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Wikipedia:Löschkandidaten/DDR-URV/Barmat-Skandal

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/DDR-URV/Barmat-Skandal, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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Der Barmat-Skandal bezeichnet einen Korruptionsskandal in der Weimarer Republik, der 1924 aufgedeckt wurde und die Gebrüder Barmat in Lippe-Detmold betraf.

Anfang 1925 wurden Julius Barmat und seine Brüder unter dem Vorwurf der betrügerischen Kreditbeschaffung verhaftet. Durch Korrumpierung hoher Staatsbeamter und Politiker hatten sich die Barmat-Brüder ohne hinreichende Sicherheiten Kredite in Höhe von 34,6 Millionen Goldmark aus öffentlichen Mitteln beschafft.

Der dabei behilfliche Reichspostminister Anton Höfle (Zentrum) musste deshalb im Januar 1925 von seinem Amt zurücktreten. Ebenso gaben die Reichstagsabgeordneten Gustav Bauer und Georg Heilmann (SPD) ihr Mandat zurück. Weiterhin fiel der Verdacht der Annahme von Bestechungsgeldern auf die Abgeordneten Hermann Müller und Otto Wels, beide SPD.

Der Parteivorstand der SPD richtete einen Prüfungsausschuss ein, nachdem sozialdemokratische Zeitungen erheblichen öffentlichen Druck ausgeübt hatten. Gustav Bauer wurde infolge der Anschuldigungen aus der SPD ausgeschlossen, aber später rehabilitiert. So hatte sich herausgestellt, dass die SPD z.B. für den Wahlkampf von Ende 1924 20 000 Reichsmark erhalten hatte.

Der Skandal erregte erhebliches öffentliches Aufsehen. So nahm der Reichstagspräsident Paul Löbe (SPD) am 27. Februar 1925 auf einer öffentlichen Versammlung in Breslau dazu Stellung und beschuldigte die Schwerindustrie, mit ihren Angriffen von der Ruhrentschädigung abzulenken.

Die NSDAP verwendete diesen Skandal in Verbindung mit dem Sklarek-Skandal, um die Weimarer Republik als "Juden-", "System-" und "Schieberrepublik" verächtlich zu machen, wobei sie darauf abzielten, dass die Barmat-Brüder jüdischen Glaubens waren. Im anschließenden Prozess erhielten nur einige Beteiligte geringe Strafen.

Wie aufgeheizt die Stimmung war, zeigt diese Quelle aus dem Spektrum der Nationalsozialisten an:

Darin wird z.B. die Unwahrheit berichtet, dass Gustav Bauer als Reichskanzler in diesem Skandal zurücktreten musste. Dabei gehörte er seit 1922 keiner Regierung mehr an. Die Wikipedia-Biographie zeigt dieses wie andere historische Quellen eindeutig auf.
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