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Whodunit

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Whodunit (auch „Whodunnit“) beschreibt das häufig in Krimis und Fernsehserien verwendete deduktive Konzept der schrittweisen Aufklärung eines Verbrechens und der Jagd auf einen Täter. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Literatur, sind aber auch auf Filme und Fernsehserien übertragbar.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Bei dem Begriff Whodunit handelt es sich um die phonetisch geschriebene Frage „Who done it?“, zu Deutsch „Wer hat es getan?“. Der Begriff wird im Englischen benutzt, um ein Teil-Genre des Krimis näher zu klassifizieren.

Prinzip

Am Anfang eines Whodunit-Romans steht in der Regel ein schweres Verbrechen, häufig ein Mord (oder genauer: ein Todesopfer, da man zwar einen Mord vermuten kann, dies aber noch nicht erwiesen ist). Der oder die Ermittler stehen oft vor dem Problem, zunächst die Identität des Opfers zu klären, um sich dann über das Motiv klar zu werden. Der Leser bzw. die Zuschauer begleiten den Ermittler – abhängig vom Autor kann es sich um Polizisten, Privat-Detektive oder auch Mitarbeiter der Spurensicherung handeln – bei der Arbeit und werden so dazu animiert, selbst Vermutungen darüber anzustellen, wer die Tat begangen haben könnte. An die Hand genommen werden sie dabei nicht selten von naiven Assistenten eines Meisterdetektivs (das klassische Vorbild ist Dr. Watson in den Krimis von Arthur Conan Doyle), der dem Leser vergleichbar wenig begreift und versucht, mit simplen aber falschen Annahmen Licht ins Dunkel zu bringen. Die Auflösung erfolgt in den meisten Fällen erst gegen Ende des Buches bzw. Films, sofern nicht beispielsweise mehrere Fälle miteinander verknüpft sind.

Entwicklung

Schon die früheste Kriminalliteratur, beispielsweise einige Erzählungen von Edgar Allan Poe gehören dieser Richtung an. Zu den bekanntesten Beispielen gehören viele der Erzählungen und Romane von Arthur Conan Doyle, Agatha Christie (die das Genre maßgeblich mit den Figuren der Miss Marple und des Hercule Poirot geprägt hat) und Dorothy L. Sayers. Ab den 1930er Jahren wurde diese Richtung immer mehr von den vor allem US-amerikanischen Hardboiled-Romanen (Dashiell Hammett, Raymond Chandler) verdrängt und überlebte danach vor allem in der Trivialliteratur und in Kinder- und Jugendbüchern wie denen von Wolfgang Ecke oder der Serie der Drei Fragezeichen.

Allgemein müssen folgende Voraussetzungen für einen klassischen Whodunit gelten:

  • Das Setting ist begrenzt. Der Schauplatz ist oft abgeschnitten von der Außenwelt oder der justiziaren Macht.
  • Es gibt nur eine begrenzte Zahl von Verdächtigen, die oft in engem Kontext mit dem Opfer standen.
  • Am Ende wird der Fall vollständig und in Anwesenheit der Verdächtigen für das „Publikum“ entschlüsselt und der Mörder enttarnt.

Mit dem Aufkommen des postmodernen Romans wurde das Genre wiederbelebt, meist in reflektiven, ironisch gebrochenen Formen wie beispielsweise in Umberto Ecos Roman Der Name der Rose oder den unter dem Pseudonym Dan Kavanagh erschienenen Duffy-Krimis von Julian Barnes.

Bekannte TV-Serien:

Die Verfilmungen werden häufig in die Blütezeit dieser literarischen Gattung, also die 1920er und 1930er Jahre zurückversetzt, weshalb man diesen Filmen auch ein gewisses Flair nachsagt.

Bekannte Verfilmungen:

Eine gelungene Parodie auf die genannten Romafiguren lieferte der Film Eine Leiche zum Dessert unter anderem mit Columbo Peter Falk.

Das umgekehrte Prinzip

Eine mittlerweile ebenso weit verbreitete Variation des whodunit-Prinzips ist die umgekehrte Detektiv-Geschichte, im Englischen auch als howshecatchem (von „How's he catch 'em?“, etwa zu übersetzen mit „Wie fängt er ihn (den Mörder)?“) bezeichnet. Dem Leser bzw. Zuschauer ist der Täter bereits von Anfang an bekannt, der Reiz liegt darin zu verfolgen, wie der Ermittler dem Täter auf die Spur kommt. Einer der bekanntesten Vertreter dieses Typs ist Inspektor Columbo.

Wikipedia
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