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Wrestling
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Wrestling bedeutet zunächst einfach Ringen, im englischen Sprachraum werden z. B. das olympische Freistilringen und griechische-römische Ringen mit diesem Wort bezeichnet. Das in diesem Artikel beschriebene Wrestling ist eine Sonderform des Ringens, die mit Showelementen und sog. Storylines besetzt ist. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Sport und Schauspielerei, welche Athletik und Choreografie vereinigt. Im englischen Sprachraum wird es durch die Bezeichnung professional wrestling vom traditionellen Ringen abgegrenzt, während dieses gemeinhin amateur wrestling genannt wird. Ein Hauptteil der im Wrestling gezeigten Kämpfe sind Singlematches, also Kämpfe, in denen ein Kontrahent gegen einen anderen antritt. Der Sieger steht dabei schon vorher fest, jedoch werden die Abläufe der Matches teilweise improvisiert.
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Allgemein
Das hier beschrieben Wrestling, ist eine Mischung aus Show und Sport. Der Begriff Entertainment (Unterhaltung) spielt dabei die größte Rolle. Das Ziel ist es die Zuschauer zu unterhalten. Shows kann man mit Seifenopern und Telenovelen vergleichen, da diese in etwa denselben Charakter haben. Es wird darauf gezielt, dass die Zuschauer von den Inhalten der Show so mitgerissen werden, dass sie sich auf Dauer diese angucken und besuchen. Außerdem gibt es die sogenannten Storylines, welche ähnlich wie in den Seifenopern, die Geschichten um die einzelnen Akteure herum erzählen. Fakt ist, dass Wrestling nicht echt ist! Die Ergebnisse der Kämpfe sind vorher abgesprochen und die Wrestler werden vorher instruiert, wie sie sich im Ring zu verhalten haben. Auch die Abläufe der Kämpfe werden vorher teils abgesprochen, können jedoch von den Wrestlern improvisiert werden.
Aufbau und Ablauf
Wrestling findet in einem Ring statt, welcher einem Box-Ring ähnelt, jedoch hat der Ring nur 3 Seile und nicht wie beim Boxen 4. Entsprechend gibt es 4 Ringecken und 2 Treppen, welche zum Ring führen. Die Ringoberfläche steht etwa 70 cm über dem Boden und besteht aus gepolsterten Matten und Holz. In professionellen Ligen (auch Promotions genannt) gibt es am einen Ende der Halle eine große Tribüne, auf welcher die Athleten die Halle betreten. Auf dieser höhergelegenen Plattform wird für einige Athleten ein kleines Feuerwerk (Pyro) gezündet um deren Einmarsch interessanter und spektakulärer zu gestalten. Außerdem werden bei den Einmärschen der Wrestler diverse Lieder (Themes) gespielt um die Fans anzuheizen. Zum Ring hinunter führt einen Rampe aus Stahl. Die Zuschauer sind durch eine Absperrung, von den Kämpfern getrennt, welche in etwa 2 m vom Ring entfernt steht. Außerdem stehen neben dem Ring die Kommenatorenpulte, an welchen die amerikanischen Kommentatoren sitzen. Ein Kampf beginnt, wenn der Ringrichter die Ringglocke ertönen lässt. Ein Kampf kann entweder durch einen Pin (hierbei liegt der eine Wrestler auf dem anderen und drückt dessen Schultern für 3 Sekunden auf die Matte), Aufgabe (der Wrestler muss entweder 3 mal auf die Matte klopfen oder dem Ringrichter Bescheid sagen, dass er aufgibt, oder aber er ist "bewusstlos", und sein vom Ringrichter angehobener Arm fältt dreimal auf die Matte), Count Out (man darf sich nur 10 Sekunden außerhalb des Ringes aufhalten, sollte diese Zeit überschritten werden, wird der Kampf beendet, es reicht aber, das Ringinnere zu berühren, um den Countdown abzubrechen) oder Disqualifikation (fremde Gegenstände dürfen nicht benutzt werden, geschieht dies, wird der Wrestler disqualifiziert) beendet werden.
Aktionen und Manöver
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Während der Kämpfe zeigen die Athelten verschiedene Aktionen um ihre Gegner zu schwächen. Generell gibt es einige verschiedene Arten von Atkionen. Zum einem die Highflying Moves, bei denen sich die Wrestler in der Luft bewegen, drehen und "fliegen". Derartige Moves gibt es in vielen Variationen, welche teilweise sehr gefährlich sein können (z.B. Shooting Star Press). Jedoch gilt der Grundsazt "umso gefährlicher und spektakulärer, umso besser". Eine weitere Art sind die Power Moves, welche hauptsächlich aus Kraft Manövern bestehen. Hierbei werden die Gegner durch enorme Kraftaufwendung durch die Luft geschmißen. Ansonsten gibt es noch das Mat-Wrestling, welches sich sehr am modernen Ringen orientiert und weitaus weniger spektakulär als die ersten beiden Arten ist. Außerdem werden Schläge und Tritte von den Wrestlern oft eingesetzt, jedoch sind Schläge mit der geschloßenen Faust eigentlich verboten.
