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Wiener Linien

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Wiener Linien GmbH & Co KG
Basisinformationen
Kontaktdaten Erdbergstr. 202
1030 Wien
Homepage WIENER LINIEN
Bezugsjahr 2005
Eigentümer Wiener Stadtwerke Holding AG
Linien
Straßenbahn/Tram 32
U-Bahn 5
Bus 81 Tagbus
35 Nachtbus
Anzahl Fahrzeuge
U-Bahnwagen 636
Straßenbahn/Tram 549
Omnibus 492
Statistik
Fahrgäste pro Jahr 427,4 U-Bahn
207,7 Straßenbahn
111,7 Bus Mio.
Fahrleistung pro Jahr 8,550 U-Bahn
4,147 Straßenbahn
2,331 Bus Mio. km
Haltestellen 90 U-Bahn
1.137 Straßenbahn
3.163 Bus
Länge Liniennetz
Länge U-Bahn 65,5 km
Länge Straßenbahnlinien 231,7 km
Länge Buslinien 637,6 Tagnetz km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 3 U-Bahn
8 Straßenbahn
4 Bus
Wikipedia
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Die Wiener Linien GmbH & Co KG, ursprünglich Wiener Stadtwerke-Verkehrsbetriebe, sind der städtische Verkehrsbetrieb der Bundeshauptstadt Wien und Bestandteil der Wiener Stadtwerke Holding AG.

Die Wiener Linien beschäftigen derzeit 8.171 Mitarbeiter und beförderten 2004 735,3 Millionen Passagiere (vgl. 2003: 721,8 Mio.), wobei die Zahl seit den 70er-Jahren ansteigt. Es gibt 300.000 Jahreskartenbesitzer, rund ein Drittel davon sind Senioren. 24 Prozent aller Fahrgäste sind Schüler. Der Umsatz stieg 2004 leicht auf 345,2 Millionen Euro. Laut Erhebungen werden in Wien 34 Prozent aller Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, was im europäischen Vergleich einen Platz an der Spitze bedeutet. Die Wiener Linien, genauer die Schwesterfirma Wiener Linien GesmbH., sind mit 97,45 Prozent Anteil an der „AG der Wiener Lokalbahnen“ beteiligt. 1998 wurde das U-Bahn und Straßenbahnnetz im Rahmen eines Cross-Border-Leasing-Vertrages an eine US-amerikanische Finanzgesellschaft verkauft und werden mit einer Rückkaufoption für mehrere Jahrzehnte geleast.[1]

Inhaltsverzeichnis

Streckennetz (2005)

  • 5 U-Bahnlinien mit 65,5 Kilometer Netzlänge und 427,4 Millionen Passagieren
  • 32 Straßenbahnlinien mit 231,7 Kilometer Netzlänge und 207,7 Millionen Passagieren
  • 81 Tages-Buslinien, die in Eigenregie betrieben werden, mit 637,6 Kilometer Netzlänge und 111,7 Millionen Passagieren
  • 35 Nachtbuslinien.

Weitere Buslinien werden von Subunternehmern, vor allem von der Firma Dr. Richard, betrieben.

Die meisten Tages-Linien verkehren ca. von 5.00 bis 0.30 Uhr. Zur Stoßzeit sind viele Linien im Zwei - bis Fünf-Minuten Intervall unterwegs, in den Abendstunden verkehrt die U-Bahn im 7,5 Minuten Intervall, Straßenbahn- und Buslinien im Zehn- oder 15-Minuten-Takt. In der Zeit von 0.30 bis 5.00 Uhr verkehren die Nachtbuslinien im 15-30-Minuten-Abstand.

Tariflich sind die Wiener Linien integriert in den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR). Das Netz der Wiener Linien liegt zur Gänze in dessen Kernzone (Zone 100).

U-Bahn

Bild:V-Wagen-Wien.png
V-Wagen“ auf der U3 bei Station Erdberg
Bild:Wien Underground U6.jpg
Niederflurzug auf der U6

Hauptartikel: U-Bahn Wien

Die Wiener U-Bahn existiert unter dieser Bezeichnung seit 1976, als eine Strecke der Wiener Stadtbahn für den U-Bahn-Verkehr adaptiert wurde, und als U4 in Betrieb ging. Weitere 4 Linien folgten, welche in verschiedenen Ausbaustufen bereits mehrmals verlängert wurden und nach wie vor werden.

