Wikipedia:Gesperrte Lemmata/2007-03

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Inhaltsverzeichnis


Nummer 1 bis 50

  1. Corrigenda zum Programm der österreichischen Bundesregierung 2007
  2. Marco Falkone
  3. Simbob park
  4. Hier bitte nur durch ein reguläres Gericht verurteilte Kriegsverbrecher einordnen (NPOV).


  1. Moritz Then 6maliger Wiedergänger ohne Relevanz --Gunter Krebs Δ 23:34, 1. Mär. 2007 (CET)
  2. Uschi Schwarzl Mehrfacher Wiedergänger trotz erwiesener Irrelevanz --Markus Schweiß| @ 06:10, 2. Mär. 2007 (CET)
  3. Kreditsubstitute mehrfach Unsinnsbeiträge -- Ra'ike D C V QS 12:17, 2. Mär. 2007 (CET)
  4. V Festival Unsinnsbeiträge
  5. Vengaisten Unfug --Geos 13:02, 2. Mär. 2007 (CET)
  6. Hempels --jergen ? 14:38, 2. Mär. 2007 (CET)
  7. Fiki 4x gelöschter Unfug --Gunter Krebs Δ 15:44, 2. Mär. 2007 (CET)
  8. Landsberg Sandau Es wird immer wieder versucht --Markus Schweiß| @ 16:58, 2. Mär. 2007 (CET)
  9. Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer hat eine beeindruckende Löschlatte --Markus Schweiß| @ 06:06, 3. Mär. 2007 (CET)
  10. Tripwire Wiedergänger, URV... --Markus Schweiß| @ 06:17, 3. Mär. 2007 (CET)
  11. Cyber-Operations --Geisterbanker 16:00, 3. Mär. 2007 (CET)
  12. Meir Dagan bereits 10x schnellgelöscht --Gunter Krebs Δ 00:02, 4. Mär. 2007 (CET)
  13. UdSOR Mehrfacher Wiedergänger. —DerHexer (Disk.Bew.) 17:48, 4. Mär. 2007 (CET)
  14. Christoph tandler geht wieder. --Seewolf 19:36, 4. Mär. 2007 (CET)
  15. Lentner GmbH fünffacher Widergänger --Taxman¿Disk?¡Rate! 21:56, 4. Mär. 2007 (CET)
  16. Ruedi Salzmann mehrfacher Unfug --Gunter Krebs Δ 12:21, 5. Mär. 2007 (CET)
  17. Taigers United --Geisterbanker 21:22, 5. Mär. 2007 (CET)
  18. KoЯn Oft genug gelöscht. —DerHexer (Disk.Bew.) 00:06, 6. Mär. 2007 (CET)
  19. DJ Korx Wiedergänger --jergen ? 10:06, 6. Mär. 2007 (CET)
  20. Rainer Wald --Geisterbanker 12:30, 6. Mär. 2007 (CET)
  21. Knappenmusikkapelle Schwaz irrelvant, kopiert, Wiedergänger--Geos 13:05, 6. Mär. 2007 (CET)
  22. Rainer wald --Geisterbanker 13:06, 6. Mär. 2007 (CET)
  23. Hotelschart Linkcontainer --Geos 13:36, 6. Mär. 2007 (CET)
  24. Wickipedia und WickiepediaDerHexer (Disk.Bew.) 13:56, 6. Mär. 2007 (CET)
  25. Price Entertainment vierfacher irrelevanter Wiedergänger --Gunter Krebs Δ 15:12, 6. Mär. 2007 (CET)
  26. Pokercrew Bretleben irrelevante Pokerrunde, 6 x gelöscht --Gunter Krebs Δ 17:17, 6. Mär. 2007 (CET)
  27. ÜberwältigungDerHexer (Disk.Bew.) 19:11, 6. Mär. 2007 (CET)
  28. KrüppelbewegungDerHexer (Disk.Bew.) 20:46, 6. Mär. 2007 (CET)
  29. Sunpark festival --Geisterbanker 21:24, 6. Mär. 2007 (CET)
  30. Rudolf Steiner Schule Bochum - 6-facher Widergänger eines Linkcontainers und Werbeartikels --Gunter Krebs Δ 11:03, 7. Mär. 2007 (CET)
  31. FootenDerHexer (Disk.Bew.) 14:04, 7. Mär. 2007 (CET)
  32. Verbrennungsmotoren-Kraftwerken Unglaublich --Markus Schweiß| @ 21:50, 7. Mär. 2007 (CET)
  33. Bri Bra Bratzeck Mehrfachunsinneinstellung --Geos 12:33, 8. Mär. 2007 (CET)
  34. Daniel Kinzler Mehrfachunsinneinstellung --Geos 13:49, 8. Mär. 2007 (CET)
  35. Gamma Skupinsky --Geisterbanker 22:04, 8. Mär. 2007 (CET)
  36. Bothoismus Fake-Wiedergänger --Gunter Krebs Δ 23:43, 8. Mär. 2007 (CET)
  37. Istanbul-Grill bestimmt ganz toller Döner, Relevanz vom Feinsten. --Seewolf 00:38, 9. Mär. 2007 (CET)
  38. Aina Keller --jergen ? 12:03, 9. Mär. 2007 (CET)
  39. Ed Hunter - Mehrfacher-Unfug-Wiedergänger --Gunter Krebs Δ 14:27, 9. Mär. 2007 (CET)
  40. Knuddels wordmixbot mehrfacher Spam --Gunter Krebs Δ 14:34, 9. Mär. 2007 (CET)
  41. Bierze --Geisterbanker 15:22, 9. Mär. 2007 (CET)
  42. Wilhelmine Mattick mehrfacher Wiedergänger, --Polarlys 17:11, 9. Mär. 2007 (CET)
  43. Small Outline Diode (Band) mehrfacher Wiedergänger, hoffnungslos irrelavant, Bandspam --Geos 17:19, 9. Mär. 2007 (CET)
  44. Honda XR125L k-facher Wiedergänger —mnh·· 21:05, 9. Mär. 2007 (CET)
  45. Lofft Kommt zu oft wieder —mnh·· 22:38, 9. Mär. 2007 (CET)
  46. Hanun Unsinnsbeiträge --Superbass 22:24, 24. Mär. 2007 (CET)