"Selling"
Da einige der Aktionen im Ring die Gegner nicht wirklich treffen (oder zum Teil gar nicht) bzw. bei weitem nicht so hart sind, wie sie aussehen, kommt es auf das richtige Selling an. Selling könnte man mit "verkaufen" übersetzen und hierbei geht es darum eine Aktion des Gegners so gut wie möglich zu verkaufen und sie möglichst realistisch und hart aussehen zu lassen. Das Over-Selling ist die Steigerungsform und bezeichnet das übertriebene und unrealistische verkaufen einer Aktion. Over-Selling kann oft bei jüngeren Athleten auftretten, welche noch nicht viel Erfahrung im Ring gesammelt haben. Es gibt auch erfahrene Wrestler, bei denen Over-Selling zum Charakter gehört, so zum Beispiel Shawn Michaels.
Akteure
Die Wrestler sind Athleten. Sie sind Sportler und trainieren für ihren Beruf sehr hart. Jedoch müssen Wrestler auch gewiße Schauspielerische Kenntnisse besitzen um erfolgreich zu sein und authentisch zu wirken. Man muss jahrelang trainieren um sich im Ring sicher bewegen zu können. Dazu besuchen jüngere Wrestler Wrestling-Schulen, welche es auch in Deutschland gibt. Eines der wichtigsten Fähigkeiten die in den Schulen vermittelt werden, ist die Kunst des richtigen Fallens, denn nur so kann man harte Aktionen der Gegner kompensieren. Außerdem halten sich die Sportler jeden Tag mehrere Stunden im Fitnessstudio auf und trainieren dort ihre Muskeln.
Titel und Meisterschaften
Die Grund-Idee des Wrestlings ist, dass um Titel gekämpft wird. Seitdem es Anfang des 20. Jahrhunderts Ligen gibt, wurden auch Titel verteidigt. Im Laufe der Entwicklung des Wrestlings wurden diese Titel immer bedeutsamer und teilweise drehten sich ganze Shows nur um die Titel. Heutzutage gibt es in den großen Verbänden meistens 2 bis 4 verschiedene Titel, welche für jeweilige Divisionen gedacht sind. Zum einen gibt es in jeder Liga den Schwergewichtstitel, welcher auch von der Bedutung meistens der wichtigste ist. Dann gibt es die Tag-Team Titel, welcher immer von 2 Sportlern gehalten werden. Diese Titel gibt es in fast allen Ligen, dahinter gibt es dann noch jeweils andere Titel, wie z.B. bei der WWE der Cruiserweighttitel, bei diesem Titel gibt es die Bedingung, dass Teilnehmer nicht schwerer als 100 kg sein dürfen. Außerdem gibt es bei TNA Wrestling den X-Divisiontitel. Jedoch drehen sich Wrestling-Shows nicht nur noch um Titel und Kritiker bemängeln, dass immer mehr Titel ihre Bedeutung verlieren.
Verletzungen und Gefahren
Auch wenn ein Großteil der Aktionen und Manöver im Ring nicht echt sind und viele den Gegner auch nicht richtig treffen, ist das Riskio von Verletzungen trotzdem sehr hoch. Vor den Kämpfen wärmen sich die Athleten mehrere Minuten intensiv auf und bereiten sich mental auf den Kampf vor. Besonders beanspruchte Körperteile sind die Beine bzw. die Muskulatur in den Beinen und den Oberschenkeln insbesondere der Quadriceps femoris Muskel, welchen sich Triple H mehrmals in seiner Karriere verletzt hat und jeweils ca. 6 Monate pausieren musste [1]. Da man innerhalb eines Kampfes oft springen und wieder landen muss sind die Kniegelenke auch sehr wichtig. Bei sogenannten Highrisk Aktionen (also sehr gefährlichen Attacken) kam es auch öfters vor, dass Wrestler auf dem Nacken landen und sich diesen verletzen. Letztendlich wird fast jeder Muskel beansprucht, daher ist die Verletzungsgefahr ziemlch groß.