Namen der Linien:

  • U1 Leopoldau-Reumannplatz
  • U2 Schottenring-Karlsplatz (ab 10. Mai 2008: Stadion-Karlsplatz; ab 2010: Aspern-Karlsplatz)
  • U3 Ottakring-Simmering
  • U4 Heiligenstadt-Hütteldorf
  • U6 Floridsdorf-Siebenhirten

Das Wiener U-Bahn-Netz besteht zur Zeit aus fünf U-Bahn-Linien (U1-U4 und U6), ist 65,6 Kilometer lang und hat 90 Stationen (per Okt. 2006). Es sind zur Zeit (Stand 2005) 510 Fahrzeuge im Betrieb, damit stehen 96.904 Plätze dem Fahrgast zur Verfügung.

Straßenbahn

Bild:4trams vienna.jpg
Vier Generationen der Wiener „Bim

Hauptartikel: Wiener Straßenbahn

Die Wiener Straßenbahn existiert seit 1865, als die erste Pferdetramway ihren Fahrbetrieb aufnahm. Das Straßenbahnnetz wurde in den folgenden Jahrzehnten massiv ausgebaut, und ist auch heute noch, nachdem mit dem zunehmenden Individualverkehr der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts trugschlüssigerweise einige Linien zugunsten des Kraftfahrzeugverkehrs aufgelassen wurden, eines der größten Straßenbahnnetze der Welt. Es existieren derzeit noch 32 Linien. Allerdings werden im Zuge von U-Bahn-Verlängerungen einige Linien aufgelassen, wie zum Beispiel im Juli 2006 die Linie 25 (Leopoldau-Aspern). Allerdings sind auch Verlängerungen und neue Linien geplant.

Zur Zeit gibt es 32 Linien mit 549 Triebwagen, davon 152 vom Niederflur-Typ ULF (Ultra Low Floor = extrem niedriger Boden, mit 18 Zentimetern die niedrigste Einstiegshöhe weltweit). Das Liniennetz verfügt mit Stand 2006 über eine Länge von 231,7 Kilometer bei einer Gesamtgleislänge von rund 441 Kilometern mit 1137 Haltestellen.

Bus

Bild:Bus Wiener Linien GU230-54-69-A1 8254.jpg
Ein älterer Bus des Typs GU230/54/69/A1 8254 auf der Linie 28A

Aktuell sind auf den ca. 45 Tages- und den 21 Nachtbuslinien auf ca. 360 Kilometern Streckenlänge rund 500 Busse eingesetzt, welche jährlich rund 120 Millionen Fahrgäste verzeichnen. Sie sind nummeriert und mit einem A gekennzeichnet, um sie auf den erste Blick von Straßenbahnlinien zu unterscheiden. Außerdem werden noch Buslinien eingesetzt, die meist von anderen Firmen wie Dr. Richard betrieben werden und für die ebenfalls die Fahrscheine der Wiener Linien gelten. Diese Busse werden, falls sie eigenständig und nicht im Auftragsverkehr unterwegs sind, zur Unterscheidung mit einem B gekennzeichnet.

Der Autobusbetrieb wurde in Wien am 23. März 1907 aufgenommen. Zuerst wurde mit Akkumulatorwagen und Fahrleitungsbussen experimentiert, ehe sich nach dem 1. Weltkrieg die ersten Buslinien mit Benzinbussen behaupten konnten. Vor allem in der historischen Innenstadt, wo aus Platzgründen kein Straßenbahnnetz mehr erstellt werden konnte, wurden nach und nach immer mehr Buslinien eingeführt. 1924 war der Fuhrpark dann bereits so groß, dass eine eigene Hauptwerkstätte, welche sich heute auf der Simmeringer Haide befindet, errichtet werden musste.

Der große Durchbruch bei der Wagenkonstruktion gelang 1928 mit dem Bau der legendären "Fross-Büssing"-Busse mit der Typenbezeichnung "W IV 0".

Zwischen 1936 und 1953 - unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg welcher sämtliche 130 Busse beschädigte oder zerstörte - wurden sämtliche Busse auf Dieselmotoren umgestellt.