Nummer 51 bis 100

  1. Beit khallaf --Geisterbanker 09:28, 10. Mär. 2007 (CET)
  2. Erik-x --Thogo (Disk.) -- Sorgen? 14:32, 10. Mär. 2007 (CET) Mehrfach geloschen.
  3. Wattenscheider Vereine --Kantor Hæ? +/- 15:01, 10. Mär. 2007 (CET)
  4. S-Compilation --Kantor Hæ? +/- 15:19, 10. Mär. 2007 (CET)
  5. Zitronentee 5facher Wiedergänger --Kantor Hæ? +/- 19:08, 10. Mär. 2007 (CET)
  6. Kaba Gallenschütz GmbH --Kantor Hæ? +/- 21:27, 10. Mär. 2007 (CET)
  7. Handwerkermarkt --Geisterbanker 23:11, 10. Mär. 2007 (CET)
  8. Mats Hummels derzeit ohne Einsatz irrelevant --schlendrian •λ• 00:14, 11. Mär. 2007 (CET)
  9. Henrico Frank --Kantor Hæ? +/- 04:45, 11. Mär. 2007 (CET)
  10. Frau im Islam Wiedergänger nach erfolgter Löschdiskussion --Markus Schweiß| @ 10:01, 11. Mär. 2007 (CET)
  11. Tony Hawk's Project 8 --tsor 10:44, 11. Mär. 2007 (CET)
  12. Journal 360° --jergen ? 12:59, 11. Mär. 2007 (CET)
  13. AIDSHILFE OBERÖSTERREICH --Geisterbanker 13:13, 11. Mär. 2007 (CET)
  14. Entstehung und Vermarktung von Büchern --Geisterbanker 14:18, 11. Mär. 2007 (CET)
  15. Behinderten wc ruf --Geisterbanker 14:36, 11. Mär. 2007 (CET)
  16. Antibvb-club --Scherben Fußball ist immer noch wichtig... 16:24, 11. Mär. 2007 (CET)
  17. DJ Brake up irrelevant, aber große Sehnsucht nach Publicity --Streifengrasmaus 18:55, 11. Mär. 2007 (CET)
  18. Leopold Freiherr von Freytag-Loringhoven Naja --Markus Schweiß| @ 19:25, 11. Mär. 2007 (CET)
  19. Arachinsäure irgendwann reichts --Streifengrasmaus 19:37, 11. Mär. 2007 (CET)
Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt den Staat Katar, für das gleichnamige Messer, siehe Katar (Dolch)
دولة قطر