Backyard Wrestling
Hauptartikel: Backyard Wrestling
Zielgruppe
In die Zielgruppe des modernen Wrestlings fallen hauptsächlich junge Leute im Alter zwischen ca. 10 bis 30 Jahren. Die meisten zahlenden Fans fallen in etwa in diesen Bereich. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, das noch deutlich ältere Leute sich für den Sport interessieren, doch das ist verhältsnismäßig selten. Allerdings ist der Sport nicht nur auf Männer abgestimmt, sondern auch immer mehr Frauen kommen zu den Veranstaltungen und sehen sich Shows an. Da das Damen-Wrestling in der WWE auch immer mehr in den Vrodergrund rückt, interessieren sich auch vermehrt Frauen dafür. Man muss jedoch trotzdem beachten, dass ein Großteil der Fans männlich ist.
"Marks"
Unter Marks versteht man Fans, welche denken, dass das Wrestling echt sei, was offensichtlich ja nicht der Fall ist. Marks sind meistens 9 bis 13 Jahre alt und feuern eigentlich immer, die "lieben" Wrestler an. Sie wissen noch nicht, dass Wrestling "fake" bzw. abgesprochen ist und das die Athleten vorher schon wissen was in einem Kampf passieren wird und wie eine Show abläuft. Jeder Wrestling-Fan war einmal Mark und viele nennen diese Zeit, die schönste Zeit, weil man sich am meisten mit den Kämpfern identifizieren konnte.
"Smart Marks"
Der Smart Mark oder Smark ist quasi die "Folgeform" des Marks. Smart Marks sind sich der Tatsache, dass Wrestling eine reine Show ist, bewusst. Trotzdem blenden sie dieses Wissen regelrecht aus, wenn sie sich Wrestling ansehen. Andererseits sind Smart Marks immer gut über das Hintergrundgeschehen informiert und diskutieren gerne in den entsprechenden Foren und Chats darüber. So sind Themen wie Entlassungen, Neuverpflichtungen, Wechsel des Rosters, aber auch private Details dort vorherrschend, während Ergebnisse eher untergeordnet sind. Oft sind Smart Marks mehr an technischem Wrestling mit guten Aktionen und Moves interessiert als an unglaubwürdigen Storylines. Wrestler wie Dean Malenko oder Chris Benoit, also gute Techniker, aber eher uncharismatischere Charaktere werden ihre Fans eher unter den Smart Marks finden, während Gimmick-Wrestler wie der Undertaker eher von den Marks geliebt werden. "Monster"-Heels wie The Great Khali dagegen kommen in der Regel überhaupt nicht bei den Smarks an, da sie oft, wie im Falle Khali, über wenige oder überhaupt keine technischen Fähigkeiten im Ring verfügen, sondern ihre Gegener nur durch pure Kraft zu bezwingen scheinen. Ein Beispiel für Smart Marks sind die Autoren dieses Artikels.
Geschichte
Anfänge (19. Jh. - 1948)
Die Anfänge dieser Art des Wrestlings liegen noch im 19. Jahrhundert [1]. Zur damaligen Zeit wurde Wrestling hauptsächlich als Belustigung auf Jahrmärkten und kleineren Festen betrieben. Hierbei versuchten Besucher deutlich überlegene und trainierte Kämpfer zu besiegen, jedoch verloren sie meistens. Um die Angelegenheit weiterhin spannend zu gestalten bekamen die Herausforderer andere Wrestler zur Seite gestellt, welche denen dann meistens zum Sieg verhalfen. Viele Jahre blieb das Wrestling auf Jahrmärkten beliebt, jedoch bildeten sich die ersten kleinen Wrestling-Ligen und der Erfolg wuchs im frühen 20. Jahrhundert immer mehr und wurde innovativer und professioneller. 1887 wurde der erste professionelle Wrestling-Titel eingeführt, der American-Catch-as-Catch-Can-Championship. 1901 wurde in San Francisco das sogenannte Tag Team Wrestling erfunden. In den späten 20er Jahren wurde das Wrestling innerhalb der USA als internationaler Sport anerkannt, nachdem auch in Australien und England Wrestling populärer wurde. 1934 wurde Wrestling in Südafrika verboten, mit der Begründung, Wrestling sei "brutal und erniedrigend". 1935 bildeten sich die ersten beiden großen Ligen, zum einen Jim Crockett Promotions, geführt vom gleichnamigen Jim Crockett und zum anderen World-Wide Wrestling Federation, geführt von Vincent J. McMahon. Beide Ligen waren im Nordosten der Staaten ansäßig. Außerdem wurde im selben Jahr "Schlamm-Wrestling" erfunden. Zuerst wurde dies nur unter Männern praktiziert, doch Ende der 30er Jahre auch von Frauen. In den frühen 40er Jahren wurden die einzelnen Gebiete in Amerika in "Territories" unterteilt und pro Territorium gab es eine Wrestling-Liga. Jede einzelne Liga hatte ihre eigenen Wrestler und ihre eigenen Titel. 1948 machte die National Wrestling Alliance der Vorschlag alle Ligen zu einer zu vereinigen, und so wurde Lou Thesz der erste offizielle NWA Schwergewichts Champion.
