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Wuchtgeschoss

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APFSDS(-T) = Armor Piercing Fin-Stabilized Discarding Sabot französischer Herkunft
Bild:Sabot separating.gif
Ein APFSDS-Geschoss, dessen Mantel sich kurz nach dem Verlassen des Laufes ablöst
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Sowjetische BM 15 (125mm).

Ein Wuchtgeschoss (auch KE-Penetrator genannt, KE = kinetische Energie) nutzt die kinetische Energie eines Geschosses, um Panzerungen zu durchschlagen. Das Geschoss ist meist gehärtet, um die gesamte Wucht zum Durchdringen aufzuwenden. Andernfalls würde die Energie nur zur Verformung von Geschoss und Panzerung führen; die Eindringtiefe wäre relativ gering.

Reaktivpanzerung ist nahezu wirkungslos gegen Wuchtgeschosse.

Die ersten als Wuchtgeschosse ausgeführten Munitionssorten waren noch kalibergleich mit den Geschützrohren, aus denen sie verschossen wurden. Die Rohre verfügten über einen Drall mit Zügen und Feldern, was die Projektile zur Stabilisierung in Längsrotation versetzte.

Dabei verwendete z. B. das US-Militär folgende Munitionssorten zur Durchschlagung von Panzerungen:

Inhaltsverzeichnis

AP

Die Bezeichnung AP steht für Armour Piercing (panzerbrechend) und wurde für die erste Generation panzerbrechender Geschosse verwendet. Dabei bestanden die Geschosse aus einem Material mit sehr hoher Dichte wie Wolfram und durchschlugen die Panzerungen auf Grund der kinetischen Energie, die sie beim Aufprall abgaben. AP-Geschosse hatten allerdings Grenzen in ihrer Wirkung, was von der Tatsache herrührte, dass die nicht besonders aerodynamische Form der Granaten den Luftwiderstand erhöhte und somit die Geschwindigkeit am Ziel herabsetzte.

APC

Dem Umstand der ungünstigen Aerodynamik begegnete man durch Verwendung einer ballistischen Haube aus weichem Metall, die rein der Verringerung des Luftwiderstands diente und die sich beim Aufprall auf ein Ziel verformte bzw. zerlegte. APC steht dabei für Armour Piercing, Capped (Panzerbrechend, mit Haube). Mit einer solchen Hauben-Konstruktion wurde die Durchschlagsleistung auf kurze Entfernungen erhöht. Auf größere Entfernungen war die Durchschlagsleistung aber niedriger als bei bisheriger AP-Munition.

Hartkernmunition (APCR)

APCR-Geschosse wurden gegen Mitte des 2. Weltkriegs von den Amerikanern entwickelt, um den neuen deutschen Panzertypen wie Panzer V Panther und Panzer VI Tiger zu begegnen, deren Panzerungen sich mit herkömmlichen, bisher verwendeten AP- oder APC-Geschossen nicht durchschlagen ließen. APCR (Armour Piercing, Composite Rigid)-Geschosse verfügten im Inneren des Geschosses über einen weiteren, noch härteren Kern, der kleiner als das verwendete Kaliber war und auch die Panzerungen der neuen deutschen Panzer durchschlagen sollte.

APFSDS

Da drallstabilisierten Geschossen hinsichtlich der Mündungsgeschwindigkeit und somit auch der Durchschlagskraft Grenzen gesetzt waren, wurden die "panzerbrechenden, flügelstabilisierten Treibkäfiggeschosse" entwickelt (Abk.: APFSDS(-T) = Armor Piercing Fin-Stabilized Discarding Sabot; ggf. auch mit Leuchtspur-Tracer). Diese heute üblichen Geschosse werden aus glatten Rohren verschossen und bestehen aus einem leichten Mantel, dem Treibkäfig, und einem dünnen, schweren Metallpfeil, dem Penetrator. Der Durchmesser des Penetrators ist deutlich kleiner als das Kaliber der Kanone. Der Treibkäfig (en. "Sabot") dient der Kaliberanpassung, der Abdichtung der Kanone und fällt unmittelbar nach Verlassen der Mündung ab. Die Energie des Geschosses wird so in dem dünnen Metallpfeil konzentriert und die Durchschlagskraft erhöht.

Die Mündungsgeschwindigkeit beträgt ca. 1.600–1.700 m/s. Die Geschosse bestehen meist aus Wolframcarbid oder abgereichertem Uran und werden, wenn sie Uran enthalten, als Uranmunition bezeichnet.

APDS

APDS-Munition ist drallstabilisiert und wird oft bei kleinkalibrigeren Waffen (z.B. schwere MGs und Maschinenkanonen) verwendet, z. B. die 20mm APDS-DU (Armor Piercing, Discarding Sabot - Depleted Uranium).

Geeignete Beschleuniger

Im Einsatz werden Wuchtgeschosse durch Kanonen beschleunigt. Prinzipiell sind auch Railguns und zweistufige Leichtgaskanonen zum Abschuss von Wuchtgeschossen geeignet, wodurch eine höhere Geschwindigkeit und damit kinetische Energie erreicht wird. Diese Beschleuniger werden allerdings bisher nur in der Forschung eingesetzt; es existieren noch keine einsatzfähigen derartigen Waffensysteme.

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