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Wikipedia:Löschkandidaten/DDR-URV/Äquivokation

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/DDR-URV/%C3%84quivokation, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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Die Äquivokation (lat. vox : die Stimme) eigentlich : Wortgleichheit - bezeichnet allgemein die Verwendung des gleichen Wortes für verschiedene Begriffe. So ist zum Beispiel in der Physik von "Materie" die Rede, in der das Wort alles Stoffliche bezeichnet. Gleichzeitig ist Materie auch eine philosophische Kategorie.

Wenn ein Philosoph feststellt: "Materie kann sich niemals in etwas verwandeln, was nicht Materie ist", und ein Physiker erklärt dagegen:"Materie kann sich entmaterialisieren", so scheint ein logischer Widerspruch vorzuliegen. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Äquivokation. Der Physiker meint mit seiner Aussage: "Die stoffliche Form der Materie verwandelt sich in eine andere Form der Materie (zum Beispiel in eine Strahlungsform aus Korpuskeln)".

Neben diesen einfachen Äquivokationen (worauf in der Regel die Trugschlüsse der Äquivokationen aufbauen) gibt es auch tiefgründigere, bei denen ein und derselbe Ausdruck für zwei Begriffe, die sich anscheinend nicht unterscheiden, verwendet wird.


Beispiel

"Wer andere schädigt, wird nach dem Gesetz bestraft". "Wer am Steuer eines Fahrzeuges einen Herzschlag erleidet und infolge dessen einen anderen Menschen überfährt, schädigt den anderen".

Folglich: "Wer am Steuer eines Fahrzeuges einen Herzschlag erleidet und infolgedessen einen anderen überfährt, muß bestraft werden".

In diesem Beispiel ist die Äquivokation darin begründet, daß der Ausdruck "wer einen anderen schädigt" in einer nicht übereinstimmenden Weise verwendet wird. Einmal umfaßt er den Begriff der Schädigung im Sinne der vom Gesetz beschriebenen und erfassten Tatsachen. Im anderen Fall aber wird er in seiner allgemeinsten Form verwendet und umfaßt auch solche Fälle der Schädigung, die vom Gesetz nicht geahndet werden oder nicht geahndet werden können.

Einfachere Beispiele sind die Worte: Bank (Parkbank/Geldinstitut) oder Fuchs (Tier/listiger Mensch)

Siehe auch: homonym, Synonym

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