Erste goldene Zeitalter (1950er - 1960er)
Das erste goldene Zeitalter im Wrestling begann in den 50er Jahren. Die Idee der Veranstalter wurde nun ihre Shows auf den Hauptkampf zu konzentrieren um somit mehr Spannung und Interesse zu wecken. In dieser Zeit wurde der Begriff "Main Event" das tragende Wort. Die NWA führte dazu wieder das Territorien System ein, jedoch war es diesmal viel besser geplant und koordiniert. Einige bekannte Wrestler wurden von Gebiet zu Gebiet geschickt um dort mit den jeweiligen Wrestler zusammen zu arbeiten und diese bekannt zu machen. Auch das Fernsehen wurde für die Promoter immer interessanter, denn durch dieses neue Medium ließ sich die Bekanntheit der eigenen Liga weiter steigern und somit ergab sich die Möglichkeit mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Neben der NWA bildeten sich auch die American Wrestling Association, sowie die World-Wide Wrestling Federation. Die AWA wurde zur beliebtesten Liga und der damalige Chef der Promotion war Verne Gagne. Ab 1963 haben immer mehr Wrestler der NWA diese verlassen und sind zur WWWF gewechselt, dies war der erste Schritt dieser Liga zur Dominanz auf dem amerikanischen Wrestling-Markt. Der bekannteste und zu der Zeit spektakulärste Wrestler, welcher die Liga wechselte, war Lou Thesz.
Durchbruch (1980er)
Die NWA verlor immer mehr an Bedeutung und so wurde die WWF immer einflussreicher. Seinen landesweiten Durchbruch erlebte das Wrestling in den 1980er Jahren, als die World Wrestling Federation (heute: World Wrestling Entertainment) zum ersten Mal WrestleMania veranstaltete. Durch gezieltes Marketing avancierte Hulk Hogan zum Aushängeschild des Wrestlings und machte es landesweit populär. Dazu wurden mehr und mehr Prominente in das Geschenen einbezogen, sodass man immehr mehr Aufmerksamkeit durch die Medien erlangte. WrestleMania war der erst große Schritt zur WWE wie sie heute ist. Da man den Erfolg von WrestleMania nutzen wollte führte man weitere Pay per Views ein, welche damals die Haupt-Einnahmequelle waren. In den 1980er wurde der Begriff Sports Entertainment geprägt und das Wrestling wurde in alle Welt übertragen.
Monday Night Wars (1990er)
Mitte der 90er bekam die WWF durch die von Ted Turner unterstützte Liga WCW Konkurrenz. Die Montagsshows, die beide Ligen fast zeitgleich ausstrahlten, ebneten den Weg zu den legendären Montagskriegen (Monday Night Wars), die zu Spitzenzeiten von bis zu etwa zehn Millionen Zuschauern in den USA gesehen wurden. Dieser Krieg war weder inszeniert noch gespielt und es handelte sich um keine Storyline. So versuchte unter anderem die Fraktion D-Generation X in das Hauptgebäude der WCW einzudringen oder tauchten während WCW Shows vor den Arenen auf. Man versuchte die Aufmerksamkeit der unentschloßenen Fans auf die eigene Liga zu richten und dabei waren den Promotern fast alle Mittel recht. Viele Zuschauer schalteten auch während der Shows hinundher und versuchten beide Shows zu verfolgen. 2000 endeten die Montagskriege, nachdem die WCW nur noch Verluste einfuhr und von Turner zum Verkauf angeboten wurde. Mitte März 2001 konnte Vincent McMahon die Gunst der Stunde nutzen und kaufte die WCW für nur vier Millionen Dollar und so endete der "Monday Night War". [1]
Attitude Ära (Ende der 1990er)
Während die WWF im "Krieg" mit der WCW war, hatte man sich eine neue Strategie überlegt, wie man sich von der Konkurrenz besser abheben könnte. Die WWF baute darauf, neue Stars zu erschaffen und natürlich auch neue Ideen und Grenzen zu überqueren. Die Superstars dieser Ära erreichten schließlich Kult- oder sogar Legendenstatus. Mit der Fehde zwischen Steve Austin und der D-Generation X hatte man einen revolutionären Ansatz. Sowohl Austin als auch der Gruppierung DX waren Regeln egal und Austin und die DX taten das, was zu der Zeit unerdenklich war, sie legten sich mit ihrem Boss an. Dies verschaffte der WWF einen kleineren Vorsprung im Krieg mit der WCW, welchen man letztendlich zum Sieg nutzen konnte. Die Attitude Ära" war der Weichensteller des heutigen Wrestling, und konnte so auch der WWE ihre Position sichern. [1]
