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Vohwinkel
Aus Kefk.
| Wappen | Karte | ||||||||
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| Bild:Vohwinkel-Wappen-100x126.gif Hilfe zu Wappen | Bild:Stadtbezirk 3 Lage in Wuppertal.png | ||||||||
| Fläche: | 20,42 km² | ||||||||
| Einwohner: | 32.273 (2004) | ||||||||
| Bevölkerungsdichte: | 1580 Einwohner je km² | ||||||||
| Sitzverteilung der Bezirksvertretung (2004)*: | |||||||||
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| * Das ehemalige Mitglied der WfW-Fraktion ist im Oktober 2006 ohne Nachrücker vom Amt zurückgetreten. | |||||||||
Der Stadtbezirk Vohwinkel ist nach Elberfeld und Barmen der drittgrößte Stadtteil Wuppertals in Nordrhein-Westfalen und war bis 1929 eine selbständige Stadt. Vorher gehörte Vohwinkel zum Kreis Mettmann und war von 1877 bis 1929 sogar Verwaltungssitz des Landkreises.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Gliederung in Quartiere
| Bild:Vohwinkel-Quartiere.png |
Geschichte
Vohwinkel bestand ursprünglich aus mehreren, vom Oberhof Lüntenbeck abhängigen Höfen, diese lagen auf Höhe des heutigen Lienhardplatzes. Fälschlicherweise wird die Nennung eines Hofes "vouinkel" im Verzeichnis der Wachszinsigen des Stiftes Gerresheim aus dem Jahre 1312 für eine Erwähnung Vohwinkels gehalten, hier war aber höchstwahrscheinlich Vonkeln in Wuppertal-Cronenberg gemeint. 1356 wurde Vowynkele vom Ritter Heinrich von Schönrode an das Kloster Gräfrath (bei Solingen) verkauft, diese Urkunde gilt heute als erste urkundliche Erwähnung Vohwinkels.
Nach 1800 erfuhr das Gut durch den Straßenbau und vor allem durch die gute Eisenbahnanbindung eine funktionale Wandlung. Es wurde zunehmend zur Wirtschaft und Fuhrmannsherberge. Vohwinkel wuchs nach dem Bau der Eisenbahnlinien nach Düsseldorf (1841) und Essen (1847) zu einer größeren Siedlung heran. Zunächst war es ein Bestandteil der Gemeinde Sonnborn und wurde erst 1888 eigenständige Landgemeinde. Zuvor wurde 1887 die Korkenzieherbahn nach Solingen eröffnet. 1921 erhielt Vohwinkel schließlich das Stadtrecht.
Durch das Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes vom 29. Juli 1929 wurde Vohwinkel zusammen mit den Städten Barmen, Cronenberg, Elberfeld und Ronsdorf zunächst zu Barmen-Elberfeld vereinigt. Noch im selben Jahr beschloss die Stadtverordnetenversammlung der neu gegründeten Gemeinde, dem Preußischen Staatsministerium vorzuschlagen, die Stadt in Wuppertal umzubenennen. Dem Vorschlag wurde im Januar 1930 stattgegeben.
Einwohnerentwicklung
- 1888: 3.315
- 1895: 7.740
- 1900: 9.039
- 1905: 12.763
- 1910: 14.730
- 1925: 16.093
- 1988: 33.350
- 2003: 32.850
Wappen
Obwohl Stadtteile offiziell keine eigenen Wappen führen, zeigen die lokalpatriotischen Vohwinkeler gerne das am 16. Dezember 1926 durch das Preußische Staatsministerium genehmigte Vohwinkeler Wappen. 1929, nur 3 Jahre später, wurde durch die Gründung der Stadt Wuppertal die offizielle Verwendung des Wappens hinfällig.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- Das historische Rathaus Vohwinkel in der Rubensstraße (51° 13' 46.05" N, 7° 4' 4.54" O) wurde 1897 bis 1898 erbaut. Das Rathaus diente als Sitz der Gemeindeverwaltung, Sparkasse, Dienstwohnung des Bürgermeisters und Polizeigefängnis. Heute wird das Gebäude für die Bezirksverwaltungsstelle Vohwinkel mit Bezirksvertretung, Sozialer Dienst, Einwohnermeldestelle und Stadtbibliothek genutzt.