Daulat Qatar (arab.)
Staat Katar

Bild:Flag of Qatar.svg

(Details) (Details)
Amtssprache Arabisch
Hauptstadt Doha
Staatsform Absolute Monarchie
Staatsoberhaupt Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani
Regierungschef Scheich Abdullah bin Chalifa Al Thani
Fläche 11.437 km²
Einwohnerzahl 777.000 (2004)
Bevölkerungsdichte 68 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner 39.607 US-$ (2005)
Währung 1 Katar-Riyal (QR) = 100 Dirham
Unabhängigkeit 1. September 1971 (von Großbritannien)
Zeitzone UTC+3
Kfz-Kennzeichen Q
Internet-TLD .qa
Telefonvorwahl +974

Das Emirat Katar (arabisch: قطر

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Qatar) ist ein Staat im Nordosten der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf. Die schmale und ovale Halbinsel grenzt im Süden an Saudi-Arabien. Von Süden nach Norden dehnt sich das Land rund 180 km, von Westen nach Osten 80 km aus. Das Staatsgebiet schließt einige Inseln ein.

Geographie

Salzsümpfe und Wüstenstreifen trennen Katar von der Arabischen Halbinsel. Die Salzpfannen (Sebkhas) auf Meeresniveau sind Relikte aus der Zeit, als Katar noch Insel war. Erst durch eine leichte Hebung des Landes entstand die Verbindung zum arabischen Festland. Aus diesen Sümpfen steigt nach Norden das sanft gewellte Hügelland empor, das für ganz Katar prägend ist. Im Westen, nahe der Stadt Al-Kirana, erreicht das Gelände im Jebel Dukhan mit 106 m seinen höchsten Punkt. Nach Osten fällt das Land sanft zum Meer ab. Das überwiegend flache Land ist von Geröll-und Kieswüste geprägt. Sanddünen kommen nur vereinzelt, meist an der Küste im äußersten Südosten, vor. Die Küste wird von mehreren langgestreckten Buchten gegliedert. Besonders der Ostseite sind zahlreiche Korallenriffe vorgelagert. Das Grundwasser hat einen hohen Salzgehalt; Trinkwasser wird in Meerwasser-Entsalzungsanlagen gewonnen. Im Südosten befindet sich die Meereslagune Khor Udaid.

Klima

Mit dem geringen Jahresniederschlag von unter 100 mm gehört Katar zu den trockensten Landschaften der Erde. Aufgrund der Nähe zum Persischen Golf ist das Klima ganzjährig schwül, subtropisch und heiß. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 85 %. Im Sommer sind Temperaturen von 45° C keine Seltenheit, im Winter sinken sie auf durchschnittlich 17° C. Häufig weht der trocken-staubige Nordwestwind Shamal.

Flora und Fauna

Katar ist unfruchtbar und verödet, unwirtlicher noch als die anderen arabischen Wüstenstaaten. Nur im Norden, wo die Niederschläge noch etwas häufiger sind, wachsen Wüstenhyazinthen, Palmen und Dornbüsche. Nach dem seltenen Regen sprießen Gräser und Kräuter hervor, treiben Blüte und Frucht in sehr kurzer Zeit und verdorren sofort wieder. In den Salzpfannen wachsen spärliche salzliebende Gräser und Sträucher (Halophyten).

Nur wenige Tierarten - Wüstenspringmäuse, Igel, Geckos und Warane - können unter den extremen Lebensbedingungen der Wüste existieren. Zugvögel rasten im Winter an der nördlichen Küste. Es gibt etwa 30 einheimische Vogelarten. Für die gefährdeten Oryxantilopen wurde südlich von Doha ein Wildpark errichtet. Die Gewässer des Persischen Golfes sind sehr fischreich. Manchmal sind sogar Pottwale, Delfine und die sehr seltenen Seekühe aufzufinden. An der Nordküste befinden sich westlich von Ras Laffan Eiablagestrände von Meeresschildkröten.

Bevölkerung

Zeitweise waren fast 75 % der Einwohner Katars Ausländer, heute ist ihre Zahl noch auf 80 % gestiegen. 34 % sind indischer und pakistanischer, 16 % iranischer und 5 % sonstiger Abstammung. 45 % der Einwohner stammen aus anderen arabischen Ländern. Das Bevölkerungswachstum lag zwischen 1994 und 2004 bei 4,2 %. Der Anteil der unter 15-Jährigen betrug 2004 22,3 %. Im selben Jahr lebten 92 % der Einwohner in Städten. Die Lebenserwartung lag bei 74 Jahren. 77 % (darunter auch Wahhabiten) der Einwohner gehören dem sunnitischen Islam an. Unter den Ausländern herrschen Schiiten vor; ferner gibt es einen beträchtlichen Anteil an Hindus und 70.000 Christen.[1] Amtssprache ist Arabisch, Handelssprachen sind Persisch und Englisch. Daneben werden Urdu und andere indoarische Sprachen gesprochen.

