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Wiesenfeld (Karlstadt)
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Wiesenfeld ist der flächenmäßig größte Ortsteil von Karlstadt und liegt im Landkreis Main-Spessart genau zwischen Lohr am Main und Karlstadt am Main.
Auf einer Gesamtfläche von 22,4km² leben etwa 1300 Einwohner, die in der Mehrzahl zur römisch-katholischen Kirche gehören.
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1139. Im Jahre 1351 wurde durch die Grafen von Rieneck, die zeitweilig die Herrschaft über einen Teil des Ortes ausübten, eine Dorfordnung erlassen. Das Dorfgericht war auch für den Nachbarort Rettersbach und die beiden Nachbarorte Steinbach und Halsbach zuständig, die heute Stadtteile von Lohr sind. Das Gerichtssiegel aus dem Jahre 1679 lieferte auch die Vorlage für das Ortswappen mit einem schreitenden silbernen Gotteslamm auf rotem Grund.
Die Besiedlung durch jüdische Mitbürger erfolgt ab der Mitte des 16. Jahrhunderts infolge von Vertreibungen andernorts, um das Jahr 1800 zählt die jüdische Gemeinde 90 Mitglieder aus zwanzig Familien. Insgesamt hat der Ort zu jener Zeit etwa 630 Einwohner.
Der Bau der Kirche Maria Himmelfahrt fand um das Jahr 1610 statt, eine aufwendige Renovierung und Neuausstattung der im Dreissigjährigen Krieg entstandenen Schäden erfolgte ab 1673. Im Jahre 1905 wird das Kirchengebäude erweitert und renoviert. Die Kirche und die von 1861 bis 1863 erbaute Synagoge sind sehenswert.
Weblinks
Koordinaten: 50° 0' N, 9° 41' O
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