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Wolfsanger

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Wappen Karte
Bild:Sin escudo.svg
Bild:Kassel WoHa.jpg
Basisdaten
Geografische Lage: Koordinaten: 51° 19' 58" N, 09° 30' 52" O51° 19' 58" N, 09° 30' 52" O
Fläche:  ?? km²
Eingemeindung: 1936
Einwohner: 6.834 (Stand 1. Januar 2006)
Politik
Ortsvorsteher: Alfred Langner (SPD)
Sitzverteilung im Ortsbeirat (2006):
CDU SPD Grüne
3 5 1

Wolfsanger ist ein Ortsteil von Kassel.

Als das Dorf „Vulvisanger“ im Jahre 811 erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde, war es bereits eine ansehnliche Siedlung im Grenzbereich des sächsischen und fränkischen Stammesgebiets. Zahlreiche größere Höfe prägten bis vor wenige Jahrzehnten das Ortsbild.

Wolfsangers erste Erwähnung geschieht in einer Urkunde Kaiser Karls des Großen vom 1. Dezember 811, ausgestellt zu Aachen. Zwei Jahre später wird der erste bekannte Angehörige des Geschlechts der Esikonen, der sächsische Edle Hiddi, der als Anhänger Karls des Großen sein Land verlassen musste, von Karl bei Wolfsanger als Graf im sächsischen Hessengau eingestezt. Wolfsanger ist damit der älteste urkundlich bezeugte Teil Kassels und über 100 Jahre älter als Kassel selbst. Wolfsanger war Gerichtsstätte. Hier wurde um 1100 schon Recht gesprochen.

1841 wurde eine Kaltwasserheilanstalt mit ärztlicher Betreuung eingerichtet. Bad Wolfsanger genoss einige Jahrzehnte lang einen guten Ruf.

Wolfsanger hat über 1100 Jahre als Gemeinwesen bestanden, bis es 1936 seine kommunale Selbständigkeit verlor und von Kassel eingemeindet wurde.

Am 3. Oktober 1943, es war Erntedanktag, als Kassel, Wolfsanger und weitere Orte des Umlandes durch Bombenangriffe der alliierten Luftwaffe zerstört wurden. Wolfsanger sah wie die Altstadt von Kassel nach dem Bombenangriff vom 22. Oktober 1943 aus, verbrannt und zerbombt. Nur 28 Häuser standen noch, der gesamte Ort war zerstört. Der dörfliche Charakter Wolfsangers ging nahezu verloren.

Weblinks

Wikipedia
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