Als Staat mit einem der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt besitzt Katar ein sehr gutes soziales Fürsorgesystem, Hilfsbedürftige erhalten feste monatliche Bezüge. Die medizinische Versorgung ist gut und steht kostenlos zur Verfügung. Es gibt keine allgemeine Schulpflicht, der Unterricht ist aber auf allen Ausbildungsstufen kostenlos; die Analphabetenrate betrug 2004 11 %. Seit 1973 besitzt Katar eine eigene Universität. Die größten Städte sind (Volkszählung 1. März 2004): Doha 338.760 Einwohner, ar-Rayyan 259.223 Einwohner, Umm Salal 27.703 Einwohner, al-Wakra 25.905 Einwohner, al-Haur 17.642 Einwohner, ad-Dahira 13.969 Einwohner und asch-Schahhaniyya 11.001 Einwohner.

        Jahr         Einwohner
1950 47.000
1960 59.000
1970 111.000
1978 201.000
        Jahr         Einwohner
1986 369.000
1996 658.000
2004 744.000

Siehe auch: Liste der Städte in Katar

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Katars

Das Gebiet des heutigen Emirats Katar wies in früheren Jahrtausenden noch eine reichhaltige Vegetation auf und war bereits in der Steinzeit besiedelt. Im 5. Jahrtausend v. Chr. erlebte Katar eine Blütezeit. Klimaveränderungen führten zum Entstehen der heutigen Wüstenlandschaft und einer Abwanderung der Bevölkerung. In den folgenden Jahrtausenden wurde Katar nur sporadisch besiedelt. Im 5. Jahrhundert n. Chr. hatte das Christentum Einzug in der Region gehalten, mit Ankunft des Islams verschwand es aber zwei Jahrhunderte fast völlig von der Arabischen Halbinsel.[1]628 n. Chr. schlossen sich die Bewohner Katars dem Propheten Muhammad an und traten zum Islam über. Aber auch in der Folgezeit hatte das Land wegen des fehlenden Wassers kaum eine Bedeutung. Von sporadischen Handelssiedlungen an der Küste abgesehen, war das Land nur von Beduinen bewohnt. Um 1760 zogen nomadisierende Beduinenstämme von ihren angestammten Weidegebieten im Inneren der Arabischen Halbinsel in das Gebiet des heutigen Katar. Zu diesen Beduinen gehörte auch die Sippe Al Thani, die das Dorf Al Bid gründete, das heutige Doha. Scheich Muhammad Al Thani gewann allmählich die Macht über die Wüstenhalbinsel und wurde zum Begründer der heutigen Dynastie. Die folgenden 100 Jahre waren durch Machtkämpfe mit der Sippe der Al Chalifa gekennzeichnet, die aus dem heutigen Kuwait auf die Halbinsel drang und die Siedlung Az Zubara gründete. 1783 gelang den Al Chalifa die Eroberung von Bahrain, worauf sich ein Großteil des Stammes auf der Insel niederließ.

Ende des 18. Jh. fielen saudische Wahhabiten, Anhänger einer streng orthodoxen islamischen Sekte, auf der Halbinsel ein und eroberten zeitweilig Al Bid. Seit dieser Zeit bestehen enge Bindungen zu Saudi-Arabien. Bis weit in 50er Jahre des 19. Jh. war die Küste von Katar wie die der heutigen Vereinigten Arabischen Emirate berüchtigt als „Piratenküste“. Erst das Eingreifen der britischen Ostindien-Kompanie, die ihre Handelswege nach Indien bedroht sah, bereitete der Seeräuberei ein Ende. 1867 kam es erneut zu einem heftigen Kampf um die Herrschaft in Katar zwischen den Al Thani und den Al Chalifa von Bahrain. Großbritannien intervenierte und erzwang einen Frieden. Im folgenden Jahr wurde ein Schutzvertrag zwischen Katar und Großbritannien abgeschlossen, wodurch das Land unter britischen Einfluss geriet. Diese Anerkennung der Al Thani führte zu einer endgültigen Trennung von Katar und der Insel Bahrain. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts versuchten die Osmanen ihre Ansprüche auf Katar verstärkt durchzusetzen. So wurden Teile des Landes besetzt. Daraufhin wandte sich Qasim Al Thani um Hilfe an die Wahhabiten. Großbritannien schritt 1913 erneut ein, um den osmanischen Einfluss und den der Wahabiten auszuschalten. 1915 mussten die letzten osmanischen Truppen das Land verlassen. In der Folgezeit setzte Großbritannien seinen politischen und wirtschaftlichen Einfluss verstärkt durch. Nach 1930 brach der Perlenhandel im Golf durch das Aufkommen japanischer Zuchtperlen weitgehend zusammen. Dies führte zu einer schweren Wirtschaftskrise, die viele Katarer zur Auswanderung zwang.

