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Wolfgang Graf Berghe von Trips
Aus Kefk.
Bild:Flag of Germany.svg
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| Formel-1-Grand-Prix | |||||||||
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| Erster Grand Prix | Argentinien 1957 | ||||||||
| Letzter Grand Prix | Italien 1961 | ||||||||
| Formel-1-Teams | |||||||||
| 1957-1961 Ferrari | |||||||||
| Formel-1-Statistik | |||||||||
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| Schnellste Runden | 0 | ||||||||
| Führungsrunden | 153 Runden über 744 km | ||||||||
| WM-Titel | - | ||||||||
| WM-Punkte | 56 | ||||||||
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Wolfgang Graf Berghe von Trips (* 4. Mai 1928 in Köln; † 10. September 1961 in Monza) war ein deutscher Rennfahrer.
Die Laufbahn von Wolfgang Berghe von Trips, der Nachkomme eines rheinischen Adelsgeschlechts, begann 1953 mit dem Rennsport. Unter dem Pseudonym Axel Linter bestritt er seine ersten Rennen auf Porsche. Den Namen wählte er, um seine Eltern nicht zu ängstigen. Schließlich sollte er in deren Sinne später einmal der Schlossherr zu Hemmersbach bei Horrem werden.
In seinem ersten Jahr errang er schon zahlreiche Siege und ein Jahr später (1954) wurde er bereits Deutscher Meister. Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer wurde auf ihn aufmerksam und engagierte von Trips 1955 für sein Mercedes-Sportwagen-Werksteam. Berghe von Trips fuhr einen Mercedes 300 SLR. Der Aufstieg in die Formel 1 schien nur noch eine Frage der Zeit. Doch nach der Katastrophe beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans stieg Mercedes aus der Formel 1 aus und der Weg in die Königsklasse war wieder in weite Ferne gerückt.
Doch auch Ferrari hat das Talent des deutschen Grafen entdeckt. Schon beim Grand Prix von Italien 1956 in Monza soll er zum Einsatz kommen. Doch im Abschlusstraining hat er mit seinem Lancia-Ferrari D50 einen bösen Unfall und bricht sich einen Arm. Dieser Unfall war der Beginn einer langen Sturzserie, der Berghe von Trips den Beinamen Count Crash einbringt. Die Erfolge bleiben aus, die Leichtigkeit ist dahin. Aber von Trips reift in dieser Zeit.
Am 13. Januar 1957 absolviert er beim Grand Prix von Argentinien in Buenos Aires sein Formel-1-Debüt. In seinem dritten Grand Prix am 8. September beim Grand Prix von Italien in Monza kommt er schließlich hinter Stirling Moss und Juan Manuel Fangio als Dritter ins Ziel und erringt seine ersten 4 WM-Punkte. Die Engländer geben ihm in dieser Zeit den neuen Spitznahmen Taffy (sonst auf Waliser gemünzte Bezeichnung eines tapferen Kerls).
1958 springen in sechs WM-Rennen für Ferrari nur 9 WM-Punkte heraus. Im Grand Prix von Italien in Monza hat er darüber hinaus gleich in der 1. Runde in der Lesmo-Kurve einen Unfall mit dem BRM von Harry Schell, was seinen Ruf als Crash-Pilot weiter nährt. Doch Enzo Ferrari, der sonst mit Piloten, die keine Siege einfahren und seine Autos zu Schrott fahren, nicht gerade zimperlich umgeht, hat ein Einsehen. Er lässt von Trips 1959 in seinem Sportwagen-Team fahren.
Damit Berghe von Trips weiter in der Formel 1 bleibt, fährt er in der Königsklasse für Porsche. Aber schon beim ersten Rennen der Saison 1959 hat er beim Grand Prix von Monaco mit seinem F2-Porsche 718 in der 1. Runde in der St.Devote-Kurve einen Unfall mit Cliff Allison und Bruce Halford und der Ruf des Crash-Piloten wird weiter geschürt. Beim Heim-Grand-Prix auf der AVUS erhält von Trips wieder eine Startmöglichkeit für das Porsche-Team. Mit einem F2-Porsche 718 bestreitet er das Training. Das Porsche-Team zieht sich aber vom Rennen zurück, da am Tag zuvor Teamkollege Jean Behra in einem Sportwagen-Rennen tödlich verunglückte.
