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Wolfgang Nitschke

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Wolfgang Nitschke (* 1956) ist ein deutscher Kabarettist.

Nach dem Fall der Mauer gehörte er 13 Jahre lang mit seinen Kollegen Wilfried Schmickler und Heiner Kämmer der Kölner Kabarettgruppe „3Gestirn“ an. 2001 konnte das Trio den „Deutschen Kleinkunstpreis“ gewinnen. Das Trio war gern gesehener Gast im WDR-Fernsehen (Mitternachtsspitzen). Am 24. Februar 2002 trennte man sich einvernehmlich.

Inhaltsverzeichnis

Bestsellerfressen

Wolfgang Nitschke begann darauf unter dem Titel „Bestsellerfressen“ seine Solokarriere, sowohl als Buchautor als auch als Kabarettist. Seine oftmaligen Begleiter bei seinem Programm sind Norbert Alich, zuständig für den Gesang und Stephan Ohm am Klavier, gelegentlich auch Nessi Tausendschön und Uwe Rössler. Neben Gesangseinlagen von Norbert Alich, die häufig einen politischen Bezug haben, besteht das Programm "Bestsellerfressen" aus dem Zitieren, Kommentieren und Bloßstellen von Passagen aus Büchern von prominenten Personen, darunter Dieter Bohlen, Edmund Stoiber, Doris Schröder-Köpf, Heino, Jürgen Fliege und der Dalai Lama. Nicht selten geht er dabei sehr bissig und sarkastisch vor.

Kritik

Sein Stil brachte ihm des öfteren Kritik ein, da manche Äußerungen als "unter der Gürtellinie" und "niveaulos" empfunden werden. Er bezeichnete Jürgen Fliege in seinem Programm "Bestsellerfressen - Das Elend hat ein Ende" als Fliegenschiss Gottes und einen Sexmaniac, ein Sexmonster (...) ein Schwanzgesicht, das alles das, was bei eins schon auf den Bäumen ist, noch kompromiss- und hemmungslos wieder runterschüttelt und zusammenorgelt. Zudem scheut er sich nicht, vulgäre Schlagwörter in einer oftmals beleidigenden Weise zu gebrauchen. Nitschke polarisierte u.a. auch dadurch, indem er im Booklet seiner CD "Bestsellerfressen - Das Elend hat ein Ende" einen empörten Lieserbrief über Nitschkes Stil abdruckte. Der Brief wurde verfasst von einer Frau, die nach einem Auftritt von Nitschke an den Bonner Stadtanzeiger schrieb. Der Brief schaffte es nicht in die Zeitung, sodass Nitschke ihn selbst veröffentlichte und die Gelegenheit ergriff, ihn mit einem bissigen, Nietschke-typischen Kommentar zu versehen.

Zitate über Nitschke

  • „Nitschkes vernichtendste Argumente sind die Zitate.” (Walter van Rossum in der „Süddeutschen Zeitung”)
  • „Nitschke, neben dem selbst Kritikerpapst Marcel Reich-Ranicki zu einem mundfaulen Vorkoster verblasst.” (Ingo Plaschke in der „WAZ”)
  • "(...)Im Laufe des Programms übergoss er dann die Person Kardinal Meisners mit einem Kübel voll Schmutz und Unrat. Da half es auch nicht, dass die ein oder andere Platitüde stilistisch gut formuliert war. Er war sich auch nicht zu primitiv an dieser Stelle noch einen Schlenker zu homosexuellen Assoziationen einzubauen (womit hat diese Gruppe es verdient, bevorzugt der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden?). Kabarettisten, die mangels anderer Einfälle das in den Schmutz ziehen, was anderen heilig ist, haben diesen Titel nicht verdient." (aus einem Leserbrief, welchen Nitschke in einer seiner CDs abdruckte)

Bücher

  • Bestsellerfressen - „Eine literarische Schlachtplatte"
  • Bestsellerfressen II - „Es ist angerichtet"
  • Bestsellerfressen III - „Das Elend hat kein Ende"
  • Bestsellerfressen IV - "Solo gegen den Rest"

Weblinks

Offizielle Homepage

Wikipedia
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