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Wolfgang Siebert
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Wolfgang Siebert (* 11. April 1905 in Meseritz; † 27. November 1959 in Heidelberg) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Professor. Er gehörte der im Nationalsozialismus bedeutsamen Kieler Schule an.
Leben
Siebert gehörte dem Stab der Reichsjugendführung an und hatte selbst den Rang eines Bannführers in der Hitler-Jugend inne.
Er wurde 1935 außerordentlicher Professor für Privatrecht und Arbeitsrecht an der Universität Kiel und wurde stellvertretender Leiter des Jugendrechtsausschusses in der Akademie für Deutsches Recht. Er vertrat unter anderem die Ansicht, dass gegenüber Entscheidungen Adolf Hitlers, die in Gesetzes- oder Verordnungsform gekleidet waren, kein richterliches Prüfungsrecht bestehen könne. 1938 wurde er Inhaber eines ordentlichen Lehrstuhls an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1940 wurde er Leiter des Jugendrechtsausschusses der Akademie für Deutsches Recht und war ab 1941 Mitherausgeber der Schriften zum Jugendrecht.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte Wolfgang Siebert 1950 wieder einen Lehrauftrag an der Universität Göttingen erhalten. 1953 wurde er dann ordentlicher Professor an der Göttinger Universität. Ab 1957 nahm er einen Lehrstuhl in Heidelberg ein.
Literatur
- Ernst Klee: Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-569-16048-8
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Siebert, Wolfgang |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Professor für Rechtswissenschaften und Mitglied der Kieler Schule |
| GEBURTSDATUM | 11. April 1905 |
| GEBURTSORT | Meseritz |
| STERBEDATUM | 27. November 1959 |
| STERBEORT | Heidelberg |
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