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Wireless Access Point
Aus Kefk.
Ein Wireless Access Point (AP) (wörtlich drahtloser Zugangspunkt, sinngemäß Basisstation) ist eine aktive Netzwerkkomponente der Netzwerktopologie eines Rechnernetzes, das aus funkgestützten und optional auch aus kabelgestützten Bestandteilen besteht.
Die zwei Hauptaufgaben eines Access Points (AP):
- An einem AP können sich viele WLAN-Clients (Endgeräte) einbuchen (wie viele genau hängt vom AP ab, eine gängige Menge an maximal möglichen Clients ist z. B. 253) und gegenseitig über den AP Daten austauschen. Damit die Kommunikation auf der von allen Teilnehmern gemeinsam genutzten Funkfrequenz nicht unter Kollisionen zusammenbricht, kommt das Verfahren CSMA/CA zum Einsatz: Ein AP vergibt Zeitfenster, zu denen ein einzelner Client Daten mit dem AP austauschen kann, und der AP gibt die Daten als Mittler in einem anderen Zeitfenster an das eigentliche Zielgerät weiter. Dazu hat der AP ein funkbasiertes Netzwerk-Interface, ebenso wie jedes Endgerät. Vergleichbar einem Switch, der im kabelgebundenen Ethernet die Netzwerkkarten mehrerer Endgeräte auf einen parallelen Datenbus schaltet, schafft ein Access Point einen funkbasierten Datenbus, über den die eingebuchten Endgeräte Daten austauschen können.
- Meistens möchte man ein WLAN auch an ein kabelgebundenes Ethernet anschließen. Hierzu bieten viele APs ein zweites internes Netzwerk-Interface für den Ethernet-Anschluss mit einer RJ-45-Buchse. Die zweite Hauptaufgabe des APs besteht nun darin, die Signale zwischen den beiden physikalischen Medien, dem funkbasierten Interface und dem kabelgebundenen Interface, zu überbrücken. Diese Charakteristik entspricht einer Bridge, und man spricht vom bridging. Genauer ist es eine Ethernet Bridge, nicht zu verwechseln mit Wireless Bridge; mehr dazu unten.
Obwohl mehrere Arten von Wireless LANs die Verwendung von Access Points vorsehen, wird der Begriff meist synonym für die Verbindung zwischen Ethernet- und 802.11-Netzen benutzt, seltener auch für die Verbindung zwischen Bluetooth und Ethernet.
Im OSI-Modell ist ein Access Point auf Schicht 2 (Link Layer, Verbindungsschicht) angesiedelt. Es handelt sich im Prinzip um einen Switch beziehungsweise eine Bridge, die ebenfalls auf OSI-Schicht 2 sitzen, auch wenn viele Access Points noch weitere Funktionalitäten, wie Routing, Paketfilter oder DHCP-Server bieten, die höhere OSI-Schichten abbilden.
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802.11-Access-Points
Einem Funknetzwerk nach dem IEEE-Standard 802.11 wird ein Funknetzwerkname (ESSID) zugewiesen. Über die ESSID können Clients verschiedene Netze auseinanderhalten. Ein Access Point kann nun regelmäßig Datenpakete mit der ESSID (und anderen Daten des Wireless LANs) broadcasten, damit Clients ein existierendes Netz identifizieren können.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von 802.11-Basisstationen ist, welche Betriebsmodi sie unterstützen: Manche Access Points können Verbindungen zu anderen APs und Clients gleichzeitig aufbauen.
Die möglichen Betriebsmodi eines 802.11 Access Point sind das Basic Service Set (BSS), das Extended Service Set (ESS), die Ethernet Bridge, die Wireless Bridge, der Wireless Repeater, das Wireless Distributed System. Diese Topologien werden auch als Infrastruktur-Modus (Infrastruktur-Netzwerke) bezeichnet.
- Im Basic Service Set wird ein einzelner Access Point betrieben, an dem sich beliebig viele Endgeräte einbuchen und Daten austauschen können. Die Clients eines solchen Access Points bilden ein autarkes Intranet.
- Unterstützt ein Access Point den Modus Ethernet Bridge, bietet er neben der Funkschnittstelle noch ein Netzwerkinterface mit RJ-45-Buchse als Schnittstelle in das kabelgebundene Ethernet und vermittelt die Daten zwischen Ethernet und Wireless LAN. Dieser Modus (das Bridging zwischen Wireless LAN und Ethernet auf OSI-Schicht 2) entspricht den Fähigkeiten eines gewöhnlichen, gegenwärtig marktüblichen Access Points. Kann der Access Point dagegen auch auf OSI-Schicht 3 vermitteln, insbesondere TCP/IP-Pakete routen, spricht man von einem Wireless-WLAN-Router.
- Für das Extended Service Set verkabelt(!) man zwei oder mehr Access Points über ein Ethernet und stellt den gleichen Funknetzwerknamen (ESSID) auf allen Access Points ein. Dadurch vergrößert sich die Reichweite des Funknetzes, denn die Clients werden automatisch zwischen den Access Points übergeben (Roaming), sobald sich der Standort des Clients entsprechend geändert hat.
- Das Wireless Distribution System ermöglicht es, mehrere Access Points kabellos miteinander zu verbinden. Dabei unterscheidet man zwischen dem Point-to-Point-Modus (Wireless Bridge) und dem Point-to-Multipoint-Modus (Wireless Repeater). Es sollten dabei Access Points desselben Herstellers verwendet werden.
