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Wiking Modellauto
Aus Kefk.
Wiking in Berlin ist ein bekannter Hersteller von Kunststoff-Modellautos, hauptsächlich im Maßstab H0 ("Ha-Null"), als Zubehör für Modelleisenbahnen (Trix, Märklin, Fleischmann, Roco) und für Sammler eines Spezialgebiets. Heute führt die Sieper-Gruppe die Markenaktivitäten konsequent fort.
Nach dem Kriege gab es kurzzeitig Figuren um die Arche Noah, Versuche mit Tonmodellen und anderes mehr, bevor in den Automodellen die Zukunft gesehen wurde. Um überhaupt etwas produzieren zu können, wurden zuerst sogar Kämme und Knöpfe aus Kunststoff hergestellt. Ferner wurde die Berliner Luftbrücke 1948/49 mit einer kleinen Serie von fünf Flugzeug- und zwei Fahrzeugmodellen im Maßstab 1:400 begleitet.
Ab 1947 begann man zunächst mit Automodellen, die zum Teil nur aus einem Formteil bestanden, von unten hohl und deren Fenster teilweise bemalt waren (Maßstab 1:100).Die Wasserlinien-Schiffsmodelle produzierte man von 1949/50 an wieder, später zum Teil auch modifiziert als Veteranenserie. Etwa 1974/75 wurde diese Produktionslinie eingestellt.
Durch die so genannte "Silberserie" wurde in den 60ern versucht, nochmals Flugzeugmodelle in 1:200 zu verkaufen, jedoch ohne einen wirtschaftlichen Erfolg.
1981 starb der Firmengründer Friedrich Karl Peltzer im Alter von 78 Jahren (* 5. Februar 1903; † 20. November 1981). Manche Sammler halten diesen Zeitpunkt für das Ende einer Ära (der Zeit der stilisierten Modelle, der Darstellung des Wesentlichen). 1982 wurde die Außenstelle Kiel geschlossen, in der o. g. Schiffe und auch Sondermodelle (größere Maßstäbe, Werbeaufträge) gefertigt wurden. Die Zweigstelle Buer, als Vorläufer von Kiel, war bereits 1953 aufgegeben worden. Im Jahre 1984 erfolgte der Verkauf an die Sieper-Gruppe (Siku). 1986 fand der Umzug vom alten Stammhaus "Unter den Eichen 101", wo man seit 1936 ansässig war, in die "Industriestraße 1-3" statt. Begonnen hatte man 1932 in der Dahlemer Straße. Seit 1995 montiert man in Polen, 1999 kam China als Fertigungsstätte hinzu. Die heutigen Modelle vertreten eine andere Philosophie und haben sich dem Zeitgeschmack, den Marktgesetzen und den Mitbewerbern, wie Herpa, Brekina, etc. angepasst (von Peltzer geprägter Begriff: "Sklavischer Nachbau").
Mittlerweile sind alte Wiking-Modelle gesuchte Sammlerstücke, die eine Vielzahl an Sammlern, überwiegend Männer im Alter von 35-60 Jahren, begeistern. Wiking wird als Sammelgebiet in einem Atemzug mit Märklin-Metallspielzeug, Steiff oder Käthe-Kruse-Puppen genannt und findet als Sammelgebiet häufig Beachtung in überregionalen Fernseh- oder Zeitungsberichten.
Nicht vergessen werden sollten auch die Spur-N-Modelle ab 1969, die auch einen Liebhaberkreis, nicht nur unter Modelleisenbahnern, haben.
Literatur
- Ulrich Biene: Der Modell-Mythos WIKING - Wie es wirklich war; Delius-Klasing Verlag, Bielefeld, 2007; ISBN 978-3-7688-1943-5
- Karl A. Koch: Neuer Gelber Katalog 1999, Das Jahrbuch des Wiking-Sammlers. ISBN 3-932396-08-1 (verschiedene Jahrgänge)
- Rüdiger Walsdorff: WIKING - die Peltzer-Ära. Menschen und Miniaturen. Die Geschichte einer Modellbaufirma in Berlin-Lichterfelde. Berlin: Portus Verlag 2004. ISBN 3-00-014769-1
- Peter Schönfeldt: Wiking-Modelle. Die Schiffe und Flugzeuge. Hamburg : Koehler 1998. ISBN 3-7822-0731-9
Weblinks
- http://www.wiking.de Herstellerseite Wiking
- http://www.wiking-modelle.de Sammlerforum, Datenbank und Magazin
- http://www.wiking-feuerwehr.de Spezialseite für Wiking Feuerwehr Sammler
- http://www.wiking-story.de Historie, Hintergründe & Themen
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