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Wolmar Fellenius

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Wolmar Knut Axel Fellenius (* 10. September 1876 in Stockholm, † 1957) war ein schwedischer Geotechniker und von 1911 bis 1943 Professor an der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm. Seine Lebensjahre werden gelegentlich, aber wohl falsch mit 1867-1953 angegeben.

Fellenius' Verdienst ist es, die Standsicherheitsberechnung von Böschungen mit der Gleitkreis-Methode erdacht zu haben, die er 1926 veröffentlichte und die noch heute eine Standardmethode ist. Die Methode wird auch Fellenius-Methode, schwedische Methode oder schwedische Gleitkreis-Methode genannt. Sie wurde später von Krey, Bishop und anderen weiter entwickelt.

Außerdem gibt es noch die Fellenius-Regel von 1927, nach der sich die Sicherheit einer Böschung als Verhältnis der vorhandenen Scherfestigkeit zur erforderliche Scherfestigkeit errechnet.

Fellenius war Vorsitzender einer schwedischen Kommission, die 1913 von der staatlichen Eisenbahnverwaltung eingesetzt worden war, um Versagensfälle von Böschungen zu untersuchen. Die Kommission untersuchte 300 solche Fälle von Böschungsbrüchen und Erdrutschen; der Abschlussbericht wurde 1922 präsentiert. Diese Kommission führte 1916 auch den Begriff Geotechnik (schwedisch: „geoteknik“) ein.

Sein Sohn Bror und sein Enkel Bengt waren ebenfalls auf dem Gebiet der Geotechnik tätig.

Werke

  • Erdstatische Berechnungen mit Reibung und Kohäsion (Adhäsion) und unter Annahme kreiszylindrischer Gleitflächen, Verlag Ernst&Sohn, Berlin (1926)
  • Calculation of the Stability of Earth Dams, Trans. 2nd Congress on Large Dams (Washington, D.C.), 4, 445-462 (1936)

Weblinks

Wikipedia
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