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Wickrath

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Schloss Wickrath

Wickrath ist ein Stadtbezirk von Mönchengladbach und war bis zur Gebietsreform eine eigenständige Gemeinde im Kreis Grevenbroich. 1975 wurde es im Zuge der Verschmelzung von Mönchengladbach und Rheydt eingemeindet.

Inhaltsverzeichnis

Stadtteilgliederung

Die Postleitzahl von Wickrath ist 41189. (Alte PLZ: 4050 - Mönchengladbach 4, vor der Gemeindereform: 4072 Wickrath.)

Geschichte

Bürgermeister und mehr

Bürgermeister von Wickrath.

  • 1800 – 1809 Franz Schaumburg (bis 1814 als Maire)
  • 1816 – 1856 Wilhelm Valentin Denhard
  • 1856 – 1883 Hugo Naegelée
  • 1884 – 1919 Wilhelm Kloeters
  • 1919 – März 1945 Karl Dißmann
  • 1945 – Januar 1946 Franz Otten
  • 1946 – April 1946 Gottfried Corsten
  • 1946 – Oktober 1947 Josef Sommer
  • 1947 – Oktober 1948 Karl Dißmann
  • 1948 – November 1950 Hermann Schagen
  • 1950 – November 1951 Willi Dörges
  • 1951 – Oktober 1952 Heinrich Gerhards
  • 1952 – November 1954 Willi Dörges
  • 1954 – April 1961 Heinrich Sattelmeyer
  • 1961 – September 1968 Gustav Karsch
  • 1968 – Dezember 1969 Theodor Müller
  • 1969 – April 1970 Heinz Trauten
  • 1970 – Dezember 1974 Konrad Bäumer

Gemeindedirektoren von Wickrath.

  • 1946 – März 1948 Matthias Raaf
  • 1948 – August 1950 Karl Dißmann
  • 1950 – Februar 1963 Karl Eßer
  • 1963 – Dezember 1974 Wolfgang Krane
  • 1934 wurde Wanlo in das „Amt Wickrath“ eingemeindet.
  • 1975 wurde die „Gemeinde Wickrath“ mit der Stadt Mönchengladbach und Rheydt zusammengelegt und verlor die Selbständigkeit.

Bezirksverwaltungsstellenleiter/in

  • 1. Januar 1975 – Februar 2004 Hans-Josef Pisters (auch Standesbeamter)
  • 2004 – 2005 Annemarie Beiten-Abrahams
  • seit 8. April 2005 Michael Oehlers

Einwohner

Einwohner: 17.672 (Stand 1. Januar 2000)

Wickrather Wappen

Das Wickrather Wappen ist ein zusammengesetztes Wappen aus schwarzem Adler und drei aufgelegten Schilden; die beiden unteren geneigt. Der obere geteilt in Silber (mit Hermelinschwänzen) und Grün; der vordere mit silbernem, gezahntem Andreaskreuz auf Rot; der hintere gedrittelt durch zwei silberne Wechselzinnen-Balken auf Rot.

Das Gesamtwappen hat die ungewöhnliche Form eines Adlers mit drei aufgelegten Wappenschilden. Alle vier Bestandteile versinnbildlichen Familien, die im Besitz der Herrschaft Wickrath waren.

Bis 1310 gehörte sie als geldrisches Lehen den Grafen von Are-Hochstaden. Ihren Namen andeutend, führten diese den Adler (Aar) im Wappen.

1335 belehnte der geldrische Graf den Herrn von Broichhausen mit Wickrath. Dessen Wappen unterscheidet sich vom silber-grünen Schild im Wickrather Wappen nur durch fünf Steckkreuze im grünen Feld.

Auf dem rechten Adlerfang liegt das Wappen der Hompeschs; 1488 wurden sie mit Wickrath durch den Kaiser belehnt, d. h. die bisher geldrische Herrschaft Wickrath wurde reichsunmittelbar und somit ein eigenständiges Territorium. Die Herren von Hompesch wurden demzufolge Reichsfreiherren zu Wickrath.

Von 1502 bis zur Übernahme Wickraths durch die Franzosen 1796 waren die Herren von Quadt im Lehensbesitz der Reichsfreiherrschaft Wickrath. Ihr Wechselzinnen-Wappen liegt auf dem linken Fang des Adlers.

Das Gesamtwappen Wickraths ist nicht ohne Reiz; es fällt besonders auf, daß es nicht die übliche Schildform hat, sondern ein Adler-Wappen ist. Dieser Adler ist der der Ares und darf nicht fehlgedeutet werden als preußischer oder als Reichsadler, etwa wegen der ehemaligen Reichsunmittelbarkeit Wickraths; seit 1909 war es den Gemeinden untersagt, diese Adler in ihren Wappen zu führen.

Das Wickrather Wappen entstand 1926, kurz bevor die Bürgermeisterei zum Amt erklärt wurde (1927). Sein Schöpfer war Professor Otto Hupp.

Quelle: „Rheydter Jahrbuch“ Nr. 18, 1990, Seite 11 bis 19

Wirtschaft und Infrastruktur

Landwirtschaft

  • Der Verein "Rheinisches Pferdestammbuch" ist im Ostflügel von Schloss Wickrath untergebracht. Er hat sich zum Ziel gesetzt, Schloss Wickrath als Zentrum der rheinischen Pferdezucht wiederzubeleben. Bereits von 1892 bis zum Jahre 1911 hatte das Rheinische Pferdestammbuch seinen Sitz im Schloss Wickrath. Ferner war in der Schlossanlage bis 1957 das Landgestüt Warendorf, 1826 als "Königlich-Preußisch-Rheinisch-Westfälisches Landgestüt" gegründet, untergebracht. Der Verein "Rheinisches Pferdestammbuch" hat rund 5000 Mitglieder und betreut 8.000 Zuchtpferde aus 50 verschiedenen Pferderassen.

Siehe auch

Rheinisches Warmblut

Verkehr

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Bahnhof Wickrath

Eisenbahn

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Literatur

  • Joseph Husmann, Theodor Trippel: Geschichte der ehemaligen Herrlichkeit bezw. Reichsgrafschaft und der Pfarre Wickrath Teil 1+2, 1909+1911 (Nur noch antiquarisch)
  • Wolfgang Löhr: Rheinische Kunststätten Mönchengladbach - Wickrath. 2. Auflage 1980.
  • Wolfgang Löhr: Rheinischer Städteatlas - Wickrath. Landschaftsverband Rheinland 2. Auflage 1998. (Nur noch antiquarisch)
  • Wickrath in alten Ansichten - Herausgeber. Heimat- und Verkehrsverein Wickrath (1982). (Nur noch antiquarisch)
  • Michael Marx: Geschichte der ehemaligen Herrlichkeit bezw. Reichsgrafschaft und der Pfarre Wickrath Teil 3 1900-1974. Heimat- und Verkehrsverein Wickrath (1996) (Nur noch antiquarisch)
  • Wilhelm Kuhlen: Streifzüge durch die Geschichte der Herrschaft Wickrath. Heimat- und Verkehrsverein Wickrath (1988). (Nur noch antiquarisch)
  • Karl-Heinz Schumacher: Schloß Wickrath. Eine niederrheinische Schloßanlage in alten und neuen Bildern. Heimat- und Verkehrsverein Wickrath (2003), ISBN 3-00-012882-4

Weblinks

Koordinaten: 51° 08' 2" N, 6° 24' 41" O

Wikipedia
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