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Wie Du mich wünschst
Aus Kefk.
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Wie Du mich wünschst |
| Originaltitel: | As You Desire Me |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1932 |
| Länge (PAL-DVD): | 71 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Stab | |
| Regie: | George Fitzmaurice |
| Drehbuch: | George Markey nach den Stück von Luigi Pirandello |
| Produktion: | Paul Bern für MGM |
| Musik: | Herbert Stothart |
| Kamera: | William Daniels |
| Schnitt: | George Hively |
| Besetzung | |
| |
Wie du mich wünschst (As You Desire Me) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von George Fitzmaurice. Er wurde am 2. Juni 1932 in den nationalen Verleih gebracht.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung
Der Film orientiert sich grob an dem gleichnamigen Stück von Pirandello.
Die Sängerin Zara arbeitet kurz nach dem 1. Weltkrieg in einem Nachtclub in Budapest. Zara ist für ihre Schönheit bekannt und wird entsprechend von den männlichen Besuchern bewundert. Sie hat eine Beziehung zum Schriftsteller Salter, der sie mitunter brutal behandelt und emotional ausnutzt. Im Verlauf der Handlung wird deutlich, dass er Zara vor einigen Jahres in Italien getroffen hat, wo die junge Frau, die aufgrund traumatischer Kriegserfahrungen unter Amnesie leidet, in ungeordneten Verhältnissen lebte. Die Beziehung ist unglücklich und Zara verfällt zunehmend dem Alkohol.
Eines Tages kommt Toni im Auftrag seines Freundes, dem italienischen Grafen Varelli, in eine Vorstellung von Zara. Varelli glaubt in ihr seine seit dem Krieg verschollene Frau Maria zu erkennen, zumal die äußerliche Ähnlichkeit verblüffend ist. Zara scheint sich zumindest dunkel an Varelli zu erinnern, ist sich jedoch nicht sicher. Toni drängt Zara, mit ihm nach Italien zurückzukehren. Salter versucht jedoch mit allen Mitteln zu verhindern, dass Zara ihr Gedächtnis wiedererlangt. Schließlich verlässt Zara, die immer mehr davon überzeugt ist, in Wirklichkeit Maria zu sein, ihren Mentor und folgt Toni.
In Italien versuchen der Graf und die vermeintliche Gräfin gemeinsam, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Immer wieder zweifelt Zara/Maria an ihrer Identitität und auch der Rat wohlmeinender Freunde kann ihr nicht helfen, ihr wahres Ich zu entdecken. Sie will schließlich den Grafen verlassen, da sich sich nicht sicher über die tatsächlichen Umstände ist, die zu ihrem Gedächtnisverlust geführt haben. Nach vielen Diskussionen erkennt Zara/Maria jedoch, dass die Liebe zu Graf Varelli stärker ist als jeder Zweifel. Auch das plötzliche Auftauchen Salters in Italien und dessen Versuch, Maria durch eine Intrige zurückzugewinnen, kann Maria nicht mehr beeinflussen. Maria und Varelli versuchen gemeinsam ein neues Leben zu beginnen, das die Schatten die Vergangenheit hinter sich lässt.
Hintergrund
Auf ausdrücklichen Wunsch von Greta Garbo wurde Erich von Stroheim in der Verfilmung des Pirandello Stücks Wie Du mich wünschst engagiert. Die Schauspielerin kannte von Stroheim seit 1926 und war mit seinem Werk gut vertraut. Ebenso wie die Filme von Friedrich Wilhelm Murnau schätzte sie die Streifen Stroheims als künstlerische Meisterwerke. So hatte sie 1929 in ihrem letzten ausführlichen Interview überhaupt gegenüber der New York Times gesagt, sie wünsche sich, als Johanna von Orleans unter der Regie von Strohheim aufzutreten.
Gegen den Willen von Thalberg und Mayer wurde Stroheim für die damals hohe Gage von 1,500 Dollar pro Woche verpflichtet. Stroheim war gesundheitlich angeschlagen und blieb den Dreharbeiten oft fern. Garbo legte daher ihre eigenen Indispositionen stets auf die selben Tage. So bekam Stroheim keinen Ärger mit dem Studio. Er selbst behauptete, seine Rolle des eifersüchtigen Impressarios an dem Charakter von Ferenc Molnár, einem bekannten Autor des Vorkriegseuropas angelegt zu haben. Nicht wenige Kritiker sahen in dem Zusammenspiel zwischen Garbo und Stroheim jedoch eine mehr oder weniger subtile Persiflage auf das damals bereits bekannt gewordene Verhältnis zwischen Marlene Dietrich und Josef von Sternberg.
Nachdem Norma Shearer, die einzige Konkurrentin bei MGM für Garbo, früher im Jahr in der Verfilmung des O'Neill Stücks Strange Interlude die Hauptrolle gespielt hatte, drängte Garbo ebenfalls auf eine 'Prestigerolle'. Die Wahl auf Pirandello war einerseits recht gewagt, da seine Stücke in Amerika wenig bekannt waren. Andererseits kamen mit einem renommierten europäischer Autor, einem explizit europäischen Setting und dem schwedischen Hollywoodstar mehrere Faktoren zusammen, die zusammenpassten.
Der Streifen war der letzte Film unter Garbos laufendem Vertrag und es galt als fraglich, ob die Schauspielerin je wieder in Hollywood drehen würde. Das Studio ließ die Öffentlichkeit über die weiteren Pläne im Unklaren und lancierte den Film halboffiziell als Garbos Abschiedsvorstellung. Unter großer Geheimhaltung unterschrieb Garbo jedoch kurze Zeit nach den Dreharbeiten einen neuen, finanziell lukrativen Vertrag.
Mit Produktionskosten von gut 450.000 Dollar lag der Film etwas über den MGM-Durchschnittsaufwand. Er war an der Kinokasse leidlich erfolgreich und spielte in den USA $ 705.000 und in der restlichen Welt $ 658.00, also insgesamt $ 1.362.000 und einen Gewinn von gut 470.000 Dollar ein. Vor dem Hintergrund der sich immer mehr verschärfenden Weltwirtschaftskrise und angesichts des nicht sehr kommerziellen Themas von Amnesie und Identität war das ein mehr als akzeptables Ergebnis.
Garbo beende das Jahr auf Platz 5 der kassenträchtigsten Stars in Hollywood. Ihr immaterieller Wert für das Studio, das Prestige und ihr weltweites Ansehen machten sie indes zum wertvollsten 'Besitz' von MGM.
Kritik
Die meisten Kritiker waren von Garbos Darstellung angetan. So schrieb die New York Times:
- If Greta Garbo's portrayal in [...] "As You Desire Me," is her valedictory to the American screen, then the talented Swedish player has the satisfaction of leaving the Metro-Goldwyn-Mayer studios in a blaze of glory. For her acting [...] is as brilliant as anything she has accomplished in her long list of film roles.
- Wenn Greta Garbos Darstellung in "Wie Du Mich Wünschst" ihre Abschiedsvorstellung auf der amerikanischen Kinoleinwand ist, dann hat die talentierte schwedische Schauspielerin die Genugtuung, die MGM Studios im Triumph zu verlassen. Ihre Schauspielkust ist so brillant wie alles, was sie in ihre langen List von Filmrollen geboten hat.
Weblinks
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