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Wilfrid Israel

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Wilfrid Israel (* 11. Juli 1899 in London, † 1. Juni 1943 im Golf von Biskaya) war ein Philanthrop und Geschäftsmann.

Leben

Mit 22 Jahren trat Israel in die Firma seines Vaters ein. Dort gründete er u.a. eine betriebseigene Schule für kaufmännische Lehrlinge. Er setzte durch, dass in den väterlichen Warenhäusern Sozialarbeiter für die Betreuung der Angestellten eingestellt wurde.

1928 übernahm er zusammen mit seinem Bruder Herbert Israel die kaufmännische Leitung der Firma.

Nach der Machtergreifung 1933 durch die Nationalsozialisten gründete Israel mehrere Organisationen, welche sich ausschließlich um die Belange der jüdischen Emigranten kümmerten. Die bekanntesten darunter waren der Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau und die Kinder- und Jugend-Alijah. Der Hilfsverein der Juden in Deutschland berief Israel 1937 in ihre Direktion.

Als 1939 der politische Druck zu groß wurde, musste Israel den Familienbetrieb an die Emil-Köster-AG abtreten. Damit war eines der letzten "jüdischen" Handelsunternehmen in Deutschland verschwunden. Israel emigrierte nach London und fungierte dort als Verbindung zwischen Regierungsstellen und jüdischen Flüchtlingsorganisationen. Gleichzeitig war er auch in Oxford als Berater für das Royal Institute of international affairs tätig.

1943 organisierte er die Ausreise jüdischer Flüchtlinge aus Spanien und Portugal nach Palästina. Auf dem Rückflug von Lissabon nach London wurde Israel von der deutschen Luftwaffe über dem Golf von Biskaya abgeschossen.

Museum

Das Wilfrid Israel Museum im Kibbutz Hazorea zeigt seit 1951 die Kunstsammlung von Wilfried Israel.

Literatur

  • Shepherd, Naomi: Wilfrid Israel. - Berlin : Siedler, 1985. - ISBN 3-88680-149-7
  • Wilfrid Israel : July 11th. 1899 - Juni 1st. 1943. - London : Marsland, 1944
Persönliche Werkzeuge