Wuppertalsperre
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| Bild:Wuppertalsperre1.jpg Die Wuppertalsperre bei Radevormwald-Honsberg | |
| Daten | |
| Bauzeit: | 1982 - 1987 |
| Höhe über Talsohle: | 35 m |
| Höhe über Gründungssohle: | 41 m |
| Höhe über Gewässersohle: | 39 m |
| Speicherraum: | 25,9 Mio. m³ |
| Höhe der Dammkrone: | 255,00 m ü. NN |
| Stauziel: | 252,50 m ü. NN |
| Wasseroberfläche: | 225 ha |
| Dammvolumen: | 500.000 m³ |
| Kronenlänge: | 320 m |
| Kronenbreite: | 10,5 m |
| Einzugsgebiet: | 212 km² |
| Bemessungshochwasser: | 318 m³/s |
| Kraftwerksleistung: | 2,4 MW |
Die Wuppertalsperre liegt im Städtedreieck Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen. Sie ist eine Brauchwassertalsperre. Sie dient der Niedrigwasseraufhöhung, dem Hochwasserschutz der Wupper und der Wasserkrafterzeugung.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte und allgemeine Fakten
Der Bau des Hauptdammes erfolgte von 1982-1987. Die Inbetriebnahme bzw. Fertigstellung der Talsperre fand 1989 statt. Das Absperrbauwerk, der 320 m lange Damm der Talsperre, besteht aus einer Steinschüttung mit Asphaltbetoninnendichtung, seine Höhe beträgt rund 40 m und das maximale Stauvolumen 25,9 Mio. m³.
Es gibt insgesamt fünf Vorsperren der Wupper-Talsperre:
- Wupper-Vorsperre
- Wiebach-Vorsperre
- Dörpe-Vorsperre
- Feldbach-Vorsperre
- Lenneper Bach-Vorsperre
Versunkene Ortschaften, Industrieanlagen und Sehenswürdigkeiten
Vor dem Bau der Talsperre in den Jahren 1982-1987 wurden folgende Ortschaften bzw. Anlagen abgerissen und schließlich vom aufgestauten Wasser überspült:
- Carolinengrube
- Cöens Mühle
- Dörpe (mit Jung-Stilling-Haus)
- Stahlwerk Enneper in Dörpe
- Hammersteinsöge
- Alte Filzfabrik
- Hof Hammerstein (alter Adelssitz, nicht zu verwechseln mit Haus Hammerstein, das es heute als einziges Gebäude noch gibt)
- Kapelle Maria zur Mühlen (Kräwinklerbrücke)
- Kräwinklerbrücke (große Teile der Ortschaft)
- Krebsöge (Teile der Ortschaft, war ein Eisenbahnknotenpunkt)
- Stahlwerk Urbach & Co. (Kräwinklerbrücke)
- Nieder- und Oberkretze
- Hummeltenberger Mühle
- Löbbeckes Mühle
- Oege
- Wiebachtal (siehe auch Wiebach und Wiebach-Vorsperre)
- Himmelswiese (Ausflugsziel)
- Hütte der Naturfreunde, später SGV-Heim
- Mondstein (Schrittsteine, die Grundlage einer bergischen Sage waren)
Im Zuge des Talsperrenbaus wurde 1980 die Bahnstrecke Wuppertal - Radevormwald - Brügge (Wuppertal-Bahn, exKBS 403) zwischen Wilhelmsthal und Radevormwald stillgelegt. Der Bahnhof Krebsöge (Strecken Remscheid-Lennep - Krebsöge und Wuppertal - Brügge) befand sich an der Stelle des Dammes. Der Bahnhof Kräwinklerbrücke wurde, wie auch die gesamten Bahnanlagen im Staubereich, abgerissen.
Freizeit
Die Wuppertalsperre ist mit ihren Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ein Anziehungspunkt für Besucher aus der gesamten Region. Zum Freizeitangebot zählen zahlreiche Wanderwege, Rastplätze, Ferienhaussiedlungen und ein Bootshafen für Segel- und Ruderboote.
An der Wuppertalsperre liegt die mittelalterliche Ringwall-Befestigungsanlage Am Bilstein. Das Bodendenkmal ist über eine Abzweigung vom Wanderweg A 7 zu erreichen.
Tauchen
Die Talsperre ist kein ungefährliches Revier für Hobby-Taucher; von einigen Gräben unter Wasser erzählen sich die Froschmänner Schauergeschichten. Dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - ist die Wuppertalsperre zwischen Radevormwald, Remscheid und Hückeswagen zu einem Dorado für Sporttaucher geworden.
Seit 1995 sind die Rechte für die wassersportliche Nutzung der Wuppertalsperre in der Hand der Wassersport und Freizeitanlage Kräwinklerbrücke GmbH. Die Preise für die Nutzung sind auf der Webseite zu finden. Dort findet man auch einen 20-minütigen Film über die dortige Unterwasserwelt zum Download.
Siehe auch
Weblinks
- Die Internetseite des Wupperverbands
- Eine private Homepage rund um die Wuppertalsperre
- Stauanlagenverzeichnis NRW
- Wassersport und Freizeitanlage Krähwinkler Brücke GmbH
Koordinaten: 51° 11' 54" N 7° 18' 4" O
