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Wiesentalbahn
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| Wiesentalbahn
<tr><td valign="top">Kursbuchstrecke:</td><td>735</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>28,75 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm</td></tr><tr><td valign="top">Stromsystem:</td><td>15 kV 16,7 Hz ~</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 11 ‰</td></tr> | |
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| Basel–Zell im Wiesental | |
Die Wiesentalbahn (KBS 735) ist eine 27,2 km lange elektrifizierte Hauptbahn in Baden-Württemberg im Dreiländereck bei Basel. Sie führt entlang des Flusses Wiese vom Badischen Bahnhof in Basel – anfangs auf schweizerischem Gebiet – nach Zell im Wiesental.
Geschichte
Die Strecke, deren Nummer 4400 lautet, wurde als erste Privatbahn im Großherzogtum Baden von der Wiesenthalbahn-Gesellschaft gebaut und am 7. Juni 1862 bis Schopfheim in einer Länge von 20 km eröffnet. Die Fortsetzung talaufwärts als „Hintere Wiesenthalbahn“ besorgte am 5. Februar 1876 die Schopfheim-Zeller Eisenbahn-Gesellschaft.
Daran schloß sich ab 7. Juli 1889 die von dem Badischen Eisenbahn-Konsortium Herrmann Bachstein erbaute, später der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft gehörende Schmalspurbahn Zell–Todtnau an, die auch als „Obere Wiesentalbahn“ bezeichnet wurde.
Weil das Deutsche Reich vom Großherzogtum Baden aus militärischen Gründen den Bau einer leistungsfähigen Eisenbahn von Weil am Rhein nach Säckingen verlangte, für die auch die vorhandene Strecke Lörrach–Schopfheim mitbenutzt werden sollte, erwarb der badische Staat die gesamte Strecke Basel–Zell und gliederte sie in seine Großherzoglich Badische Staatseisenbahnen ein. Diese hatten von Anfang an den Betrieb auf Kosten der Privatgesellschaften geführt. Der Eigentumsübergang erfolgte am 1. Januar 1889 bis Schopfheim und ein Jahr später bis Zell. Als eine der ersten Strecken in Deutschland wurde die Strecke 1913 gemeinsam mit der Wehratalbahn elektrifiziert; Grundlage war – neben der strategischen Bedeutung – die reichlich vorhandene Wasserkraft.
Heutige Bedeutung
Heute gehört die Wiesentalbahn der Deutschen Bahn AG und wird seit dem 15. Juni 2003 von der SBB GmbH, der deutschen Personenverkehrstochter der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betrieben. In den Jahren 2003 bis 2005 wurden massive Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, mit Ausnahme eines Restgüterverkehrs und der Autozüge nach Lörrach wandelte sich der Charakter zunehmend zur reinen S-Bahn-Strecke ohne Güterverkehr. Der Personenverkehr auf der Wiesentalbahn ist seither als S6 im Netz der Regio S-Bahn Basel eingebunden.
Im Sommer 2004 wurde der Abschnitt Lörrach–Haagen zweigleisig ausgebaut, um die auf der Gartenbahn verkehrende S5 bis nach Steinen verlängern zu können. Die Modernisierung der Stationen umfasst jeweils die Erstellung eines 55 Zentimeter hohen Bahnsteigs (SBB-Standard), mit einer Mindestlänge von 150 Metern (zwei FLIRT-Züge). Ohne nennenswerten Güterverkehr wurden – analog zu Schopfheim – auch in Lörrach inzwischen als überflüssig erachtete Bahnanlagen weiter zurückgebaut (u. a. Gleis 5); erstellt wurde ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW), das die gesamte Strecke der Wiesentalbahn und der Gartenbahn von Lörrach aus steuert. Die meisten Neuerungen wurden bis Ende 2004 abgeschlossen und dem Betrieb übergeben.
Mit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 wurde die S5 von Lörrach bis nach Steinen verlängert und bietet mit der S6 tagsüber auf dem Abschnitt einen Viertelstundentakt. Zudem ging der neue Haltepunkt Lörrach-Schillerstraße in Betrieb.
Auf der Strecke werden seit Herbst 2005 Triebzüge des Typs Stadler FLIRT (Schweizer Baureihe RABe 521) eingesetzt, welche die als Übergangslösung für den Einsatz in Deutschland modifizierten NPZ-Garnituren RBDe 561 im März 2006 endgültig ablösten.
Die weiteren Ausbaupläne sehen im Laufe des Jahres 2007 die Inbetriebnahme des Haltepunkts Schopfheim West vor, die Haltepunkte Lörrach-Schwarzwaldstraße und Riehen-Niederholz sollen im Dezember 2007 folgen.
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