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William Forsythe (Tänzer)
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William Forsythe (* 30. Dezember 1949 in New York, NY, USA) ist ein US-amerikanischer Tänzer und Choreograph.
Nach seiner Arbeit zunächst als Tänzer erfolgte 1973 ein Umzug nach Deutschland. Hier war er als Choreograph - vor allem beim Ballett Frankfurt - tätig und zählt zu den Urvätern der Ballettmoderne mit seiner an dem Klassizismus orientierter, streng mathematischer aber bildhaft-sinnlicher Tanzsprache.
Seit 2005 bis voraussichtlich 2009 hat die Forsythe-Company in Dresden im „Europäischen Zentrum der Künste Hellerau“ eine weitere Spielstätte.
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Der Choreograph
William Forsythe trat 1984 seine erste Spielzeit in Frankfurt an. Nach einer langen Zeit des "sich-findens", eröffnete er mit "Gänge" seine erste Spielzeit. In der "vor-Frankfurt-Zeit" betätigte Forsythe sich bereits in Stuttgart und Holland als Choreograph und zog die Aufmerksamkeit auf sich. Der spätere Stuttgarter Intendant Klaus Zehelein erkannte bereits zu seiner Frankfurter Zeit (bis 1984), dass es sich hier um ein entwicklungsfähiges Ausnahmetalent handelte und leitete den Ruf nach Frankfurt ein. Die zu Beginn der fünfziger und sechziger Jahre anhaltende Wandlung des Balletts vom klassischen zum neo-klassischen, war an seine Grenzen gekommen. Auf der permanenten Suche nach Neuem, gelang es aber erst Forsythe diese Stagnation zu unterbrechen und eine Zäsur zu setzen. Das begrenzte Vokabular des klassischen Balletts ergänzte Forsythe, in dem er die Zuordnung des Körpers, alleine zum Zuschauer hin, aufhob und plötzlich für die Seitengasse oder gar das Rückportal tanzen ließ. War es nun nicht mehr das Brustbein, das immer zum Zuschauer zeigen sollte, so waren es nun alle Gliedmaßen und alle Richtungen die von nun an eine wesentlich Rolle zu spielen hatten.
Daraus ergab sich eine unendliche Bewegungs- und Raumvielfalt, die dem Balletttänzer so bis dato fremd war. Befreit von Ablenkendem hat sich so das Ballett neu konstituiert. Viele Ballette von Forsythe enthalten nur spärliches Bühnenbild (z.B. Limb's Theorem), wodurch dem Tänzer an sich nochmals mehr Bedeutung entgegengebracht wurde. Hat sich in den frühen sechziger Jahren Wieland Wagner um die Entstaubung der Darstellung in der Oper verdient gemacht, so war es Forsythe der begann im Ballett mit Konventionen zu brechen. Ausgeklügeltes Licht versetzte Tänzer in eine noch nie dagewesene Silhouette. Teils scherenschnittartig, seitlich teilausgeleuchtet oder auch mal mit Bühnenarbeitslicht, erschuf er eine noch nicht gekannte Wahrnehmung von getanzten Körpern. Der Bruch mit dem Abonnementspublikum, die kurze Egon-Madsen-Zeit, hielt sich mindestens drei Jahre mit sehr starken Unmutsäußerungen. In den alten Stuttgarter Produktionen, die noch aus der Madsen-Zeit in Frankfurt im Repertoir blieben, wurde William Forsythe das eine oder andere Mal sogar als Tänzer entdeckt. Forsythe wurde noch als einer der letzten Tänzer von John Cranko, kurz vor dessen tragischen Tod, auf dem Rückflug von Amerika, selbst engagiert.
Tänzer The Forsythe Company
Yoko Ando, Cyril Baldy, Esther Balfe (guest dancer), Francesca Caroti, Dana Caspersen, Amancio Gonzalez, David Kern, Marthe Krummenacher, Ioannis Mantafounis, Fabrice Mazliah, Roberta Mosca, Nicole Peisl, Georg Reischl, Christopher Roman, Jone San Martin, Yasutake Shimaji, Elizabeth Waterhouse, Ander Zabala
Auszeichnungen
Literatur
- Gerald Siegmund(Hrsg.): William Forsythe. Denken in Bewegung. Henschel-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-89487-472-4
Weblinks
- William Forsythe: 50 Choreografen des zeitgenössischen Tanzes.Seite des Goethe-Instituts
- http://www.theforsythecompany.de
- http://www.danceforall.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Forsythe, William |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Tänzer und Choreograph |
| GEBURTSDATUM | 1949 |
| GEBURTSORT | New York |
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