Montreal Screwjob (1997)
Hauptartikel: Montreal Screwjob
1996 bekam Bret Hart Vertragsangebote von seinem damals aktuellem Arbeitgeber, der WWF, aber auch von der WCW, welche ihm für 3 Jahre ca. 9 Millionen $ anboten. Hart entschied sich für die WWF und konnte beim SummerSlam 1997 den Undertaker um dessen WWF Titel besiegen. Hart war jedoch mit seiner Rolle in den Shows unzufrieden und als Vince McMahon ihm erzählte, dass dieser sich Bret Hart nicht mehr leisten konnte, unterschrieb er für 3 Jahre bei WCW. Bei der Survivor Series 1997 sollte es dann zu einem Titelkampf gegen Shawn Michaels kommen, und Hart hätte verlieren sollen. Das brisante war, dass die Show in Harts Heimatstadt Montreal stattfand. Jedoch hatte er, laut seines Vertrages, das Recht die letzten 30 Tage seines WWE-Vertrags selber zu bestimmen. Im Laufe des Nachmittages vor dem Kampf soll es Backstage sehr konfus und wild zur Sache gegangen sein. Während des Kampfes kam Vince McMahon mit einigen Offiziellen an den Ring. Eigentlich hätte Michaels Hart in einen Aufgabegriff nehmen sollen und danach hätte ein wilder Schlagabtausch der beiden entstehen sollen, doch der Ringrichter Earl Hebner brach den Kampf jedoch hektisch ab und Shawn Michaels wurde als Sieger via Aufgabe gekürt. Bret Hart war außer sich vor Wut und spuckte Vince McMahon ins Gesicht. Hart ging danach sehr verärgert und wütend Backstage und dann kam es angeblich zu einem Schlag von Hart gegen McMahon. Diese Story wurde als "Montreal Screwjob", also "Montreal Betrug", bekannt und war keine Storyline. [1]
Konkurrenz für die WWE (2000er - Heute)
TNA-Wrestling
Hauptartikel: Total Nonstop Action-Wrestling
Vormals NWA-TNA, also ein Teil der NWA, wurde 2001 von Jerry Jarrett, Jeff Jarretts Vater und der in den US-Medien stark vertretenen Familie Carter als Konkurrenz zur WWE ins Leben gerufen. Mit der Zeit konnte sich die TNA als Nachfolge-Liga der WCW langsam Marktanteile sichern. Dabei baute man, anders als die WCW nicht auf Ähnlichkeiten, sondern arbeitete die Unterschiede zum Konkurrenzprodukt heraus. So besitzt die TNA einen sechseckigen Ring, und man legt mehr Wert auf technisches Wrestling, und weniger auf das Entertainment. Ein großer Wurf gelang der TNA ende 2005, als man den einzigen ehemaligen WCW-Champion verpflichten konnte, der nie bei der WWE angetreten war, nämlich Sting. Dadurch konnte man einerseits die Eigenschaft als WCW-Nachfolger herrausstellen, andererseits erneut auf die Einzigartigleit der TNA hinweisen. Bei TNA treten viele ehemalige WCW-Wrestler an, wie zum Beispiel Kevin Nash, Scott Steiner und andere an, man konnte aber auch ehemalige WWE-Stars wie Kurt Angle und Christian Cage unter Vertrag nehmen. [1]
Independent Ligen
Unter Independent (engl. Unabhängig) Ligen versteht man Ligen, welche nicht professionell, sondern nur Semi-professionell arbeiten. Der größte Unterschied zum Marktführer der WWE besteht darin, dass Indy-Ligen keine festen TV-Verträge haben und das die jeweils aktiven Wrestler nicht vertraglich an die Liga gebunden sind, sondern auch unabhängig sind. Indy-Veranstaltungen finden meistens in Sporthallen statt, da sich die Veranstalter es sich nicht leisten können, größere Hallen zu mieten bzw. es unwahrscheinlich wäre, dass diese ausverkauft wird. Sogennante Indy-Worker, also Wrestler, welche für Indy-Ligen antreten, haben generell nur an Wochenende Auftritte (meistens 2, teilweise auch 3) und haben eventuell während der Woche normale Berufe und gehen ins Fitnesstudio. Das Ziel der meisten Indy-Wrestler ist es, von Scouts der großen 2 Ligen (WWE und TNA) gesehen zu werden, und danach möglicherweise einen Vertrag angeboten zu bekommen. Diesen Schritt haben bisher aber nur wenige Wrestler geschafft (u.a. Homicide und CM Punk). Indy-Ligen sind für ihr interessantes und spotlastigeres Wrestling bekannt, was im Gegensatz zum Wrestling in der WWE sehr spektakulär wirkt. Die bekannteste Indy-Liga ist Ring of Honor, welche ca. 4 Shows pro Monat zeigt und auch mehrere Male im Jahr Shows in England abhält.
