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Wetter-Wengern

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Bild:Viadukt Wengern.jpg
Eisenbahnviadukt über das Elbschetal
Bild:Wengernortskern.jpeg
Luftaufnahme vom historischen Ortskern Wengerns. Unten rechts ist der Leimkasten und die ev. Kirche zu sehen

Wetter-Wengern ist ein Stadtteil der Stadt Wetter (Ruhr) in Nordrhein-Westfalen. Südlich an der Ruhr und Elbsche gelegen, grenzt Wengern an die Ortsteile Esborn und Witten-Bommern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Wengern wurde schon um 800 zur Zeit Karls des Großen unter dem Namen Wyngern erwähnt. Im Jahre 1003 wird Wengern dann erstmals urkundlich erwähnt.

Am 1. Januar 1970 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Wetter (Ruhr) durch das Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises vom 16. Dezember 1969. Bis dahin war Wengern eine dem damaligen Amt Volmarstein zugehörige Gemeinde. [1]

Sehenswürdigkeiten

Evangelische Dorfkirche

Die heute evangelische Kirche geht in ihren Ursprüngen auf die Romanik des 11. Jahrhunderts zurück. Sie wurde erstmalig 1246 urkundlich erwähnt und war dem heiligen Liborius geweiht, ab 1543 trat ihre Kirchengemeinde geschlossen der Reformation bei. Der Kirchenname hielt sich allerdings noch lange; der Name Liboriuskirche taucht erst 1792 das letzte Mal in den Kirchenbüchern auf. Heute trägt die katholische Kirche des Ortes diesen Namen.

1743 wurde auf den Kirchturm ein Helm aufgesetzt. 1891 wurde die Kirche gründlich erneuert. Das Kirchenschiff wurde umgebaut und Querschiffe hinzugefügt. Die Verzierungen des Altars wurden bei dieser Gelegenheit zu Teilen entfernt. In den folgenden Jahren wurde das Bauwerk grundlegend erneuert. Bei dieser Gelegenheit fand man im Westwerk insgesamt fünf Totenschädel, die man in das Mauerwerk sichtbar eingemauert hatte. Zeitlich lässt sich dieser einmalige Fund nicht ohne weiteres zuordnen, die fünf Nischen für die Totenschädel sind aber offen und sichtbar geblieben. Die Überlegungen der Historiker gehen in Richtung auf eine besondere Form des Memento mori.

Die Innenausstattung der Kirche ist in den Jahrhunderten ihres Bestehens gewachsen. Der Taufstein stammt aus der Romanik, der geschnitzte Altar von 1714. Die Kanzel wurde zur gleichen Zeit in die Kirche eingebaut. Der wertvollste Teil ist ein romanisches Triumpfkreuz direkt über dem Altar. Das Uhrwerk im Kirchturm wurde erst 1972 eingebaut, zuvor befand es sich im Rathaus von Wetter. Die älteste Glocke heißt der "Kleine Anton" und wurde 1521 gegossen.

Sonstiges

Wengern war Geburts- und Wohnort der berühmten Köchin Henriette Davidis. Heute erinnert das Henriette-Davidis-Museum an sie.

Zwischen dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und Wengern verkehrt ein Museumszug der „RuhrtalBahn“.

Quellen

  1. Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises, § 3 Absatz 1

Koordinaten: 51° 24' 1,14" N, 7° 20' 39,37" O

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