Allerdings erfolgten schon 1939 die ersten Erdölfunde, wodurch die Ölförderung bald das neue wirtschaftliche Standbein Katars wurde. In der Folgezeit ging mit wachsendem Reichtum eine tiefgreifende Modernisierung in Staat und Wirtschaft vor sich. Als Ende der 60er Jahre die Briten den Abzug der Truppen „östlich von Sues“ für 1971 ankündigten, proklamierte Katar am 1. September 1971 seine Unabhängigkeit und lehnte damit, wie Bahrain, einen Anschluss an die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Gleichwohl kam ein Freundschaftsvertrag mit Großbritannien zustande. Auch nahmen die Scheichs von Katar nun den Titel eines Emirs an. Im selben Jahr wurde mit dem Nord-Feld das größte Erdgasfeld der Welt entdeckt. Schon 1972 wurde Emir Ahmad ibn Ali durch Chalifa ibn Hamad (1972–1995) gestürzt, der sich in der Folgezeit verstärkt um die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die Ansiedlung von Industrie bemühte. Die absolute Herrschaft der Dynastie blieb aber weiter bestehen. 1977 wurden alle Erdöl- und Erdgasgesellschaften verstaatlicht. 1981 wurde mit Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Saudi-Arabien und Kuwait der Golf-Kooperationsrat gegründet. 1995 wurde Chalifa ibn Hamad von seinem Sohn Hamad ibn Chalifa (seit 1995) gestürzt, der mit der Einleitung demokratischer Reformen begann. Seit 1998 ist Katar der Sitz des Hauptquartiers der US-Truppen im Nahen Osten und war auch Kommandozentrale im Krieg der USA gegen den Irak im März 2003.

Politisches System

Am 30. April 2003 stimmten die Einwohner Katars der ersten Verfassung seit der Unabhängigkeit von Großbritannien zu, die 2005 in Kraft trat. Ihrzufolge ist Katar eine absolute Monarchie (Emirat). Staatsreligion ist der Islam. Der Emir ist zugleich Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der exekutiven und legislativen Gewalt; auch die Regierung ist ihm allein verantwortlich. Ein Parlament oder politische Parteien existieren nicht. Der König ernennt lediglich die 35 Mitglieder der Beratenden Versammlung (Madschlis asch-Schura). Das Land gliedert sich in fünf Regionen. Fünf Gerichte urteilen „im Namen des Emirs“, daneben gibt es Gerichte für religiöse Fragen. Katar ist Mitglied der UN, der Arabischen Liga, der OAPEC und der OPEC.

Das Herrscherhaus forciert die Bildung der Bevölkerung und hat mit den grundlegenden Bildungsrichtlinien eine zukunftsweisende Richtung vorgegeben. Wahlrecht und Karrierechancen für Frauen gehören ebenso zu der angestrebten Politik, wie die Beibehaltung der traditionellen Familienstrukturen. Die Gründung der Education City und die Fortentwicklung der University of Qatar in Kooperation mit verschiedenen Universitäten weist einen aussichtsreichen Weg. Außenpolitisch versucht man eine pragmatische und liberale Balance zwischen den arabischen Staaten und Organisationen und Israel, das eine ständige Handels-Vertretung in Katar unterhält.

Wirtschaft

Die wichtigsten Erwerbsquellen sind Erdöl, Erdgas, Düngemittel sowie die bezahlte Bereitstellung von Truppenlagerplätzen und Ruhezonen für die US Army. 2004 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 20 % gewachsen. 0,2 % davon werden in der Landwirtschaft, 62,2 % in der Industrie und 37,6 % im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. 2001 waren 2 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft, 38 % in der Industrie und 60 % im Dienstleistungssektor beschäftigt. Die Inflation lag 2005 im Durchschnitt bei 4,5 %. Katar ist die reichste Nation Asiens.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft kann trotz ehrgeiziger Regierungsprojekte die Inlandsnachfrage nur zu einem geringen Prozentsatz decken. Lediglich 0,3 % des Staatsgebiets sind als Ackerland ausgewiesen, das künstlich bewässert werden muss. Hauptanbauprodukte sind Tomaten, Kürbisse, Getreide, Datteln, Gemüse und Zitrusfrüchte. Die einst rein nomadische Viehwirtschaft wurde durch den Aufbau von Viehfarmen umstrukturiert. Der Fischfang wird weiter ausgebaut.