Vermarktung
Heutzutage ist das Wrestling ein geschickt vermarktetes Gesamtprodukt. Der größte Anbieter, die WWE, ist längst ein börsennotiertes Unternehmen [1], das einen beachtlichen Umsatz hat. Berühmte Wrestler übernehmen Hauptrollen in Kinofilmen (z. B. The Rock in Scorpion King oder Hulk Hogan in der Fersehserie Thunder in Paradise und Rocky III – Das Auge des Tigers, wo auch viele andere Wrestler Gastauftritte hatten, oder bringen eigene CDs auf den Markt, wie z. B. John Cena). Darüber hinaus gibt es ein breites Angebot an Merchandising-Artikeln, von Videospielen, Videos und DVDs der einzelnen Shows, über T-Shirts und sonstige Kleidung bis zu Kopien der Wrestling-Titel, die sich einer breiten Beliebtheit erfreuen. Auf unbekanntere Ligen wie TNA und Ring of Honor oder stark spezialisierte unabhängige Ligen wie die CZW trifft dies nicht zu; die dort auftretenden Wrestler haben in der Regel erst durch einen eventuellen Wechsel zur WWE die Chance, auch außerhalb der Fanbasis der jeweiligen Liga zu einem gewissen Bekanntheitsgrad zu kommen.
Beziehung zwischen den Fans und den Akteuren
Seit Wrestling als Massenprodukt im Fernsehen der USA, aber auch in Japan, England, Australien und vielen anderen Ländern wie auch Deutschland zu sehen ist, werden um die Kämpfe sog. Fehden und Storylines entwickelt, die ansatzweise an Seifenopern erinnern. Hierbei kommt in der Regel bei zwei Wrestlern, die sich langfristig gegenüberstehen, einem die Rolle des Face (der Gute) zu und dem anderen die des Heels (der Böse). Auf diese Weise wird das Publikum polarisiert und eine bessere Identifikation mit den Stars hergestellt. Zwar muss dies nicht zwingend dazu führen, dass ein Heel-Wrestler nicht bejubelt wird, doch eine eindeutige Stellungnahme des Publikums zugunsten des Faces ist in den großen Ligen stets erwünscht. Smart Marks setzen sich darüber jedoch häufig hinweg. Erreicht ein Wrestler nicht die von der Vermarktung erwünschten Publikumsreaktionen, ist dies als starker Imageschaden zu werten, da das für das Sparte elementar wichtige Overness-Prinzip ausgehebelt wird. Dieses Phänomen trat in der WWE bisher am deutlichsten am Beispiel John Cenas auf, der wegen seines eintönigen Stils häufig ausgebuht wird, während teilweise über Jahre etablierte Heels wie Triple H in Matches gegen Cena bejubelt werden. Viele Wrestler wie z.B. Chris Benoit haben einen eigenen Status, der zwischen Heel und Face angesetzt ist, und als Tweener (vom englischen between, dazwischen) bezeichnet wird. Oft werden Wrestler bewusst in diesem Status gehalten, um die Reaktionen der Fans zu beobachten, und ihn dann entsprechend entweder zum Face oder Heel einzuordnen. Da man früher oft die Reaktionen der Zuschauer falsch einschätzte, kam es dazu, das man manche Wrestler falsch einsetzte, und diese beim Publikum deswegen kaum Reaktionen hervorriefen, weder positiv, noch negativ, was oft zur Vertragsauflösung bei zum Teil sehr talentierten Wrestlern führte. Das führte dazu, dass die Hintergrundgeschichten inzwischen in den kleinen Ligen Ohio Valley Wrestling und Deep South Wrestling getestet werden, bevor man die Wrestler in eine der Hauptligen wechseln lässt.
