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Wolfsangel

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt das Symbol der Wolfsangel.
Die gleichnamige Folk-Metal-Band aus Russland findet man unter Wolfsangel (Band).

Wolfsangel heißt eine heraldische Figur, die in vielen Gemeindewappen verwendet wird.

Historiker sind sich uneins, ob das Zeichen für das unten beschriebene Jagdgerät steht oder für ein eisernes Bauteil, das feste Mauerteile (Wehrtürme etc.) zu verbinden hatte.

Vermutungen, dass es sich bei der Wolfsangel um ein altes germanisches Runenzeichen handelt, konnten nicht bewiesen werden.

Inhaltsverzeichnis

Formen

Jagdgerät

Die Form des Zeichens kann als Abbildung eines Jagdgerätes gedeutet werden , mit dem man Wölfe jagte. Hierbei wurde der obere Haken an einem Baum befestigt (eingeschlagen oder in eine Astgabelung eingehängt), an dem unteren Haken wurde ein Köder (Kadaver) befestigt. Schnappte ein Wolf nach dem in ca. 2 m Höhe angebrachten Köder, so trieb er sich den Haken in den Rachen und blieb hängen. Die eventuell in der Mitte vorhandene Querverstrebung stützte die Wolfsangel vom Baumstamm ab.

Belegt ist dieses Gerät seit dem 8. Jh.; der Kunsthistoriker R. König-Warthausen hat 1889 in den Württembergischen Vierteljahresheften für Landesgeschichte die Wolfsangel folgendermaßen beschrieben:

"Es handelt sich um ein zehn Zentimeter langes, beiderseits zugespitzes Flacheisen, das auf jeder Seite einen spitzwinklig eingeschnittenen, je nach dem anderen gegenüberstehenden Widerhaken hat. In der Mitte ist das Eisen durchbohrt und hängt an einer 40 Zentimeter langen Kette. Am oberen Teil der Kette befindet sich ein halbmondförmiger, in einen Dorn auslaufender Anker"

Mit dem halbmondförmigen Anker wurde die Kette an einem Ast befestigt. Beide Teile des Fanggerätes finden sich häufig in Wappen, laut Peter Kötz der Anker (oft ebenfalls als "Angel" bezeichnet) vorwiegend im süddeutschen, die Angel vorwiegend im nord- und westdeutschen Raum.

Verbotene Verwendung

Die als verfassungsfeindlich verbotene Junge Front (JF) - Jugendorganisation der VSBD/PdA (Volkssozialistische Bewegung Deutschlands/Partei der Arbeit) - verwendete die Wolfsangel als Erkennungszeichen, da die Wolfsangel bis 1945 das Zeichen des Deutschen Jungvolkes, der späteren Hitlerjugend war. JF und VSBD/PdA wurden 1982 verboten. Somit findet sich die Wolfsangel (wie auch das Hakenkreuz und die Sigrune) auf der Liste verbotener Zeichen wieder, und darf nach StGB § 86a in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr als Kennzeichen dieser Organisation oder in einer damit zu verwechselnden Form gezeigt werden.

Erlaubte Verwendung

Bestehende Gemeinde- und Vereinswappen mit dem Wolfsangel-Symbol sind vom Verbot nicht betroffen. Der Heide-Dichter Hermann Löns setzte unter seine Unterschrift ab 1905 häufig das Zeichen der Wolfsangel. Aus diesem Grunde verwendet der "Verband der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.V." (kurz: Löns-Verband) es in seinem Logo.

Literatur

  • Kurt Lindner: Geschichte und Systematik der Wolfs- und Fuchsangeln. Uppsala, 1975
  • Gerhard Große-Löscher: Musterbuchvorlage und Ausführung bei Hirschfängerklingen. Eine vergleichende Untersuchung an zwei Beispielen mit einem Exkurs zur Wolfsangel in: Waffen- und Kostümkunde. Jahrgang 2001, Heft 2, ISSN 0042-9945

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Wolfsangel – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Wikipedia
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