Perlenhandel

Der Perlenhandel war seit der Dilmunkultur 3200 v.Chr., die auf Bahrein beheimatet war und Handelsbeziehungen bis nach Indien aufwies, die wichtigste Einnahmequelle Katars bevor die Naturperlen durch billige Zuchtperlen ersetzt wurden und viele Menschen dadurch ihre Existenzgrundlage verloren. Davor hatte der Perlenhandel regelrecht geboomt.

Erdöl

Als 1938 erstmals Öl am Jabal Dhukan gefunden wurde, bot sich Katar die Chance einer neuen Einnahmequelle, um die Verluste durch den zusammengebrochenen Perlenhandel auszugleichen. Bereits ein Jahr danach begann die kommerzielle Förderung, aufgrund des 2. Weltkrieges verließ jedoch erst 1949 katarisches Öl das Land. In der Folge kam es zu einem Ölboom. 1961 trat Katar der OPEC bei. Katar wurde stark modernisiert und quasi aus dem Mittelalter direkt in die Neuzeit katapultiert, was mit einem gesellschaftlichen Umbruch einherging. Gastarbeiter kamen vor allem aus Pakistan, Sri Lanka, Nepal sowie von den Philippinen ins Land, bis heute insgesamt etwa 600.000 Menschen. Die Bevölkerung wuchs dadurch gewaltig und mittlerweile übersteigt die Zahl der Ausländer im Land die der Einheimischen. 1972 übernahm der Staat die Ölgesellschaften. Katar war somit das erste kleine Erdölförderland am Golf, das über hundert Prozent seiner Vorkommen selbst verfügte. Steigende Ölpreise ließen auch Katar immer reicher werden und sorgten für ein sehr hohes Pro-Kopf-Einkommen. Die Gesamtölreserven werden auf 3700 Millionen Barrel geschätzt (1 Barrel = 159 Liter).

Erdgas

Der Reichtum Katars liegt im Erdgassektor. Katar besitzt nach Iran das drittgrößte Erdgasvorkommen der Erde. Unter dem Meeresgrund liegt das North Gas Field, das mit 380.000 Milliarden Kubikfußreserven das größte Naturgasfeld der Erde ist. Katar besitzt alles in allem laut Angaben von QP (QatarPetrol): „900 Trillion Cubic Meter Gas“. Katar hat sich in den letzten Jahren eine weltweit führende Rolle in der Gasverarbeitung erarbeitet. Das Zentrum der Gasindustrie ist die im Norden gelegene Ras Laffan Industrial City. Dabei gibt es zwei Betriebe, die im Gasgeschäft vertreten sind. Durch die Indienststellung einer neuen Erdgasverflüssigungsanlage wird der wirtschaftliche Abtransport des Erdgases ermöglicht. Die Hauptabnehmer sind die GCC-Staaten. Wegen ständiger Nachfrage exportiert Katar immer mehr Erdgas. Bis 2012 investiert Katar unter anderem 50 Milliarden US-Dollar, um dann täglich die weltweit höchste Erdgas-Förderquote zu erbringen.

Weitere Bodenschätze, Energie

Daneben verfügt Katar über abbauwürdige Kalkstein-, Kies-, Ton- und Gipsvorkommen. Der Energiebedarf wird im wesentlichen durch Erdöl und Erdgas gedeckt.

Industrie

Zu den Industriebetrieben zählen ein Stahlwerk, eine Düngemittelfabrik, eine petrochemische Anlage, eine Getreidemühle und Meerwasserentsalzungsanlagen, deren wichtigste Standorte Mesaid und Ras Laffan sind.