Während früher die Heels rein böse zu wirken hatten, und die Faces nur gut waren, also eine stereotype Darstellung vertreten wurde, betreten heute sowohl Heels als auch Faces Grauzonen. So kommt es vor, das Faces Heels hinterrücks attackieren (was früher nur den Heels vorbehalten war), und Heels attackieren andere Heels, um Faces zu helfen, und werden damit zu Faces, ohne offiziell gewechselt zu haben. Der Grund hierfür liegt darin, das die Fans das stereotype Vertreten einer Seite als abwegig befanden, und entsprechend kaum noch Reaktionen darauf zeigten. Grauzonen gibt es auch in der realen Welt, und so wollten die Fans das auch im Wrestling sehen. Ein gutes Beispiel dafür ist das oben genannte mit Triple H. Es kommt auch vor, dass Heels von den Fans zum Faceturn gezwungen werden, so Hulk Hogan nach dem letzten nWo-Auftritt, weil dieser, obwohl er eigentlich hätte ausgebuht werden sollte, von den Fans bejubelt wurde. Oder auch William Regal, der seine Hintergrundgeschichte bei einer Vorführung in Nürnberg am 8. November 2006 regelrecht erläutern musste, weil er von seinen Fans bejubelt statt rollengerecht ausgebuht wurde. Ähnlich verhielt es sich mit Umaga und CM Punk am 19.04.2006 bei einer RAW-Show in München. Obwohl sowohl Punk als auch Umaga Heel-Status besitzen (Punk allerdings erst seit kurzer Zeit, ausserdem trat er gegen einen anderen Heel an), wurden beide Wrestler in ihren Matches angefeuert. Das mag einerseits daran liegen, das Umaga gegen John Cena antrat, und der oben beschrieben Effekt eintrat, als auch daran, das Punk grundsätzlich nicht direkt als Heel, auftrat. Aber genau darin bestehen die beschriebenen Grauzonen.
Aufführungen und Veranstaltungen
Einige Wrestling-Veranstalter strahlen ihre Vorstellungen über Fernsehen oder Internet aus. Meist gibt es eine Großveranstaltung pro Monat. Dazu gibt es bei den großen Ligen wie WWE und TNAW die sogenannten "Weeklys", welche jede Woche zu sehen sind. Die WWE produziert RAW (Montags in den Staaten), ECW (Dienstags) und SmackDown (Freitags). RAW und ECW sind in Deutschland auf Premiere zu sehen, während SmackDown auf DSF jeden Samstagabend läuft [1]. Total Nonstop Action Wrestling produziert Impact (Donnerstags).
Größere Ligen strahlen diese live über das Bezahlfernsehen (Pay-Per-View, kurz PPV) aus. WWE Veranstaltungen werden in vielen Ländern weltweit ausgestrahlt. In Deutschland kann man die monatlichen Veranstaltungen bei Premiere mit einer Stunde Verzögerung sehen [1]. In kleineren Ligen wie beispielsweise RoH und CZW besteht die Haupteinnahmequelle aus den Kartenverkäufen für die monatlichen Veranstaltungen, während später häufig Mitschnitte der Shows auf DVD oder VHS erscheinen.
WWE
Siehe: WWE Pay per Views
Ligenverzeichnis
Siehe: Wrestlingverbände
In der Geschichte des Wrestlings haben sich unzählige Wrestling-Promotions gebildet. Bekannte nordamerikanische Ligen sind:
- World Wrestling Entertainment
- Total Nonstop Action Wrestling
- National Wrestling Alliance
- Ring of Honor
- Combat Zone Wrestling
- Pro Wrestling Guerrilla
- Independent Wrestling Association Mid-South
- Ohio Valley Wrestling
- Chikara Pro Wrestling
Bekannte US-Ligen, die mittlerweile nicht mehr (in ihrer Ursprungsform) existieren:
- World Championship Wrestling
- Extreme Championship Wrestling
- American Wrestling Association
- Xtreme Pro Wrestling
Bekannte japanische Ligen sind:
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es folgende Ligen (Auswahl):
- Deutschland:
- Österreich:
- Schweiz:
Wrestling weltweit
Wrestling in den USA
Wrestling außerhalb der USA
Europa
England
Wrestling in Europa findet man hauptsächlich in Deutschland und England. Der Stil der britischen Wrestling-Szene ist sehr traditionell und technisch orientiert. Der Slogan des britischen Wrestlings ist "We wrestle!". Generell haben viele britische Wrestler keine besondere Attacke um ein Match zu gewinnen, sondern können durch verschiedene Aufgabegriffe oder eine Vielzahl an Cover-Varianten ihre Matches gewinnen. Jedoch orietieren sich die New-School Wrestler aus England immer mehr in Richtung Amerika und weichend aher von diesem alten Prinzip ab. In den 50er Jahren wurde in England ein "Runden-System" eingeführt, in welchem Matches in fünf monütige Runden eingeteilt waren, außerdem gab es damals viele "2 out of 3 Fall Matches", das heißt um ein Match zu gewinnen musste man praktisch gleich 2 mal den Gegner besiegen. Besondere Beliebtheit hat in England das Tag Team Wrestling. Außerdem gibt es zahlreiche Verbände, welche in England ansäßig sind.
