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Wolliger Schneeball
Aus Kefk.
| Wolliger Schneeball | ||||||||||||
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| Bild:Viburnum lantana0.jpg Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), Früchte und Blätter. | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Viburnum lantana | ||||||||||||
| L. |
Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) gehört in die Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Wollige Schneeball ist ein gelegtlich nur sommergrüner, aufrechter Strauch, der Wuchshöhen von zwei bis vier Metern erreicht und dessen Zweige dichtfilzig mit graubraunen Sternhaaren besetzt sind (Trockenanpassung). In milder Klimalage ist er wintergrün. Die Laubblätter sind graufilzig, eiförmig, netzrunzelig, gezähnt. Die Knospen sind nackt, das heißt, sie haben keine Knospenschuppen.
In filzig behaarten Trugdolden stehen viele Blüten zusammen, die alle gleich groß sind. Die weißlichen Blüten riechen unangenehm harnartig (Methylamin). Sie werden durch Insekten (Diptera und Hymenoptera, Bienen) bestäubt, auch Selbstbestäubung ist möglich. Nektar wird nur wenig angeboten. Die eiförmigen Früchte sind zuerst rot dann glänzend schwarz und sind Wintersteher, das heißt sie hängen im Winter oft noch getrocknet an den Zweigen.
Die Vegetative Vermehrung erfolgt durch Stockausschläge.
Vorkommen
Man findet den Wolligen Schneeball zerstreut an sonnigen Waldrändern, in Hecken, auch in lichten Eichen- oder Kiefernwäldern. Er liebt basenreichen, meist kalk- und etwas stickstoffhaltigen Lehmboden. Er fehlt in Gebieten mit kalkarmem Gestein weitgehend. Nach Ellenberg ist er eine Halblichtpflanze, ein Mäßigwärmezeiger mit ozeanischer Verbreitung und eine Verbandscharakterart der Wärmeliebenden Berberitzengebüsche (Berberidion). Im nördlichen Tiefland kam er ursprünglich nicht vor. Sein Verbreitungsschwerpunkt liegt im Mittelmeergebiet.
Verwendung
Der Wollige Schneeball ist ein gutes Vogelnist- und Nährgehölz und er wird daher oft in Schutzpflanzungen, als Böschungsbegrünung oder auch als Straßenbegleitgrün angepflanzt. Seine Fruchtstände mit roten und schwarzen Früchten sind in Herbststräußen besonders dekorativ.
Im Altertum wurde sein Holz zur Herstellung hervorragender Pfeilschäfte verwendet.
Giftigkeit
Der Wollige Schneeball enthält in der Rinde die Triterpene alpha- und beta-Amyrin. Die reifen Früchte enthalten anscheinend keine Toxine.
Weblinks
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