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Ökonomisches Prinzip
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Das Ökonomische Prinzip (auch als Input-Output-Relation oder Effizienzpostulat bekannt) beschreibt den Koordinationsmechanismus, nach dem in der Volkswirtschaftslehre versucht wird, möglichst viele der unbegrenzten Bedürfnisse trotz der begrenzten Mittel (knappe Güter) zu befriedigen. Das ökonomische Prinzip ist ein rein formaler Grundsatz, der lediglich die Art und Weise (das „Wie“) des Wirtschaftens beschreibt. Das Prinzip macht keine Aussagen über Ziele oder Motive des Wirtschaftens (Gewinnmaximierung, Umsatzsteigerung, Vergrößerung der Marktanteile bei Unternehmen, Nutzenmaximierung bei Haushalten und Konsumenten).
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Ausprägungen
Minimalprinzip
Beim Minimalprinzip ist das zu erreichende Ziel vorgegeben. Der Mitteleinsatz soll so gering wie möglich – minimal – bei einem bestimmten Ertrag sein.
- Beispiel: Mit möglichst wenig Benzin eine vorgegebene Strecke fahren.
Maximalprinzip
Beim Maximalprinzip (auch Maximumprinzip oder Haushaltsprinzip) ist der Mitteleinsatz (Input) vorgegeben. Es soll ein möglichst hohes (also maximales) Ziel (Output) erreicht werden.
- Beispiel: Mit einer gegebenen Benzinmenge möglichst viele Kilometer fahren. Kommunen (öffentliche Haushalte) sollten nach diesem Prinzip arbeiten.
Min-Max-Prinzip
Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass es besonders sinnvoll sei, zu versuchen, mit minimalem Mitteleinsatz (Minimalprinzip) ein maximales Ergebnis zu erzielen (Maximalprinzip). Dieses sogenannte Minimalmaximal-Prinzip (auch Optimalprinzip) führt jedoch zu ungeplantem Handeln, da nach dem Minimalprinzip keine klaren Vorgaben gemacht werden und nach dem Maximalprinzip kein klares Ziel verfolgt wird – außerdem hieße das, im Extremfall alles mit nichts erreichen zu wollen. Die Optimierung, z. B. beim Kaizen, kann daher nur schrittweise erfolgen und nach jedem Optimierungsschritt muss überprüft werden, ob beim Maximalprinzip alle notwendigen Parameter der Zielvorgabe (Qualität) vorhanden sind, bzw. ob beim Minimalprinzip alle notwendigen Bedingungen erfüllt sind, um das Ziel nachhaltig zu erreichen (z. B. Gesetze und Auflagen zum Arbeitsschutz).
So würde ein Verzicht auf Arbeitssicherheitsmaßnahmen zwar die Kosten senken (Minimalprinzip), aber auch das Risiko erhöhen. Langfristig müsste mit negativen Folgen gerechnet werden, bis hin zum Verbot der Unternehmung und zu strafrechtlichen Konsequenzen.
Zum Sparsamkeitsprinzip in der Wissenschaft siehe Ockhams Rasiermesser (engl.: Occam's razor).
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