Deutschland
Bis in die Mitte der 90er Jahre konnte Wrestling in der europäischen Version Catchen auch in Deutschland die Hallen füllen. Die Unterschiede zur amerikanischen Version sind vor allem daran zu erkennen, dass ein Hauptaugenmerk auf den sportlichen Aspekt gelegt wurde. Auch andere Regeln (wie z. B. Rundensystem und öffentliche Verwarnungen mittels gelben und roten Karten) haben diesen Sport in Deutschland geprägt, doch diese Art des Wrestlings existiert nur noch sehr selten bzw. bei ausgewählten Matches (wie z. B. bei der European Wrestling Promotion).
Einige Wrestler, die ihren Durchbruch in den USA feierten, haben ihr Grundwissen bei den Catchturnieren der Catch Wrestling Association erlangt. Große Städte, in denen es diese Turniere gab, waren Wien, Hannover, Hamburg, Bremen und Dortmund.
Heutige Ligen sind u. a. die European Wrestling Promotion in Hannover, westside Xtreme wrestling in Essen und die German Stampede Wrestling im Sauerland und die ACW in Weinheim, jedoch genießen sie praktisch keinerlei Bedeutung. Zu beachten ist, dass es zwei Stilarten in Deutschland gibt. Einerseits den traditionellen, der im Dreieck Hannover, Bremen und Hamburg noch populär ist und andererseits den modernen Stil, wie er zum Beispiel in den USA anzutreffen ist. Ligen wie die sehr entertainmentlastige GSW, die eher sportorientierte wXw und die ACW führen diesen Stil an. In den letzten Monaten kommt es vermehrt zu Auftritten amerikanischer Indy-Wrestler in deutschen Ligen.
Italien
In den letzten Jahren boomt die Wrestling-Industrie in Italien. Die WWE hat den Markt in Italien entdeckt und hat eine Marketing-Offensive gestartet. Es gibt pro Jahr mindestens 15 WWE Shows in Italien und dazu werden alle Shows im italienischen Fernehen gezeigt [1]. Es gibt nur vereinzelte international bekannte Wrestler aus Italien, dennoch hat die Gruppierung F.B.I (Full Blodded Italians) mehrere Jahre in der WWE überlebt. Die bekannteste italienischen Liga ist Italian Championship Wrestling (ICW), welche ca. 15 bis 20 Shows pro Jahr veranstaltet [1].
Australien
In Australien gibt es einige ansäßige Verbände, jedoch bleiben deren Wrestler meistens nur national aktiv und können sich daher international keinen Namen machen. Es gibt 14 kleinere Verbände, welche sich die einzelnen Gebiete in Australien aufteilen und mehrere Veranstaltungen im Jahr haben.
Japan
Wrestling aus Japan wird oftmals Puroresu (jap. Puro = Pro; Resu = Wrestling) genannt. Auch hier ist der Showaspekt klein gehalten und das Wrestling ähnelt mehr einem Kampfsport. So wird Wrestling in Japan auch in Tageszeitungen im Sportteil behandelt. Japan ist auch für sein Hardcore-Wrestling bekannt. Es finden dort öfters Barbed-Wire-Matches (Kämpfe, in denen die Ringseile aus Stacheldraht bestehen) und ähnliches statt. Zu den bekanntesten Verbänden aus Japan zählt Pro Wrestling NOAH, diese Liga hat Stars wie Kenta Kobashi hervorgebracht.
Mexiko
In Mexiko ist Wrestling auch unter dem Namen Lucha Libre bekannt. Dieses Wrestling ist akrobatischer und teilweise brutaler als das US-amerikanische Wrestling. Viele mexikanische Wrestler tragen Masken (bestes Beispiel Rey Mysterio), auf diesen sind entweder Tiere oder verschiedene Muster zu sehen. Die Regeln entsprechen in etwa denen des amerikanischen Wrestlings, jedoch kommt die "2 out of 3 Falls" Regel des öfteren zum Einsatz. Asistencia Asesoría y Administración ist eine der bekanntesten Ligen in Mexiko. [1]
Matcharten und Regeln
siehe: Wrestling-Matcharten
Siehe auch
- Showbusiness, Entertainment
- Bekannte Wrestler
- Allgemeine Begriffe im Wrestling
- Kampftechniken im Wrestling
Einzelnachweise
Weblinks
- Catchen und Wrestling in Deutschland
- www.genickbruch.com
- www.cagematch.de
- Informationen zu Wrestling weltweit (engl.)
- Wrestling-Titel (engl.)
- Links zum Thema „Wrestling“ im Open Directory Project
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