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Wiede

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Eine Wiede, auch ein Wiedel genannt, ist ein verdrehter Zweig von Haselnuss, Weide oder Traubenkirsche als Bindemittel, etwa beim Decken eines Reetdaches, bzw. ein geflochtenes Band aus pflanzlichem Material. Da die Sache keine Verwendung mehr findet, wurden auch die Begriffe obsolet.

Etymologie

Das Wort wiede hat sich aus dem althochdeutschen witta, das Binde oder Band bedeutet, über das mittelniederdeutsche wide für gedrehten Strick und Band entwickelt. Vom selben Stamm leitet sich auch die Bezeichnung für den Baum Weide ab. Grundlage ist die indoeuropäische Wurzel „*uei-“, die im Sinne von drehen bzw. biegen verwendet wurde, welches auf biegsame Zweige oder Flechtwerk übertragen wurde [1].

Quellen

  1. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, dtv, München, 3. Auflage 1997, S. 1548. ISBN 3-423-32511-9
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