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Westamerikanische Lärche
Aus Kefk.
| Westamerikanische Lärche | ||||||||||||
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| Bild:Larix occidentalis.jpg Westamerikanische Lärche (Larix occidentalis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Larix occidentalis | ||||||||||||
| Nutt. |
Die Westamerikanische Lärche (Larix occidentalis) ist eine in Nordamerika heimische Nadelbaum-Art aus der Gattung der Lärchen (Larix) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).
Inhaltsverzeichnis |
Taxonomie
Erstmals wurde die Westamerikanische Lärche von Lewis und Clark 1806 beschrieben, die sie auf ihrer 1803 bis 1806 dauernden Expedition durch das westliche Nordamerika entdeckten, jedoch noch nicht als eigene Art ansahen. Erst der Botaniker Thomas Nuttall stufte sie 1849 als eigene Art Larix occidentalis ein.
Verbreitung
Die Westamerikanische Lärche ist nahe der Westküste Nordamerikas im kanadischen Britisch-Kolumbien sowie in den US-Bundesstaaten Oregon, Washington, Idaho und Montana heimisch. Sie wächst dort in Höhenlagen von 500 bis 2200 m. Besonders zahlreich sind die Vorkommen im östlichen Kaskadengebirge in Washington sowie in den Blue Mountains (Washington und Oregon).
In Mitteleuropa ist sie sehr selten gepflanzt und wohl nur in größeren Sammlungen zu finden.
Die Westamerikanische Lärche ist winterhart und verträgt Kälte bis etwa −50 °C. Sie bevorzugt feuchte, aber nicht staunasse Böden, gedeiht aber auch auf trockeneren Standorten.
Beschreibung
Die Westamerikanische Lärche ist die größte aller Lärchenarten; in ihrer Heimat erreicht sie Wuchshöhen von etwa 60 Meter bei Stammdurchmessern bis 1,5 Meter. In Mitteleuropa wird sie dagegen meist nur 25 Meter hoch. Die Baumkrone ist in der Jugend schmal kegelförmig, im Alter breiter werdend.
Die purpurgraue Rinde bildet tiefe und weite Risse; die stehenbleibenden Streifen sind schuppig gerandet. An älteren Bäumen wird die Rinde bis 15 cm dick. Während die Hauptäste waagrecht bis leicht aufwärts gerichtet stehen, sind die Seitenzweige oft hängend.
Die Zweige sind dick und hell orangebraun. Die jungen Zweige sind zunächst noch behaart, verlieren die Behaarung jedoch bereits im Verlauf des ersten Jahres fast völlig. Die Knospen sind dunkelbraun. Die dünnen nadelförmigen Blätter sind 3 bis 5 cm lang und beiderseits hell grasgrün. Sie sind etwa 0,6 bis 0,8 mm breit und stehen zu 15 bis 30 in rosettenförmigen Büscheln. Im Herbst färben sich die Nadeln hellgelb, bevor sie abfallen.
Die Westamerikanische Lärche ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), trägt also männliche und weibliche Zapfen am gleichen Baum. Die weiblichen Zapfen sind eiförmig bis zylindrisch; sie sind purpurfarben und 2 bis 4 cm lang. Der einzelne Zapfen trägt etwa 40 bis 80 Zapfenschuppen, die im Sommer gelb- bis orangefarben sind. Die Zapfenschuppen sind lang vorragend mit abstehenden oder zurückgeschlagenen Spitzen. Zur Reifezeit, wenn die Samen freigegeben werden, verfärben sich die Zapfen braun. Die rotbraunen Samen sind etwa 3 mm groß, zusammen mit dem Flügel sind sie knapp 1 cm lang. Die abgestorbenen Zapfen bleiben oft noch jahrelang am Baum hängen und sind dann dunkelgrau.
Die Samen sind eine begehrte Futterquelle für Vogelarten wie Fichtenzeisig (Carduelis pinus), Birkenzeisig (Carduelis flammea) und Bindenkreuzschnabel (Loxia leucoptera).
Nutzung
Das Holz der Westamerikanischen Lärche ist hart und witterungsbeständig. In Nordamerika ist es ein begehrtes Holz für den Bau von Yachten; daneben wird es unter anderem als Bauholz, für Eisenbahnschwellen und Zäune, aber auch als Brennholz verwendet.
Das Harz des Baumes härtet an der Luft und ist zuckerhaltig; einheimische Indianer haben es wie Kaugummi verwendet.
Größte Exemplare
Das höchste stehende Exemplar mit einer Höhe von 58,5 m und einem Stammdurchmesser von 1,38 m (Stand 2000) steht im Umatilla National Forest in Oregon. Das Exemplar mit dem größten Stammvolumen von 83 m³ ist der Seeley Lake Giant im Lolo National Forest (Nähe Paxton Camp) in Montana; dieser Baum ist 49,4 m hoch bei einem Stammdurchmeser von 2,21 m.[1]
Das älteste Exemplar soll gemäß einer Baumringzählung an einem Baumstumpf nahe Cranbrook in Britisch-Kolumbien gestanden und ein Alter von 920 Jahren aufgewiesen haben.[2]
Krankheiten und Schädlinge
Die aus Europa eingeschleppte Lärchenminiermotte (Coleophora laricella), die die jungen Blätter frißt, ist ein problematischer Schädling geworden.
Sonstiges
Die Westamerikanische Lärche hybridisiert bisweilen mit der Felsengebirgslärche (Larix lyallii).
Die ausgesprochen dicke Rinde bietet dem ausgewachsenen Baum einen guten Schutz vor Waldbränden; die Samen sind nach Waldbränden auch besonders keimfreudig.
Quellen
- ↑ Angaben von conifers.org
- ↑ R. Stoltmann: Guide to the record trees of British Columbia. Western Canada Wilderness Committee. 1993; 58 Seiten (engl.).
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Westamerikanische Lärche – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Beschreibung der Art. (engl.)
- Larix occidentalis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Conifer Specialist Group, 1998. Version vom 12. Mai 2006
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