1960 fuhr Wolfgang Berghe von Trips wieder fast die gesamte Formel-1-Saison mit einem Ferrari Dino 246. Ein 4. Platz (Portugal), drei 5. Plätze (Argentinien, Niederlande, Italien) und ein 6. Platz (England) sicherten ihm 10 WM-Punkte und 7. Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft.
Nach den Regeländerungen von 1961 hatte das Ferrari-Team auf einmal das überlegene Fahrzeug und Berghe von Trips gewann seine ersten F1-Rennen. Als Führender der WM-Wertung, der zum Gewinn der Weltmeisterschaft nur noch einen einzigen Sieg benötigte, verunglückte Berghe von Trips im September 1961 beim Großen Preis von Italien in Monza nach einer Kollision mit Jim Clark in der 2. Runde bei der Anfahrt zur Parabolica-Kurve tödlich. Bei diesem als 'schwarze Stunde der Formel 1' bezeichneten Unfall schleuderte der Ferrari von Berghe von Trips, der kurz nach dem Start noch fast vollständig betankt war, auf den seitlichen Erdwall der Geraden vor der Kurve, prallte gegen die Drahtabzäunung vor der Tribüne und explodierte dann vor den Zuschauerreihen, wobei fünfzehn Zuschauer getötet und sechzig weitere verletzt wurden. Berghe von Trips wurde dabei aus dem Rennwagen geschleudert und war sofort tot. Teamkollege Phil Hill gewann das Rennen und wurde später Weltmeister.
Berghe von Trips war Gründer des Deutschen Sportfahrerkreises (DSK) und brachte Karts aus den USA mit nach Deutschland. Der Heimatverein von Michael und Ralf Schumacher ist heute nach ihm benannt (Wolfgang Graf Berghe von Trips e.V., Kart-Club Kerpen-Manheim im DMV). Sieht man sich zeitgenössische Interviews mit Berghe von Trips an, fällt auf, dass dieser exakt den gleichen Dialekt spricht und die gleiche Wortbetonung hat wie Michael Schumacher, was auf heutige Zuhörer sehr eigenartig wirkt.
Auf den Tag genau 45 Jahre nach dem Tode Berghe von Trips in Monza, verkündete Michael Schumacher ebenfalls in Monza sein Karriereende in der Formel 1 zum Ende der Saison 2006.
Wolfgang Graf Berghe von Trips wurde in der aufwändig gestalteten Familiengruft auf dem Friedhof in Kerpen-Horrem beigesetzt. Im Schloss Hemmersbach der gräflichen Familie Berghe von Trips, deren letzter Nachkomme Wolfgang Graf Berghe von Trips war, wurde ein Rennsportmuseum eingerichtet. 1996 bekam Berghe von Trips in dem englischen Spielfilm „La Passione“ (Drehbuch und Musik: Chris Rea) ein filmisches Denkmal gesetzt. Für diesen Film, in dessen Mittelpunkt der Handlung ein Junge steht, der Berghe von Trips als großes Idol verehrt, kam Original-Filmmaterial von Wolfgang Graf Berghe von Trips zur Verwendung, welches zuvor noch niemals gezeigt worden war. Im sensationellen Abspann des Films ist erst ein Schwenk auf sein Grab und dann eine Ferrari-Fahrt von Berghe von Trips zu sehen, die 1960 mittels einer vor seinem Gesicht montierten Kamera in originaler Länge aufgezeichnet wurde - dazu läuft Chris Reas Song „Only to fly“, der seinerzeit auch als Singleauskopplung veröffentlicht wurde.
Siehe auch
Liste der tödlich verunglückten Formel-1-Fahrer
Weblinks
| Personendaten | |
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| NAME | Berghe von Trips, Wolfgang Graf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autorennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1928 |
| GEBURTSORT | Köln |
| STERBEDATUM | 10. September 1961 |
| STERBEORT | Monza |
