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Greif (Schiff)

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Die "Greif" abgetakelt, kurz vor einem Werftaufenthalt (Oktober 2005)

Die "Greif" ist eine von der Stadt Greifswald in Fahrt gehaltene Schonerbrigg und dient heute der Jugendförderung durch maritime Ausbildung. Das Schiff war in der DDR von 1952 bis 1990 als Segelschulschiff Wilhelm Pieck in Dienst.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 27. Februar 1951 erfolgte auf der Warnow-Werft in Rostock-Warnemünde die Kiellegung der Schonerbrigg als erster Schiffneubau der DDR in Niet- und Schweißtechnik. Der Stapellauf fand am 26. Mai 1951, die Indienststellung am 2. August 1951 statt. Als Namensgeber diente der damalige Präsident der DDR Wilhelm Pieck, der auch an der Jungfernfahrt teilnahm, getauft wurde es von Waltraud Zappe. Das Schiff war ursprünglich als Geschenk des Landes Mecklenburg an Wilhelm Pieck aus Anlass seines 75. Geburtstag gedacht. Da dieser jedoch auf das Geschenk verzichtete, erfolgte 1952 die Übernahme durch die Gesellschaft für Sport und Technik. Die "Wilhelm Pieck" war das einzige Hochseesegelschiff der DDR und führte meist Reisen auf der Ostsee zu Häfen der ehemaligen Volksrepublik Polen als auch in die UdSSR durch. Die längste Reise führte das Schiff 1957 in 99 Tagen und 8.000 Seemeilen (ca. 14.800 km) nach Albanien, Bulgarien, Rumänien und in das heutzutage zur Ukraine gehörende Odessa (damals Sowjetunion) am Schwarzen Meer. 1971/72 fand eine Grundreparatur und ein Umbau in der VEB Neptunwerft Rostock statt. 1974 nahm die "Wilhelm Pieck" erstmals an einer "Operation Sail" teil, die in jenem Jahr in der Ostsee stattfand. Die Kursanten wurden anfänglich in einem 1/4 Jahr Turnus und später meist in Vierwochenlehrgängen ausgebildet.

1990 wurde das Schiff von der Stadt Greifswald übernommen und 1991 in Greif umbenannt.

Technische Daten und Ausrüstung

  • Klasse: 1000 A5 Segelschiff Germanischer Lloyd
  • Länge über alles: 41,00 m / Länge Deck: 35,40 m
  • Breite über alles: 7,40 m
  • Tiefgang: 3,15 m hinten / 2,92 m vorn
  • Wasserverdrängung: 290 t / 179,2 BRT als Volldecker
  • Höhe Großmast über Wasserlinie: 27,20 m
  • Höhe Fockmast: 26,80 m
  • Segelfläche: 560 m² bei 13 Segeln aus Polyesterfasern
  • Hilfsmotor:
    • 1 Dieselmotor S 4 DV 224 mit 100 PS bei 750 U/min
    • 1 Dieselmotor Typ 4 WD 224 mit 106 PS (77 kW)
    • Aktuell (2005): MTU Marine Diesel mit 8 Zylindern und 171 kW (233 PS)
  • Hilfsmotor für den Bordbetrieb: 1 Dieselmotor 30 PS (22 kW)
  • Geschwindigkeit: unter Segeln max. 14 kn (ca. 25 km/h) / mit Motor 6 kn (ca. 11 km/h)
  • Besatzung: max. 50 Mann (davon 7 Mann Stammbesatzung und bis zu 8 Hand-für-Koje Segler)
  • Der Schiffkörper ist mit Querschotten in 11 Abteilungen, davon 9 wasserdichte, unterteilt.
  • Der Ballastkiel hat ein Gewicht von 40 Tonnen
  • Brennstofftanks für 4,3 Tonnen Diesel; 200 Liter Öl und 12 Tonnen Trinkwasser.
  • handbetriebene Quadrantenruderanlage
  • 2 Anker (je 500 kg), aus der Klüse gefahren, mit manuell zu bewegendem elfarmigen Spillkopf sowie 3 (je 75 kg) Reserveanker (Stockanker)
  • Ausrüstung:
    • Echolot
    • Radaranlage
    • UKW-Anlage / GMDSS-GW/KW Anlage
    • GPS
    • Wetterkartenschreiber
    • Bugstrahlruder
  • Rettungsflöße und 2 Beiboote

Bilder

Bild:SSS Greif (in der Werft).jpeg
Werftphase im Herbst 2003 (in der Stralsunder Volkswerft)
Bild:SSS Greif (Marssegel).jpeg
bei der Enthüllung des Marssegels
Bild:SSS Greif (auf See 2).jpeg
unter Segeln östlich von Rügen

Weblinks

Wikipedia
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