Verkehr, Tourismus

Das gut ausgebaute Straßennetz umfasst etwa 1.300 km. Es bestehen Straßenverbindungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Die bedeutendsten Häfen sind Ras Laffan, wo neben Stückgut- und Containern im Wesentlichen Gas verladen wird, und Mesaid, wo Massengut und Stückgut sowie Öl umgeschlagen werden. Der Hafen der Hauptstadt Doha wird hauptsächlich von Dhaus angelaufen, die auf den traditionellen Routen des Persischen Golfes, jedoch auch bis Südindien verkehren. Eine neue kleine Hafenanlage in der Bucht von Doha ermöglicht auch hier den Umschlag von Stückgut und Containern. Die Häfen von al-Chaur (nördlich Doha) und al-Wakr (südlich Doha) sind im Wesentlichen Fischereihäfen mit geringem Küstenschifffahrtsverkehr. Ar-Ruwais an der Nordküste ist ein reiner Fischereihafen. Der internationale Flughafen von Doha wird täglich von mehreren europäischen Hauptstädten aus angeflogen. Der Tourismus ist volkswirtschaftlich bedeutungslos.

Zur Zeit entstehen mehrere spektakuläre Bauprojekte, zum Beispiel eine 400 Hektar große künstliche Insel namens „The Pearl“. Diese künstliche Insel befindet sich 20 km nördlich des internationalen Flughafens. Der Flughafen selbst wird z. Zt. ca. 2 km nordöstlich des bestehenden auf neu aufgeschüttetem Land neu gebaut. Dieser neue Flughafen wird für die Landung des A 380 ausgelegt und wird die Funktion als Drehscheibe internationaler Fluglinien weiter ausbauen.

Zwei Brückenbauwerke sollen die Abhängigkeit von Saudi-Arabien reduzieren. Die „Freundschaftsbrücke“ mit einer Länge von 45 km soll Katar mit Bahrain verbinden. Dazu gibt es ein Projekt, einen Transrapid über diese Verbindung verkehren zu lassen. Die zweite Brücke soll eine Verbindung zu den Vereinigten Arabischen Emiraten herstellen.

Außenhandel

2005 importierte Katar Güter im Wert von 7,3 Mrd. US-$, darunter zu 28 % Luftfahrzeuge und -teile, 21 % Maschinen und Ausrüstungen, 12 % Grundstoffe, 6 % Transportmittel und -ausrüstungen, 5 % chemische Produkte, 3 % Messtechnik und Optik, 3 % Textilien, 2 % Zement, Eisen und Baustoffe, und zwar zu 30 % aus Frankreich, 11 % aus den USA, 11 % aus Saudi-Arabien, 7 % aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, 6 % aus Deutschland, 6 % aus Japan, 6 % aus Großbritannien und 3 % aus der Volksrepublik China.

Das Land exportierte 2005 Güter im Wert von 26,7 Mrd. US-$, darunter zu 52 % Erdöl, zu 35 % Erdgas, zu 10 % chemische Produkte und zu 2 % Eisen und Stahl, und zwar zu 42 % nach Japan, zu 16 % nach Südkorea, zu 9 % nach Singapur, zu 5 % nach Indien und zu 3 % in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Sport

2005 fanden die West Asian Games in verschiedenen Sportstätten statt. 2006 wurden die Asian Games in Katar veranstaltet. Motorrad-Weltmeisterschaftsrennen werden im neugebauten Motodrom nördlich Doha durchführt. In Doha findet alljährlich Anfang Januar das ATP Doha Tennisturnier der Männer statt. 2005 und 2006 siegte dort der Schweizer Roger Federer.

Im Radsport bildet die Tour of Qatar mit dem Auftaktrennen Doha International GP Ende Januar eine wichtige Station beim Aufgalopp der Rad-Profis, große Stars wie zum Beispiel auch Erik Zabel nutzen dieses Rennen gern; im Januar 2007 liefern sich die Sprint-Asse Tom Boonen (Vorjahressieger und ehemaliger Weltmeister, Quick Step) und Alessandro Petacchi (Milram) die ersten Duelle der Saison.

Medien

Der kontroverse arabische Nachrichtensender al-Dschazira hat seinen Sitz in Katar. An englischsprachigen Zeitungen werden gelesen: „The Peninsula“, die „Gulf Times“ und die „Khaleej Times“ aus Dubai. Zunehmend sind auch sozialkritische Artikel zu lesen, in denen es insbesondere um die Lage der nicht-katarischen Arbeiter geht.

Ende 2005 wurde berichtet [2], dass die monopolistische Qatar Telecom Qtel im eigenen Datennetz Audio- und Videokommunikationsdienste wie MSN Messenger, Yahoo Messenger oder Google Talk sperrt, was von einer Sprecherin des Unternehmens auch bestätigt wurde. Besonders brisant ist dieses Vorgehen, da etwa 80% der Einwohner Katars Ausländer sind (Gastarbeiter etc.), für die diese Art der Kommunikation die einzig bezahlbare darstellt. Dies scheint jedoch teilweise wieder gelockert, bzw. aufgehoben worden sein (Stand Nov. 2006), da man zumindest über Skype ohne Einschränkung telefonieren und chatten kann.

