhielt es im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts unter dem Grafen Albert-Julius von Zieten-Schwerin (1835-1922).
  • 1750 Bau des zum Zietenschen Gut gehörenden Eiskellers, in dem das im Winter vom See herantransportierte Eis (abgedeckt mir Stroh und Torf) bis in den Sommer hinein gelagert wurde. Der Eiskeller ist mit von Friedrich Christian Glume geschaffenen Hermen verziert, die zwischen 1991 und 2003 restauriert wurden.
    Bild:Wustrau Kunst.jpg
    „Seeschlacht“-Denkmal (von Matthias Zágon Hohl-Stein) an der Uferpromenade
  • 1830 wird der umliegende Landschaftspark eingerichtet.
  • 1908 Bau des am Anger gelegenen Constanzehauses, benannt nach Constanze Gräfin Zieten-Schwerin. Es diente als soziale Freizeiteinrichtung und beherbergt heute ein Café.
  • 1918 wird die Mühle mit einer Sichtfassade im Art-déco-Stil am Wustrauer Mühlenrhin erbaut.
  • Im Zweiten Weltkrieg ist das Schloss Sitz der Wehrwirtschaftsführung und von der SS als zentrale Führungsdienststelle belegt.
  • Ab 1945 wird das Schloss geplündert und als Notunterkunft verwendet. 1950-1975 Berufsschule bzw. Oberschule; 1977-83 Institut für Weiterbildung des DDR-Ministeriums der Justiz; 1990-93 Fortbildungseinrichtung der Justiz des Landes Brandenburg; seit 1993 zweite Tagungsstätte der Deutschen Richterakademie.
  • Am 29. September 2000 Eröffnung des Brandenburg-Preußen Museums, in dem auf 350 m² die 500-jährige Geschichte Brandenburg-Preußens unter den Hohenzollern gezeigt wird.

Im Sommer spielt an der Uferpromenade das Sommertheater Wustrau, das auch als Seefestival bezeichnet wird. Die „Seeschlacht“ erinnert an dieselben, die sich die Söhne derer von Zieten und derer von dem Knesebeck 1785 als militärische Kurzweil in den Sommermonaten ausdachten.

Bilder

Altfriesack

Das Fischerdorf Altfriesack ist von Wustrau über die Landesstraße 164 zu erreichen. Der mittelalterliche Ortskern liegt auf einer Insel in der Verbindung zwischen dem Ruppiner See und dem sich südlich anschließenden Bützsee.

  • 1421 erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1787 Fertigstellung der nach holländischem Vorbild erbauten hölzernen Klappbrücke über den Rhinkanal.
  • 1927 wurde die Klappbrücke durch eine Stahlkonstruktion ersetzt, 1994 wurde diese vollständig erneuert.

Die Klappbrücke steht ebenso wie die Schleuse und das Schleusenhaus unter Denkmalschutz.

Im Märkischen Museum in Berlin befindet sich dier Altfriesacker Götze, eine slawische Kultfigur aus Eichenholz, die in Altfriesack gefunden wurde.

Weblinks

Wikipedia
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