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Wiktor Fjodorowitsch Bolchowitinow

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Wiktor Fjodorowitsch Bolchowitinow (russisch Виктор Фёдорович Болховитинов, wiss. Transliteration Viktor Fëdorovič Bolchovitinov; * 23. Januar (4. Februar) 1899 in Saratow, † 29. Januar 1970 in Moskau) war ein sowjetischer Flugzeugkonstrukteur.

Leben

Bolchowitinow kam bereits 1919 zum ersten mal mit der Luftfahrttechnik in Kontakt. Er ging an die Schukowski-Akademie und konstruierte 1924 sein erstes Segelflugzeug. 1926 verließ er als einer der ersten Studenten diese Akademie mit einem Abschluss. Unter seiner Leitung entstand in den Jahren 1934-1936 der Bomberprototyp DB-A, der im November 1936 Weltrekorde in erreichter maximaler Flughöhe aufstellte (10000kg Nutzlast: 7032 m; 13000kg: 4535 m).

Bolchowitinow trat 1937 der KPdSU bei und er erhielt einen eigenen Lehrstuhl an der Schukowski-Akademie.

1938 beginnt er mit der Konstruktion von strahlgetriebenen Flugzeugen. Aufgrund seiner Ergebnisse wird er 1939 Chefkonstrukteur des OKB 293 in Chimki, das sich speziell mit der Entwicklung von Raketenflugzeugen beschäftigt. Diese Bemühungen führten 1940 zur Erprobung eines ersten, mit einem Flüssigtreibstoffraketentriebwerk ausgerüsteten umgebauten Segelflugzeuges, dem Projekt RP-318-I, mit dem Erstflug am 28. Februar 1940. Diese Versuche führten zur Entwicklung der Beresnjak-Isajew BI-1, für die sich Bolchowitinow maßgeblich einsetzte.

1943 wurde er zum Generalmajor des Fliegeringenieurdienstes ernannt, 1947 erhielt er den Doktortitel der technischen Wissenschaften und 1949 schließlich ernannte man ihn zum Professor an der Schukowski-Akademie Für seine Arbeiten erhielt Bolchowitinow zweimal den Leninorden verliehen. Er verfasste zahlreiche Schriften über die Luftfahrttechnik.

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Wiktor Fjodorowitsch Bolchowitinow – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Anmerkung: Bei doppelten Datumsangaben führt der Tag gemäß julianischem Kalender, das folgende Datum gibt den Tag gemäß gregorianischem Kalender an. Der Wechsel des Kalenders fand, je nach Staat, zwischen 1582 und 1812 statt, in einigen Staaten Osteuropas erst Anfang des 20. Jahrhunderts (beispielsweise in Russland zur Oktoberrevolution 1917).
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