Hingegen erfahren einige Internetseiten eine Zensur. Beim Aufruf mancher Seiten wird der Nutzer auf eine Seite der Qatar Telecom Qtel weitergeleitet. Dort findet man den Hinweis, „This Site has been Blocked...by Internet Qatar as the content contains materials which are prohibited in the State of Qatar.“ Zensur-Seite Dies erfolgt u.a. beim Aufruf von Seiten mit pornographischen bzw. sexuellen Inhalten, allerdings auch bei z.B. dem Aufruf der Yahoo-Groups und ähnlicher Communities.

Literatur

Einzelnachweise

  1. . 1,0 1,1 Radio Vatikan: Katar: Neue Kirche in der Wüste 30. März 2007
  2. . heise online: Qatar Telecom zensiert Chat und VoIP auf http://www.heise.de/newsticker/meldung/67781 13. November 2006]

Weblinks

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Wiktionary: Katar – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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Koordinaten: 25° 16' N, 51° 13' Olij:Qatarnov:Katarpms:Qatar

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ist in keiner Sprache gültige Bezeichnung für das Land Katar, wird trotzdem immer wieder durch IPs angelegt. --rdb? 10:38, 12. Mär. 2007 (CET)
  1. The Wu-Tang Clan -- Ra'ike D C B QS 10:39, 12. Mär. 2007 (CET)
  2. Kay One kommt gerne wieder. --Seewolf 12:54, 12. Mär. 2007 (CET)
  3. Die Wilden Kerle 4 - Der Angriff der Silberlichten LKD 15:52, 12. Mär. 2007 (CET)
  4. Zip (Roller) 4fach --Kantor Hæ? +/- 17:23, 12. Mär. 2007 (CET)
  5. @fire sebmol ? ! 19:06, 12. Mär. 2007 (CET)
  6. Mooky Wiederkehrender Unfug --GDK Δ 23:15, 12. Mär. 2007 (CET)
  7. Stoked Wiederkehende irrelevante Band --GDK Δ 00:01, 13. Mär. 2007 (CET)
  8. Fun on Ice - Wiedergänger. --jergen ? 10:46, 13. Mär. 2007 (CET)
  9. MarkpiumDerHexer (Disk.Bew.) 13:56, 13. Mär. 2007 (CET)
  10. Brothers of Destruction LKD 16:43, 13. Mär. 2007 (CET)
  11. Die Schickungtheorie Unsinn, lernresistent. --elya 19:32, 13. Mär. 2007 (CET)
  12. Matthias A. Bertsch (Trompeter, Percussionist)
  13. Amelie von Herzberg
  14. Wilfried Kausel, IWK
  15. Wilfried Kausel --Markus Schweiß| @ 22:23, 13. Mär. 2007 (CET)
  16. Jennah Kartes --Kantor Hæ? +/- 09:41, 14. Mär. 2007 (CET)
  17. DäneeuroDerHexer (Disk.Bew.) 12:50, 14. Mär. 2007 (CET)
  18. Antares (Film) -- Ra'ike D C B QS 12:54, 14. Mär. 2007 (CET) (Wiedergänger, URV)
  19. Crack Music --Kantor Hæ? +/- 14:14, 14. Mär. 2007 (CET)
  20. Im Osten nichts Neues --Thogo (Disk.) -- Sorgen? 14:21, 14. Mär. 2007 (CET)
  21. Sylverheadz --Kantor Hæ? +/- 14:40, 14. Mär. 2007 (CET)
  22. Puschkin (Wodka)DerHexer (Disk.Bew.) 18:04, 14. Mär. 2007 (CET)
  23. HypernatriämieDerHexer (Disk.Bew.) 18:32, 14. Mär. 2007 (CET)
  24. Matthias Bertsch Die beschriebene Person wurde Opfer einer massiven Rufmordkampagne --Markus Schweiß| @ 19:28, 14. Mär. 2007 (CET)
  25. Thea Beckman --Scherben Fußball ist immer noch wichtig... 20:27, 14. Mär. 2007 (CET)
  26. Matthias A. Bertsch PDD 20:46, 14. Mär. 2007 (CET)
  27. Willem Wolpers-Brakensiek mehrfacher Fake. --Scherben Fußball ist immer noch wichtig... 20:58, 14. Mär. 2007 (CET)