Den Möglichkeiten der obigen Infrastrukturmodi steht der ad-hoc Betrieb (Ad-hoc-Netz) gegenüber:
- Der Betrieb eines Wireless LAN als Independent Basic Service Set (IBSS) benötigt keinen Access Point: Im IBSS können zwei oder mehr Endgeräte ein spontanes Ad-hoc-Netz aufbauen. Die Stationen kommunizieren dabei direkt miteinander (statt über einen Access Point wie im Infrastruktur-Modus) und müssen sich hierzu in gegenseitiger Funkreichweite befinden.
- In einem Mesh Network (Ad-hoc-Netz, MANET) wird (allgemein) jeder Teilnehmer zu einem Netzknoten; er ist nicht länger ein Endgerät. Durch das Überlappen von Funkzellen beliebiger Knoten entsteht eine spontane Vermaschung: Ein Ad-hoc-Netzwerk, in dem jeder Teilnehmer die von einem Nachbarn A eingehenden Datenpakete an den nächsten Nachbarn B weitergibt (Routing). Dadurch müssen sich zwei miteinander kommunizierende Endknoten nicht mehr in gegenseitiger Funkreichweite befinden. Netzwerkknoten können sich dabei spontan öffnen und wieder verschwinden, wenn z. B. ein Notebook ein- oder ausgeschaltet wird. Es gibt bereits erste IEEE-Standards, Software und Hardware zum Aufbau von Mesh-Netzen. (Aus gesellschaftlicher Sicht sind Mesh-Netze auf WLAN-Technik derzeit überaus spannend: Sie haben das Potential, von teurer Infrastruktur größtenteils unabhängige und dadurch völlig frei zugängliche Bürgernetze zu schaffen. Die software-technischen Herausforderungen sind für netzaffine Menschen ebenso spannend. Projekte, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen, sind Freifunk in Deutschland bzw. Funkfeuer.at und Openwireless.ch in Österreich und der Schweiz.
Außerhalb der Infrastruktur- und Ad-hoc-Modi wird oft noch ein Client-Modus unterstützt:
- Einige Access Points können im Client-Modus betrieben werden: Ein Endgerät mit Ethernet-Anschluss (PC, Drucker, etc.) wird per Kabel mit dem Access Point verbunden. Der Access Point im Client-Modus ist ein reiner Ersatz für einen WLAN-Ethernet-Adapter (und von seiner Funktion her somit kein Access Point mehr, sondern nur noch ein Wireless-Adapter).
Kompatibilitätsprobleme
Vor einem Kauf beachten: Nicht jedes Produkt unterstützt alle Betriebsmodi.
Nicht jeder AP bietet eine Buchse für den einfachen Anschluss einer externen Antenne.
Im Extended-Service-Set-Modus: Oft besteht ein Problem mit der Kompatibilität von Basisstationen unterschiedlicher Hersteller. Sollen diese zu einem gemeinsamen Netz verbunden werden und soll Roaming zwischen den einzelnen APs ermöglicht werden, müssen die Geräte Informationen über die eingebuchten Clients austauschen. Hierzu wird ein Netzwerkprotokoll benötigt, für das aber erst zeitlich verzögert der Standard IEEE 802.11f verabschiedet wurde. Zwischenzeitlich hatten schon viele Hersteller eigene, zueinander inkompatible Lösungen geschaffen.
Point-to-Point/Multipoint: Da es sich bei dem verwendeten WDS nicht um einen anerkannten Standard handelt, sollten Geräte desselben Herstellers verwendet werden, zumindest Geräte mit dem gleichen Chipsatz (vorher testen!).
Es wird von Problemen bei einzelnen WLAN-Karten bzw. Treibern berichtet, die nicht mittels Repeatern kommunizieren können. Der Käufer sollte deshalb im Vorfeld in den gängigen Internet-Foren und auf den Herstellerseiten recherchieren, ob schon Erfolge bzw. Misserfolge für die Kombination der jeweiligen Produkte vorliegen.
802.11-Access Points als Software-Lösung
Es gibt Software, die einem PC mit einer gewöhnlichen WLAN-Karte die nötige Logik beibringt, um als Access Point zu arbeiten. Nur bestimmte WLAN-Karten werden von der Software unterstützt. Bei Mac OS X auf Apple-Macintosh-Computern ist dieses ohne weitere Software bereits mit der Systemsoftware des Betriebssystems möglich. Diese theoretisch flexible Lösung hat auch Nachteile: Leider verfügen die WLAN-Karten selten über einen Anschluss für eine externe Antenne, und ein PC hat weit größeren Strom-, Kühlungs- und Platzbedarf als ein hardwarebasierter AP, der auch bei schlechtem Wetter praktikabel mit Solarzellen betrieben werden kann und leicht gegen Umwelteinflüsse zu schützen ist.
Programme sind:
- Less Networks Hotspot Server
- WiFiAdmin [1]
- Public IP ZoneCD
- Wifidog captive portal [2]
- SAB Gateway
- phpHotspot [3]
- XSpot
- hotspot-zone
- Polhymnia [4]
- SurfCloud Live - Neighborhood Networking
- DMZS-NoCat
- fli4l [5]
Siehe auch
- Als Hot-Spot bezeichnet man einen öffentlichen Zugangspunkt.
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