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White Sands Missile Range
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White Sands Missile Range (WSMR, deutsch etwa Weißer-Sand-Raketen-Testgelände), früher auch White Sands Proving Grounds genannt, ist ein Testgelände der United States Air Force für Nuklearwaffen und Raketen-Technologien.
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Geographie
Die WSMR liegt im Otero County, New Mexico, in einem Tal zwischen den Organ Mountains und den Sacramento Mountains.
Dort befindet sie sich am U.S. Highway 70 westlich von Alamogordo und östlich von Las Cruces; der Highway ist dadurch aus Sicherheitsgründen hin und wieder gesperrt, wenn Tests auf dem Gelände durchgeführt werden.
Der weiße Sand, nach dem das Gelände benannt ist, ist in Wirklichkeit Gips. Eine genauere Erklärung hierzu findet sich im Artikel über die Chihuahua-Wüste.
Geschichte
Die nahe der Los-Alamos-Labors gelegene Anlage wurde im 2. Weltkrieg als Testgelände für diese Labors errichtet. In dieser abgelegenen Gegend wurde unter anderem im Rahmen des Manhattan-Projektes die weltweit erste Atombombe gezündet. Dieser Test wurde auf der Trinity-Site durchgeführt, das Gelände wird auch "Jornada del Muerto" genannt - siehe Trinity-Test.
Zum Ende des zweiten Weltkrieges wurden die in Peenemünde unter Vertrag genommenen deutschen Wissenschaftler, unter ihnen auch Wernher von Braun, nach Los Alamos und zur White Sands Missile Range gebracht. Auch die erbeuteten V1- und V2-Raketen wurden zur White Sands Missile Range gebracht und dort einem Reverse Engineering unterzogen, nachgebaut und weiterentwickelt.
Die Verbindungen mit Deutschland, entstanden durch die vielen deutschen Wissenschaftler, bestehen noch heute. So gibt es immer noch deutschsprachige Schulen in Alamogordo und El Paso, die ursprünglich die Kinder der Forscher unterrichteten.
Neben zahlreichen militärischen Raketen wurden hier auch von der NASA die Rettungsraketen der Apollo-Raumkapseln mit Hilfe von Little Joe II- Raketen getestet.
Gegenwart
Heutzutage wird auf dem Gelände weiter an neuen Raketentypen geforscht, ebenso wird auch die Forschung an nuklearen und anderen Waffen weiter voran getrieben. Sol wird in der High Energy Laser Systems Test Facility (HELSTF) das THEL-System erprobt, ein Versuch, Laser zur Abwehr von Geschossen zu verwenden.
Weiterhin ist die Northrup Strip genannte Landebahn, 72 km nördlich des Hauptgebäudes gelegen, eine der Lande-Alternativen des Space Shuttles. Northrup Strip wurde nach der Firma Northrop Corporation benannt, die dort Flugexperimente durchführte, jedoch wurde der Name mit einem Schreibfehler in die Karten der US Army eingetragen. [1]
Benutzt wurde sie aber bisher nur ein einziges Mal, als eine Landung der Raumfähre Columbia (STS-3) auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien wegen schlechter Wetterbedingungen nicht möglich war. Zu diesem Zeitpunkt existierte noch keine Landemöglichkeit am Kennedy Space Center in Florida. Der feine Gipsstaub führte zu einer starken Verschmutzung der mechanischen Systeme der Raumfähre, die eine aufwändige Instandsetzung erforderte. Aufgrund dessen werden Shuttle-Landungen in White Sands Missile Range nur im Notfall erwogen, wenn die primären Landeplätze nicht zur Verfügung stehen.
Ebenfalls aufgrund der Wetterbedingungen wurde während des Fluges von STS-116 eine Landung am 22. Dezember 2006 in White Sands Missile Range erwogen, doch schließlich konnte die Raumfähre Discovery doch in Florida landen. Eine Landung in der White Sands Missile Range hätte zu logistischen Problemen geführt, da sie nicht über die Ausstattung wie die Edwards Air Force Base verfügt und der Rücktransport der Raumfähre Discovery drei Monate gedauert hätte.
Die WSMR beheimatet auch das White Sands Missile Range Museum, eine Sammlung von Exemplaren aller Raketentypen die je hier erprobt wurden, von der V1 bis zum Patriot-Raketenabwehrsystem.
Quellen
Weblinks
Koordinaten: 32°56′37.64″N 106°25′10.19″W
