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Windischer Bauernkrieg
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Der Windische Bauernkrieg ist die Bezeichnung für einen Bauernaufstand in Kärnten im Jahr 1515. Das Adjektiv "windisch" leitet sich von dem germanischen Wort "Winden" her, das allgemein die slawische Bevölkerung östlich und südöstlich des germanischen Siedlungsgebiets bezeichnet und sich hier auf die Kärntner Alpenslawen (die Vorfahren der heutigen Slowenen) bezieht.
1515 lehnte sich die im „Windischen Bundschuh“ organisierte Bauernschaft gegen neueingeführte Rechtsgrundsätze in der slowenischen Untersteiermark auf. Die Losung der Aufständischen war „za staro pravdo“ („für das alte Recht"). Der Windische Bauernkrieg trug zur Herausbildung des slowenischen Nationalgefühls bei.
Dem "Windischen Bauernkrieg" war in Kärnten bereits 1478 ein "Großer Bauernaufstand" vorausgegangen, ein weiterer Aufstand folgte ihm 1525 nach. Der wichtigste Grund für die Aufstände war die ökonomische Not der Bauern. Diese war durch die Angriffe der Türken und Ungarn bedingt: Zwischen 1473 und 1483 hatte Kärnten unter fünf Türkeneinfällen zu leiden. Zwischen 1480 und 1490 führten die Ungarn Krieg gegen Kärnten und besetzten große Teile des Landes.
Gleichzeitig trieb die Obrigkeit immer höhere Rüststeuern ein. Diese Belastungen wurden mit den für die Türkenabwehr notwendigen Ausgaben (insbesondere für Befestigungsarbeiten) begründet. Freilich konnte der Adel zur Erbitterung der Untertanen seine Schutzaufgabe nur unzureichend erfüllen.
Das Ende der Bauernaufstände in Kärnten wurde 1526 durch vom Schwäbischen Bund unterstützte österreichische Truppen erzwungen.
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