- Das sogenannte Gebhardgebäude der ehemaligen Seidenweberei Gebhard & Co. AG an der Kaiserstraße (51° 14' 0.25" N, 7° 4' 30.08" O) wurde 1875 erbaut. Die Gebhard & Co. AG wurde 1859 in Elberfeld gegründet und verlegte ihr Hauptgebäude 1875 nach Vohwinkel. Heute beherbergt das Gebäude eine Tanzschule, die Post, mehrere Geschäfte, Arzt- und Rechtsanwaltspraxen.
- Der Vohwinkeler Bahnhof im sakralen Baustil mit dem markanten Uhrturm an der Bahnstraße (51° 14' 2.89" N, 7° 4' 16.56" O) wurde am 1. Dezember 1908 mit Postgebäude und Güterabfertigung eingeweiht. Der Dreiecksbahnhof verknüpfte ehemals die verkehrsreichen Eisenbahnlinien der Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn, der Prinz-Wilhelm-Eisenbahn (Vohwinkel-Essen), der Rheinischen Strecke (Düsseldorf-Mettmann-Vohwinkel-Varresbeck-Schwelm) und der Korkenzieherbahn (Vohwinkel-Solingen).
- Das ehemalige Landratsamt an der Gräfrather Straße (51° 13' 47.80" N, 7° 4' 12.23" O) wurde 1877, als Vohwinkel Sitz des Kreises Mettmann wurde, fertiggestellt und am 28. April 1878 bezogen. Heute beherbergt das Gebäude die städtischen Jugendeinrichtungen. 1900 wurde zu Ehren Kaiser Wilhelms II. vor dem Landratsamt der sogenannte Siegesbrunnen durch den Düsseldorfer Bildhauer Gustav Rutz errichtet. Die Einweihung des Siegesbrunnens durch das Kaiserpaar am 24.Oktober 1900 war seinerzeit ein beliebtes Postkartenmotiv. Der Brunnen ist heute nicht mehr erhalten.
Kirchen
Sport
- In Vohwinkel sind zwei größere Sportvereine beheimatet. Der am Sportplatz Lüntenbeck beheimatete Fußballverein FSV Vohwinkel 48 e.V. mit insgesamt 27 Fußballteams und der Breitensportverein VSTV Vohwinkel 1865/90 e.V., ansässig an den vereinseigenen Tennisanlagen Zur Waldkampfbahn.
- Neben den Sportplätzen Waldkampfbahn (51° 14' 6.01" N, 7° 3' 26.80" O) und Lüntenbeck (51° 14' 48.05" N, 7° 4' 25.44" O) gibt es zahlreiche, meist an Spielplätzen gelegene Bolzplätze. Ein Fitnessstudio bietet Badminton und Squash; auf dem HaKo-Gelände besteht seit dem Jahr 2005 eine Indoor-Soccer-Halle.
- Die TSG 80 Vohwinkel war nach dem zweiten Weltkrieg Gründungsmitglied der Fußball-Oberliga West, damals eine Staffel der höchsten deutschen Spielklasse. 1954 fusionierte die TSG mit dem SSV 04 Wuppertal zum Wuppertaler SV.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Am Sonntag des letzten Septemberwochenendes jedes Jahres findet seit 1971 mit dem Vohwinkeler Flohmarkt der größte Ein-Tages-Trödelmarkt der Welt statt, für den Vohwinkel auch einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde erhalten hat. Um den zahlreichen Käufern und Verkäufern genug Raum zur Verfügung zu stellen, wird die Kaiserstraße unter der Schwebebahn bis zur Schwebebahnstation Hammerstein auf einer Länge von ca. 1,4 km gesperrt. Der Aufbau des Flohmarkts mit 500 bis 600 Verkaufsständen beginnt bereits am Sonntag um 0 Uhr. Während dessen sind bereits viele Käufer unterwegs, um nach Schnäppchen ausschau zu halten. Jedes Jahr kommen 300.000 - 400.000 Besucher zum Flohmarkt. Der Flohmarkt endet am Sonntag um 18 Uhr.
