Widescreen-Monitor
Aus Kefk
Nachdem sich im TV-Bereich das Breitbild weitgehend durchgesetzt hat, werden jetzt auch immer häufiger LCD-Monitore für PCs im Widescreenformat verkauft, meist im Verhältnis 16:10. Dies unterscheidet sich dabei geringfügig vom TV Widescreen-Format, welches 16:9 beträgt.
Die Größen der TFT-Monitore im herkömmlichen Verhältnis 4:3 und im neuen 16:9 Verhältnis sind nur bedingt miteinander vergleichbar. Vergleicht man nämlich die beiden Formate bei gleicher Bildschirmdiagonale (üblicherweise in Zoll angegeben), so erhält man zwar ein paar Zentimeter mehr in der Breite, verzichtet jedoch auf die Höhe (etwa um den Faktor 1,4). Dies heisst auch, dass insgesamt die Fläche bei nominell gleicher Bildschirmdiagonale bei den Widescreen-Displays kleiner ist als bei den konventionellen 4:3-Monitoren.
Vergleicht man z.B. einen herkömmlichen 19-Zoll-Monitor mit einem 19-Zoll-Widescreen-Monitor, erhält man zwar zusätzliche 3,4 Zentimeter in der Breite, verliert jedoch auch 4,6 Zentimeter in der Höhe.
Um die Höhe eines 4:3-Monitors mit 19-Zoll zu erhalten, muss man im Breitformat mindestens einen 20-Zoll-Monitor wählen. Künftig werden daher auch 24 Zoll und mehr nicht ungewöhnlich sein.
Inhaltsverzeichnis |
Vorteile
Widescreen Monitore bieten folgende Vorteile gegenüber dem 4:3 Format:
Allgemein
Da unser Sehverhalten mehr in die Breite als Höhe ausgerichtet ist und wir die Welt ebenfalls über unsere Augen als "Breitbild" wahrnehmen, ist Widescreen ergonomischer und augenfreundlicher.
Desktop/Anwendungen
Durch die Breitbildformate hat man auf dem Desktop mehr Platz als bei den "normalen" Formaten. Besonders bei Anwendungen wie CAD (Computer Aided Design) ist ein Widescreen von Vorteil, da die Arbeitsfläche vergrößert wird. Auch Excel-Tabellen können mit mehr Spalten dargestellt werden. Mehrere Seiten eines Textdokuments können gleichzeitig angesehen werden, auf einem 24-Zoll-Wide-Bildschirm werden sie vollständig angezeigt und auch bei "kleineren" Monitoren gelingt eine übersichtlichere Darstellung.
Mediacenter / TV Anwendungen
DVDs und Filme werden im 16:10 Format ohne Verzerrungen dargestellt.
Computerspiele
Fast alle Spiele unterstützen das Widescreenformat, bei älteren Spielen muss gegebenenfalls auf herkömmliche Formate (800*600 oder 1024*768) zurückgegriffen werden.
Nachteile
Dem stehen die folgenden Nachteile gegenüber:
Allgemein
Die Anforderungen an Grafikkarten sind höher, ältere Grafikkarten können zudem mit den ungewöhnlichen Auflösungen nicht zurechtkommen. Ist die Karte nicht älter als drei Jahre, dann reicht i.d.R. aber die Installation neuerer Treiber aus.
Desktop/Anwendungen
Bei Anwendungen mit vorgegebenen Eingabemasken, z.B. bei Warenwirtschaftssytemen und in der Datenerfassung ist häufig eine spezielle Auflösung vorgegeben bzw. sind Progamme so konzipiert worden, daß sie den Platz auf Monitoren im 4:3-Format optimal ausnutzen und dabei mit einer ergonomisch sinnvollen Schriftgröße für gute Lesbarkeit sorgen. Hier würde sich die Auflösung ändern. Bei festen Eingabemasken erhält man jetzt neben der Eingabefläche einen ungenutzten Bereich, und der Verlust der Höhe kann zu deutlich kleineren Schriften führen.
Internet
Einige Webseiten fragen die Auflösung ab und skalieren daraufhin die Oberfläche. Webseiten werten häufig nur die horizontale Auflösung aus. Die Oberfläche wird dann falsch berechnet, und der untere Teil der Darstellung ist nur durch Verschieben des Inhaltes erreichbar.
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Widescreen-Monitor, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