Inzwischen baute die Industrie auch neue Busse, wobei besonders die Typen "120 OGW" von Gräf & Stift und ,,5 GF" von Saurer lange Zeit das Stadtbild Wiens prägten. Um jedoch eine moderne Buskonstruktion zu schaffen, wurden mehrere Versuchswagen von der Industrie hergestellt, woraus sich die neue Standard-Type kristallisierte: Der Großraum- Trambus mit Unterflurmotor und Automatikgetriebe. Diese Type wurde ab 1958 am jeweils aktuellen Stand der Technik gebaut und vielfach eingesetzt.

Um die Leistungsfähigkeit der Busse zu erhöhen, wurden ab 1960 die Sonderkonstruktionen der Doppeldecker-Busse (in Betrieb bis 1991) und ab 1963 Gelenkbusse eingesetzt.

Zwischen 1963 und 1977 wurden rund 300 Busse so umgebaut, damit sie mit einem Diesel-/Flüssiggasgemisch betrieben werden können. Ab 1977 wurden alle neuen Busse mit speziellen Otto-Gas-Motoren ausgestattet, um von nun an mit reinem Flüssiggas betrieben werden zu können. Seit 1988 werden sämtliche Busse ganz im Sinne des Umweltschutzes auch mit Abgas-Katalysatoren ausgestattet.

Eine besondere Busart, die für die beengten Verhältnisse der Wiener Innenstadt entwickelt wurde, waren die "City- Busse". Diese kleinen Wagen waren von 1977 bis 1995 in Betrieb, ab 1992 wurden sie aber durch umweltfreundliche "Midi-Busse" ersetzt, welche wiederum inzwischen durch VW-Citybusse, welche kleiner und leiser sind, ersetzt wurden.

Fuhrpark

Bild:Bus Wiener Linien Ng273-8270.jpg
Ein Bus des Typs MAN NG 273 LPG Nr. 8270 im Betrieb der Wiener Linien. Hier an der Endhaltestelle der Linie 48A an der Baumgartner Höhe
Citybusse
  • Type Gräf / Steyr NM 155 M9 - 3 Fahrzeuge (urspr. 21) - Baujahre 1992 - 1993 (im Einsatz Fahrzeuge aus 1993)
  • Type VW-Kutsenits KB 235 - 12 Fahrzeuge - Baujahr 2005
Normalbusse
  • Type Gräf / Steyr LU 200 M11 - 6 Fahrzeuge (urspr. 345) - Baujahre 1978 - 1992 (im Einsatz Fahrzeuge aus 1992)
  • Type Gräf / Steyr NL 205 M12 - 185 Fahrzeuge (urspr. 190) - Baujahre 1992 - 1999 (im Einsatz Fahrzeuge aus 1994 - 1999)
  • Type Gräf / Siemens NL 243 LPG - 50 Fahrzeuge - Baujahre 2001 - 2002
  • Type MAN NL 273 LPG (2-türig) - 29 Fahrzeuge - Baujahre 2005 - 2006
  • Type MAN NL 273 LPG (3-türig) - 15 Fahrzeuge (bisher) - Baujahre 2006 - 2007
Gelenkbusse
  • Type Gräf / Steyr NG 235 M18 - 97 Fahrzeuge - Baujahre 1995 - 2001
  • Type MAN NG 243 LPG - 66 Fahrzeuge - Baujahre 2003 - 2005
  • Type MAN NG 273 LPG - 20 Fahrzeuge - Baujahr 2005

Außer den Fahrzeugen der Type Gräf / Steyr LU 200 M11 sind alle Busse niederflurig. Die gesamte Busflotte der Wiener Linien wird mit Flüssiggas (LPG) angetrieben.

Stand: 1. April 2007

O-Bus

O-Busse (Oberleitungs-Autobusse) gab es in Wien nur von 1908 bis 1938 (Pötzleinsdorf - Salmannsdorf) und 1946 bis 1958. Sie konnten sich allerdings nie richtig durchsetzen. Eine ausführliche Beschreibung früherer und einst geplanter O-Bus-Linien in Wien findet sich hier.

Siehe auch

Weblinks

Koordinaten: Direktion der Wiener Linien 48° 11′ 23" N, 16° 24′ 52" E

Wikipedia
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