- Traditionell finden am Samstag vor dem Flohmarkt der "Vohwinkel Tag" auf der oberen Kaiserstraße und das Nachbarschaftsfest auf dem Lienhardplatz statt. Der "Vohwinkel Tag" wird von der Aktion V* (Werbegemeinschaft der Vohwinkeler Einzelhändler - www.aktion-v.de) organisiert und bietet den Einzelhändlern, Kirchengemeinden und diversen Arbeitsgruppen des Stadtteils die Möglichkeit, ihre Arbeit oder ihr Angebot vorzustellen. Für Kinder gibt es Gewinnspiele und ein Kinderkarussel. Es treten auf mehreren Bühnen kleinere Tanzgruppen, regionale Bands und Vereine auf. Der Vohwinkel-Tag auf der Kaiserstraße dauert von 8 Uhr bis 18 Uhr und geht danach nahtlos in die Aufbauarbeiten zum Vohwinkeler Flohmarkt über. Auf dem zeitgleich stattfindenden Nachbarschaftsfest der Arbeitsgemeinschaft Vohwinkeler Vereine stimmen sich die Vohwinkeler mit Bühnenprogamm, Musik, Bier und Wurst bis 23.00 Uhr auf den bevorstehenden Flohmarkt ein.
- An zwei Wochenenden im Advent findet auf dem Hof des Schlosses Lüntenbeck ein Weihnachtsmarkt statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
- Vohwinkel ist die westliche Endstation der Schwebebahn
- Oberleitungsbus nach Solingen
- Anbindung an die A 46 in Sonnborn
- Zugverbindungen nach Elberfeld, Barmen, Essen, Köln, Mönchengladbach, Düsseldorf, Hagen, Solingen-Ohligs, Aachen, Bonn
Öffentliche Einrichtungen
- Bergische Musikschule, Zweigstelle Vohwinkel
Bildung
- Grundschule Cornelius Schule
- Grundschule Elfenhang
- Grundschule Gebhardtstraße
- Grundschule Nathrather Straße
- Grundschule Radenberg
- Grundschule Sillerstraße
- Grundschule Yorckstraße
- Hauptschule im Schulzentrum West
- Städtische Schule für Lernbehinderte Astrid-Lindgren-Schule
- Städtische Schule für Sprachbehinderte Tescher Straße
- Städtische Realschule Blücherstraße
- Gymnasium Vohwinkel (im Schulzentrum West)
- Städtische Gesamtschule Vohwinkel
Persönlichkeiten
- Friedrich Dickel, deutscher Politiker
- Eugen Huth, deutscher Politiker
Literatur
- Karl Ziegler, Geschichte der Stadt Vohwinkel, Nachdruck im Neusatz, Eigenverlag Schäfer/Johenneken, Wuppertal 2007
- Ursula E. Hüsgen, Vohwinkel schon immer eine gute Adresse, Ein Streifzug durch Vohwinkels Straßen in der Zeit von 1893-1929, Born-Verlag, Wuppertal 2004, ISBN 3-87093-087-X
- Hella Nußbaum, Jugendstilspuren in Wuppertal-Vohwinkel, Verlag Müller + Busmann, Wuppertal 1997, ISBN 3-928766-31-7
- Holger Ueberholz, Eine Gemeinde im Wiederaufbau, Die Probleme der evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel nach 1945, Böhlau Verlag, Köln Wien 1989, ISBN 3-412-20788-8
- Holger Ueberholz, Die Evangelische Kirchengemeinde Vohwinkel während der Zeit des Nationalsozialismus, Böhlau Verlag, Köln Wien 1987, ISBN 3-412-06286-3
- Holger Ueberholz, Pastor Tappenbeck, Leben und Wirken eines evangelischen Seelsorgers, Druckerei Schettler, Wuppertal 1983
- Hermann Kiessling, Vohwinkel Vergangenheit und Gegenwart, Druck und Verlag: Eugen Huth KG, Vohwinkel 1974
- Bürgermeister Dr. Landwehr, Verwaltungsbericht der Stadt Vohwinkel für die Jahre 1919-1929, Stadtverwaltung Vohwinkel, Vohwinkel 1929
- Karl Ziegler, Geschichte der Stadt Vohwinkel, Herausgegeben im Auftrag der Stadtverwaltung, Städtischer Verlag, Buchdruckerei Hüster & Vogel, Vohwinkel 1929
Weblinks
- Internetportal für Wuppertal-Vohwinkel
- Das Historische Vohwinkel
- www.vohwinkel.org u.a. mit dem vollständigen Text der "Geschichte der Stadt Vohwinkel"
Koordinaten: 51° 14' N, 7° 4' O
Elberfeld | Elberfeld-West | Uellendahl-Katernberg | Vohwinkel | Cronenberg | Barmen | Oberbarmen | Heckinghausen | Langerfeld-Beyenburg | Ronsdorf
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