Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Wissensrepräsentation

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Wissensrepräsentation (englisch Knowledge representation) dient im Rahmen der Wissensmodellierung dazu, Wissen in Wissensbasierten Systemen formal abzubilden. Dazu sind verschiedene formale Sprachen und Notationen vorgeschlagen worden. Eine Sammlung auf diese Weise repräsentierten Wissens wird als Wissensbasis oder Wissensbank bezeichnet; im Semantic Web ist formalisiertes Wissen verteilt abgelegt. Im Gegensatz zur Wissensrepräsentation liegt der Schwerpunkt bei der Wissensorganisation mehr auf der Ordnung bestehender Wissensbestände, die nicht selbst dargestellt sondern durch Metadaten beschrieben werden.

Angewandt werden die Verfahren der Wissensrepräsentation unter Anderem beim Bau von Expertensystemen, maschinellen Übersetzungsprogrammen, Systemen für computerunterstützte Wartung und Datenbankabfrageprogrammen.

Inhaltsverzeichnis

Techniken der Wissensrepräsentation

Es existieren verschiedene Systeme zur Wissensordnung und -repräsentation. Grob aufsteigend geordnet nach dem Grad ihrer Mächtigkeit sind dies:

  1. Katalog, Glossar, Taxonomie (einfache Kontrollierte Vokabularien)
  2. Klassifikation, Thesaurus (begrenzte Zahl von Relationen in der Regel ohne Vererbungsrelation)
  3. Semantisches Netz, Ontologie, Frames, Produktionsregeln
  4. Axiomensystem, Prädikatenlogik
  5. Mehrschichtige Erweiterte Semantische Netze (MultiNet)

Falls keine formale Repräsentation vorhanden oder möglich ist, müssen zur Vermittlung andere Methoden gefunden werden, zum Beispiel aus dem Bereich der Informationsvisualisierung.

Kriterien für die Repräsentationsgüte

Wichtige Kriterien für die Wahl eines Wissensrepräsentations-Systems sind:

Korrektheit
Wie wird korrekte Syntax und korrekte Semantik sichergestellt?
Adäquatheit/Expressivität/Mächtigkeit
Repräsentiert die Sprache die benötigten Ontologiebestandteile eindeutig und flexibel genug?
Effizienz
Wie effizient kann geschlussfolgert werden?
Komplexität
Wie steil ist die Lernkurve zur Wissensabbildung und der Wissensabfrage?
Übersetzbarkeit in andere Syntaxformate bzw. Sprachen

Literatur

  • R. J. Brachman, H. J. Levesque: Readings in Knowledge Representation. Morgan Kaufmann, Los Altos, 1985
  • John F. Sowa: Knowledge Representation. Logical, Philosophical, and Computational Foundations. Brooks Cole Publishing, 1999, ISBN 0-534-94965-7
  • R. J. Brachman, H. J. Levesque: Knowledge Representation and Reasoning. Morgan Kaufmann, 2004
  • H. Helbig: Knowledge Representation and the Semantics of Natural Language, Springer, Berlin, Heidelberg, New York, 2006

Siehe auch

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Wissensrepr%C3%A4sentation, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge